Das Schneemädchen [Rezension]

16 Okt

Autor: Eowyn Ivey
Titel: Das Schneemädchen
Seitenzahl: 464
ISBN: 3463406217
Verlag: Kindler

 

 

Zum Inhalt:

Mabel und Jack ziehen in den 1920er Jahren nach Alaska. Hier will das Ehepaar ein neues Leben als Farmer beginnen und den Schmerz und die Enttäuschung über seine Kinderlosigkeit hinter sich lassen.

Eines Abends, der erste Schnee ist gerade gefallen, bauen die beiden Mädchen aus Schnee und wundern sich am nächsten Tag, als sie zwischen den Bäumen hindurch von einem Mädchen beobachtet werden.

Wer ist dieses Mädchen? Wo kommt es her? Warum hat es einen Fuchs bei sich? Auf all diese Fragen versuchen Mabel und Jack nun Antworten zu finden.

Meine Meinung:

Schon auf den ersten Seiten wurde mir klar, dass es sich bei dem Schneemädchen um ein Buch handelt, welches ich nicht einfach mal so zwischendurch lesen kann. Ich musste mir Ruhe gönnen und Zeit nehmen während ich dieses Buch las, um mich voll und ganz auf diese Geschichte einlassen zu können. Und es hat sich gelohnt. Denn so kam ich in den Genuss eines der schönsten Bücher, die ich je gelesen habe.

Das liegt nicht nur an der wunderschönen und gefühlvollen Geschichte, in der die unterschiedlichsten Emotionen zum Ausdruck kommen und die Stimmung eine ganz besondere ist. Auch der Schreibstil trägt seinen Teil dazu bei – stellenweise nicht immer einfach zu lesen, dafür aber umso schöner und sehr bildgewaltig. Das harte Leben für Farmer in der rauen, aber dennoch sehr schönen Landschaft Alaskas in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts wird wunderbar beschrieben.

Das gleiche gilt für Mabel, Jack und das Schneemädchen. Die Charaktere der drei sind sehr liebevoll und detailliert beschrieben, wie so ziemlich alles und jeder in diesem Buch. Dadurch hatte ich so manches Mal das Gefühl, ich schaue gerade einen Film. Vor meinem inneren Auge sah ich förmlich, wie Mabel und Jack das Kind aus Schnee bauen, wie Jack auf dem Feld schuftet und wie Mabel Torten backt.

Das Rätsel rund um das geheimnisvolle Schneemädchen zieht sich durch das ganze Buch, genauso wie die Beziehung von Mabel und Jack, mit all ihren Höhen und Tiefen. Dadurch war die Geschichte zu keinem Zeitpunkt langweilig zu lesen und hat mich von Anfang bis Ende in ihren Bann gezogen.

Eowyn Ivey hat für dieses Buch ein altes russisches Märchen mit einer wunderbaren Geschichte kombiniert. Die Grenzen zwischen Realität und Fantasie waren für mich nie so richtig auszumachen.

Ein wunderschönes Buch mit viel Gefühl. Perfekt für traurig-schöne Lesestunden, gerade jetzt, wo die kalte Jahreszeit beginnt.

SaFi

2 Antworten to “Das Schneemädchen [Rezension]”

  1. Convallaria 19. Oktober 2012 um 20:37 #

    Hey,

    ich war auch begeistert vom „Schneemädchen“ und bin bekennender „Mabel“-Fan. Schöne Rez!
    Kommt ihr mit dem Fortschrittsbalken voran?

    LG

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    • bookwives 19. Oktober 2012 um 22:27 #

      Hey! Ja, das hat die SaFi wirklich toll geschrieben. 😉 Nein, das mit dem Fortschrittsbalken geht bei wordpress leider nur, wenn man die Seite selber hostet. 😦 Grüßly, SaCre

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