Die Landkarte der Liebe [Rezension]

26 Okt

Autor: Lucy Clarke
Titel: Die Landkarte der Liebe
Seitenzahl: 352
ISBN: 978-3492300858
Verlag: Piper

 

 

 

Zum Inhalt:

Zwei Schwestern – zwei Reisen – eine große Frage: Warum?

Mia befand sich auf Weltreise. In Bali stürzte sie von einer Klippe und starb. Als ihre Schwester Katie diese Nachricht erhält kann und will sie es nicht glauben, und klammert sich an Mias meerblaues Tagebuch, in dem sie ihre Reise festhielt, denn mehr bleibt ihr nicht von ihrer Schwester.

Sie fasst einen Entschluss und unternimmt die gleiche Reise wie Mia, mit dem Tagebuch als Reiseführer und erfährt nach und nach mehr über ihre Schwester und auch über sich selbst…

Meine Meinung:

Das Cover passt perfekt zum Inhalt – der deutsche Titel leider weniger. Für die englischsprachigen Ausgaben gibt es wohl drei verschiedene Titel, die alle besser passen würden, wie ich finde: „The Sea Sisters“ und „Swimming at Night“ bzw. „Riding Seahorses“. Im Laufe des Buches ist hin und wieder von Katie und Mia als Seeschwestern die Rede, das Meer spielt eine große Rolle, und auch die Seepferdchen sind von Bedeutung. Aber das ist nur eine Kleinigkeit und hat ja auch keinen Einfluss auf die Geschichte an sich. Und eigentlich störe ich mich an so was auch nicht, aber bei diesem Buch ist es mir besonders aufgefallen.

Der Schreibstil ist eher schlicht gehalten, aber sehr emotions- und bildreich. Die Stationen der Reisen sind schön beschrieben und auch die Gedanken, Gefühle und Handlungen von Katie und Mia kommen gut zum Ausdruck – einige Male musste ich mit den aufsteigenden Tränen kämpfen und spürte einen Kloß in meinem Hals, wenn beschrieben wurde, warum und wie die Schwestern in bestimmten Situation gehandelt und reagiert haben. Ich konnte während des Lesens mit Katie und Mia lachen und weinen, bangen und hoffen, war mal fröhlich und manchmal auch traurig gestimmt.

Die Geschichte ist wunderbar erzählt. Immer abwechselnd aus der Sicht von Katie, im Hier und Jetzt, und von Mia, ein halbes Jahr zuvor. Im Laufe des Buches werden immer mal wieder Andeutungen gemacht, Fragen aufgeworfen und Geheimnisse aufgedeckt. Alles setzt sich nach und nach zusammen, wie Puzzleteilchen. Und obwohl ich mir manches durchaus denken konnte, war mir beim Lesen nie langweilig, denn der Weg zu diesen vorhersehbaren Momenten war eigentlich immer anders, als ich es erwartet hatte.

Das Ende fand ich zwar ganz schön und es hat mich auch berührt, allerdings wirkte es auf mich ein wenig zu konstruiert, gerade was den Ort angeht. Schade eigentlich, denn ansonsten empfand ich die Geschichte als sehr echt und realitätsnah.

Insgesamt ein schönes Buch über die Beziehung zweier Schwestern, die mich stellenweise sehr berührt hat und für kurzweilige Lesestunden sorgte.

SaFi

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