Shades of Grey – Befreite Lust [Rezension]

31 Okt

Autor: E. L. James
Titel: Shades of Grey – Befreite Lust
Seitenzahl: 672
ISBN: 978-3442478972
Verlag: Goldmann

Zum Inhalt:

Endlich scheint alles in den richtigen Bahnen zu verlaufen. Ana(stasia) und Christian genießen ihre Liebe und ihr Leben. Doch natürlich kommt es erstens immer anders, und zweitens als man denkt. Neid, Missgunst und Intrigen verlangen einiges von ihnen ab – ebenso wie stellenweise das eigene Fehlverhalten der beiden.

Können sie es schaffen sich allen Widrigkeiten zu stellen?

Meine Meinung:

Ich hatte in meiner Rezension zum zweiten Teil ja bereits geschrieben, dass eben dieser ein guter Abschluss für mich gewesen wäre und ich diesem letzten Teil skeptisch entgegenblicke. Während des Lesens wusste ich dann auch relativ lange nicht, was ich nun davon halten soll.

Auf den ersten Seiten war ich noch recht optimistisch. Durch Rückblicke wird geschildert, was in den letzten Wochen, seit dem Antrag im Bootshaus, passiert ist. Doch schnell verflog dieser Optimismus. Auf der einen Seite war es zwar ganz nett zu lesen, dass die beiden nun scheinbar ein völlig normales Leben führen – na ja, so normal halt, wie es für sie möglich ist. Auf der anderen Seite hatte ich aber das Gefühl, dass ich mir gerade eine Seifenoper, Titel „Szenen einer Ehe“ oder so, ansehen würde. Irgendwie hat das „Feuer“ aus den ersten Teilen gefehlt, auch wenn es natürlich wieder jede Menge Sex in den unterschiedlichsten Varianten gibt, Christian sich weiter in seiner gewohnt herrischen Art um Ana kümmern und diese das nicht so einfach zulassen will.

Was ich aber gut fand, war das scheinbare Motto dieses letzten Teils: Seelenstriptease. Nach und nach fällt Schicht um Schicht von Christians Panzer – dank Ana. Seine Vergangenheit ist nach und nach klarer zu sehen und das Geheimnis rund um seine, äh ja, Beziehung zu Mrs. Robinson wird aufgedeckt. Im zweiten Teil wurden diese Einblicke zwar auch schon gewährt, aber hier wurde noch mal eine ordentliche Schüppe draufgelegt. Muss ja auch so sein, ist ja schließlich das Ende der Trilogie. Und ohne diese ganzen Enthüllungen, Offenbarungen und Zugeständnisse wäre ich von diesem Teil wahrscheinlich restlos enttäuscht gewesen.

Zum Schreibstil lasse ich mich mal nicht groß aus – er ist so wie in den ersten beiden Teilen. Nichts Besonderes, aber angenehm zu lesen. Den Gegnern von Anas innerer Göttin und ihrem Unterbewusstsein sei gesagt, dass diese selbstverständlich wieder mit von der Partie sind und es auch neue Wortkreationen gibt, die zuhauf wiederholt werden. Mich hat das aber, so wie in den vorherigen Teilen, nicht sonderlich gestört.

Während ich bei den ersten beiden Teilen keine Seite als zu viel empfand, konnte mich dieser erst nach etwas mehr als der Hälfte so richtig begeistern. Warum ich dennoch bis dahin jede Seite aufmerksam gelesen habe? Ich wollte trotz allem wissen, wie es weitergeht und vor allem natürlich, wie es endet. Es sind dann auch noch ein paar Ereignisse eingetreten, die für Spannung und Emotionen sorgten und auf die ich zum Teil auch irgendwie gehofft hatte. Dadurch war ich dann versöhnlicher gestimmt in Bezug auf meinen anfänglichen Unmut. Fast restlos verflogen war dieser dann, als ich den Epilog und die darauffolgenden Seiten gelesen habe, hierzu möchte ich aber nicht zu viel verraten.

Im Großen und Ganzen finde ich den Abschluss dieser Trilogie dann doch ganz gut gelungen, auch wenn er nicht an Teil 1 und 2 herankommt.

SaFi

Eine Antwort to “Shades of Grey – Befreite Lust [Rezension]”

  1. Evy 16. Juni 2014 um 12:36 #

    Ich sehe das ähnlich – das Buch hätte kürzer sein können. Hier ist meine Meinung 🙂 http://evyswunderkiste.blogspot.de/2014/04/shades-of-grey-befreite-lust.html

    Gefällt mir

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