Im Gespräch mit… Britta Strauß

14 Nov

Nachdem ich das Buch „Nocona: Eine Liebe stärker als Raum und Zeit“ von bookshouse.de zum Rezensieren bekam, hatten wir Bookwives nun das Vergnügen, ein Gespräch mit der Autorin Britta Strauß zu führen.

Bitte stelle Dich unseren Lesern kurz vor.

Hallo. Ich heiße Britta, wohne im Bergischen Land und wechsle mehrmals am Tag das Universum.

In Deinem Buch „Nocona“ geht es um die Liebe zwischen der weißen Cynthia Ann Parker und dem Comanchen-Häuptling Nocona.
Wie hast Du Dich darauf vorbereitet, woher die Informationen eingeholt? Warst Du in Oklahoma? Woher kommt die Detailtreue? (Fragen über Fragen… *grins*)

Darauf vorbereitet? Hm, eigentlich gar nicht. Ich war auch noch nie in den USA. Die Geschichte kam plötzlich und unerwartet zu mir, so dass ich mich anfangs einfach ahnungslos reinstürzte. Cynthias Geschichte war ein typisches Must-Write. Ich stieß zufällig in einer Zeitschrift darauf, war tief berührt und wusste: Da musst du ein Buch drüber schreiben. Erst nach und nach tauchte ich tiefer in die Recherchewelt ein, las Bücher über Quanahs Leben, sah mir „Into the West“ an, schmökerte diverse PM-Zeitschriften und kam mit Menschen in Kontakt, die mir viel über das indianische Leben damals und heute erzählen konnten. Einer von ihnen, eine sehr engagierte Frau namens Andrea, gehört diese Seite: http://www.andreac.de

Zusammengefasst habe ich gute drei Jahre an NOCONA gearbeitet und bin währenddessen mit unzähligen Quellen in Berührung gekommen. Bis zum letzten Satz habe ich noch Dinge dazugelernt. Und manche waren längst in meinem Kopf präsent, als wären es meine eigenen Erfahrungen.

 Warum liegt dieses Buch Dir so besonders am Herzen?

Weil ich selbst liebe und geliebt werde, und weil dieses Buch genau die Botschaft vermittelt, die ich ins ganze Universum hinausrufen möchte. Die Liebe ist das Wichtigste. Sie überdauert Zeit und Raum. Natürlich lag es mir auch sehr am Herzen, zwei Seelen, die getrennt wurden, wieder zusammenzuführen und ihnen einen neuen Anfang zu schenken. Auch wenn es nur in meinem Kopf geschah … aber wer weiß. Die Liebe macht alles möglich.

Hast Du Dich schon immer für Indianer begeistert und z. B. auch Karl May gelesen?

Ja, seit ich denken kann. Und klar stand auch Karl May auf meinem Leseplan. Ich klebte schon als Kind vor dem Fernseher, wenn Indianerfilme gezeigt wurden. Ich besaß ein gelbes Kinder-Tipi und einen gewaltigen Kopfputz, der größer war als ich selbst. Wer weiß, vielleicht ging es mir wie Sara – ich spürte einfach das Echo eines alten Lebens.

Kennst Du Dein indianisches Sternzeichen – ohne zu googlen? 🙂

Gürteltier, nehme ich an.

Was denkst Du über Reinkarnation?

Ich glaube daran. Sonst wäre alles sinnlos in meinen Augen. Man lernt sein ganzes Leben lang, macht Erfahrungen, entwickelt sich weiter – und mit dem Tod soll alles aus sein? Für mich war das noch nie nachvollziehbar. Ich bin mir sicher, dass es weitergeht. Sei es in einer anderen Welt, in einer anderen Dimension, in einem neuen Körper oder auf sonsteine Weise. Das, was wir in einem Leben lernen, nehmen wir mit uns. Gut möglich, das manche hundert Leben leben, bis sie ein bestimmtes Ziel erreichen. Andere brauchen nur zwei oder drei oder sogar nur eines. Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass ich hier bin, um Erfahrungen zu sammeln.

Welches Deiner Bücher empfiehlst du einem Britta Strauß Erstleser?

Keine Ahnung. Vielleicht mein erstes, Nathaniels Seele. Nimmt man die chronologische Reihenfolge, kann man ganz gut beobachten, wie sich mein Stil im Laufe der Jahre verändert hat. Ich merke es zwar selbst nicht, aber viele Leser beteuern, dass ich mich weiterentwickelt habe.

Mit welcher Deiner Figuren identifizierst Du Dich am meisten und warum?

Besonders nahe fühlte ich mich immer meinem Helden Christopher aus „Meeresblau“. Keine Ahnung, warum. Vielleicht, weil ich selbst weiß, wie quälend Zwiespälte sein können. Weder hin noch her zu können, weil man beide Seiten liebt. Weil ich mich nach demselben sehne, dasselbe hoffe, Ähnliches empfinde und ihn ein bisschen beneide um das, was er letzendlich verwirklicht.


Was liest Du, wenn Du Zeit hast? Gibt es Autoren, die Dich inspirieren?

Ich lese alles möglich. Was immer mir interessant erscheint. Zuletzt inspirierten mich Lovecrafts schaurig-erschütternde Beschreibungen, aus dem einfachen Grund, weil ich letztens selbst dabei war, ein Seeungeheuer zu kreieren. Meine All-Time-Inspiration ist allerdings „Die unendliche Geschichte“. Und mein Lebensgefährte John Akhen, der zwar kein Autor (mehr) ist, aber ein toller Musiker. Seine Klangwelten haben schon manche Geschichte erschaffen.

Welche 3 Buchtitel beschreiben Dich treffend?

Die Unendliche Geschichte, Meeresblau und Nocona. 

Was können wir in nächster Zukunft von Dir erwarten?

Da haben wir nächstes Jahr „Die Seele des Ozeans“. Ein irisches Märchen, das keines ist, und das die Leser in die Tiefe des Ozeans und in die magische Welt eines Buches entführen wird.
Nebenbei schreibe ich an einer winterlichen Gruselgeschichte, die mir erst vor Kurzem dank meines Liebsten in den Sinn kam. Hier verrate ich noch nichts. Nur soviel: Sie wird den Titel „Hunters Moon“ tragen.

Liebe Britta, vielen Dank noch einmal! Wir freuen uns sehr auf neuen Lesestoff und vielleicht begegnen wir uns ja eines Tages zum Kaffeeklatsch, so von Lachs zu Eule zu Gürteltier. 🙂

Wer mehr über Britta Strauß erfahren möchte, kommt hier auf ihre Website. Die Bilder stammen von der Website der Autorin und wurden mit ihrer Genehmigung verwendet.

Eine Antwort to “Im Gespräch mit… Britta Strauß”

Trackbacks/Pingbacks

  1. Bald erscheint… “Die Seele des Ozeans” von Britta Strauß | Bookwives - 11. August 2013

    […] Außerdem war Britta die erste Autorin, die wir interviewen durften. >>klick<< […]

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