80 Days – Die Farbe der Lust [Rezension]

1 Dez

80 Days - Die Farbe der Lust

Autor: Vina Jackson
Titel: 80 Days – Die Farbe der Lust (Teil 1)
Seitenzahl:
400
ISBN:
978-3-570-58522-1
Verlag:
carl’s books

 

 

Zum Inhalt:

Summer spielt begeistert und mehr als bloß gut Violine. Hauptsächlich in den U-Bahn-Stationen von London. Dominik ist Literaturprofessor und hat die eine oder andere Vorliebe in Sachen Sex.

Wie der Zufall nun mal so spielt, sieht Dominik Summer eines Tages beim Musizieren in der U-Bahn und findet sofort Gefallen an der rothaarigen Frau. Der Anfang einer Liaison, die es in sich hat und mit ungewissem Ausgang.

Meine Meinung:

In diesem Buch gibt es fast nichts, was es nicht gibt – Sex in allen Varianten, die man sich nur vorstellen kann, oder eben auch nicht.

Die Geschichte, die sich rund um Summer und Dominik entwickelt, wirkt im ersten Moment vielleicht etwas unglaubwürdig. Wenn man aber aus dem im Internet weiß, dass Vina Jackson ein Pseudonym für zwei Autoren ist, und der weibliche Part dieses Duos eine feste Größe in der Londoner Fetisch-Szene ist, wirkt das Ganze dann doch wieder sehr realistisch. Dass es „so was“ gibt, dessen bin ich mir natürlich durchaus bewusst, und ich habe keine Probleme damit, über „so was“ zu lesen. Ich ertappte mich aber trotzdem hin und wieder dabei, dass ich dachte, dass es „so was“ doch eigentlich gar nicht geben kann.

Aber nicht nur in Sachen Sex ist dieses Buch sehr abwechslungsreich, auch der Sprachstil bietet die eine oder andere Überraschung. Im Großen und Ganzen ist dieser zwar recht normal, wenn es aber zur Sache geht, ist er doch sehr vulgär, was aber zu diesem Buch passt und ihm nicht schadet. Das Lesen fällt leicht und geht flüssig vonstatten.

Die Charaktere kommen einem Seite für Seite näher. Aus ihren jeweiligen Erinnerungen an die Vergangenheit bekommt man ein gutes Bild von ihnen, auch wenn man längst nicht alles erfährt. Geht ja auch nicht, es muss ja noch Stoff für die Folgebände geben. Da erfährt man dann vielleicht auch Dominiks Nachnamen – ich kann mich einfach nicht erinnern diesen irgendwo gelesen zu haben – und andere Details, die das Bild der beiden kompletter machen. Summer wirkt manchmal zwar sehr naiv, aber eigentlich ist sie das gar nicht. Dominik konnte ich während des ganzen Buches nicht so richtig einschätzen.

Die Geschichte plätschert nicht so vor sich hin, nachdem die beiden sich kennengelernt haben, sie nimmt durchaus Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Das Ende mag vielleicht ein kleiner Cliffhanger sein, aber auch nur, weil ich weiß, dass es weitergeht. Wäre dem nicht so, wäre es ein gelungener, runder Abschluss.

Ich muss zugeben, dass ich mich hin und wieder dazu hinreißen ließ, Äpfel mit Birnen, Summer mit Ana, Dominik mit Christian und „80 Days“ mit „Shades of Grey“ zu vergleichen. Die Parallelen der beiden Reihen scheinen auf den ersten Blick natürlich recht auffallend zu sein. Auf den zweiten Blick haben sie aber kaum etwas miteinander zu tun, mal abgesehen davon, dass es in beiden Fällen um eine Frau, einen Mann und eine nicht ganz alltägliche Beziehung geht. Und nach dem Lesen finde ich das auch gut so. Wer möchte schon gerne den billigen Abklatsch eines anderen Buches lesen?

Wer „80 Days – Die Farbe der Lust“ liest, weil er hofft, es wäre wie „Shades of Grey“ mit einem anderen Cover/Titel, wird sicherlich enttäuscht werden. Wer dieses Buch aber liest, um mal zu schauen, was es außer SoG noch so gibt, kann durchaus Gefallen an diesem Buch finden – so wie ich.

Mein Dank geht an den carl’s books Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

4 Herzen

SaFi

Eine Antwort to “80 Days – Die Farbe der Lust [Rezension]”

  1. Evy 16. Juni 2014 um 14:04 #

    Ich pausiere derzeit, weil mir die Handlung zu heftig und der Stil zu komisch ist. Aber vlt. sollte ich mal wieder anfangen xD

    Gefällt mir

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