See der Träume [Rezension]

17 Dez

Kim Edwards - See der Träume

Autor: Kim Edwards
Titel: See der Träume
Seitenzahl: 480
ISBN: 978-3-7466-2874-5
Verlag: atb / Aufbau Taschenbuch

Zum Inhalt:

Lucy Jarrett – 29 Jahre, in Japan lebend und arbeitslos – besucht Ihre Mutter in Ihrer Heimatstadt Lake of Dreams.

Durch Zufall entflammt ihr Interesse an der weit in die Vergangenheit reichende Familiengeschichte und ihr Tagesablauf wird bald davon bestimmt.

Aber auch andere Begegnungen und Begebenheiten halten Lucy während ihres Aufenthalts ganz schön auf Trab.

Meine Meinung:

„Handele nicht aus Zorn. Handele aus Liebe oder lass es bleiben. (S. 332)“

Ich habe damals schon „Die Tochter des Fotografen“ von Kim Edwards gelesen und war begeistert. Als ich dann diesen neuen Roman von ihr entdeckte, musste ich nicht lange überlegen und wollte ihn unbedingt lesen.

Anfangs wusste ich nicht so richtig, was ich von Lucy und ihrer „Detektiv-Arbeit“ halten soll. Der Einstieg in die Geschichte hat sich schon ein wenig gezogen. Nach und nach faszinierte mich dann aber immer mehr, was Lucy herausfand. Ich ließ mich von ihr anstecken, begleitete sie auf ihrer Suche und fieberte mit ihr mit.

Das große Familiengeheimnis scheint auf den ersten Blick gar nicht so wirklich greifbar. Doch je mehr Lucy und somit auch ich als Leserin erfahren haben, umso deutlicher wurde, was dahinter steckt. Zum Glück war aber im Endeffekt nicht immer alles so, wie es auf den ersten Blick schien.

Zudem gab es auch noch einige Nebenschauplätze – u. a. Lucys alter Freund Keegan und der Tod ihres Vaters vor ein paar Jahren – die die Geschichte abrundeten und nicht platt erscheinen ließen. Manche dieser Handlungen schienen mit dem Geheimnis in Verbindung zu stehen, andere wiederum entwickelten sich einfach.

Lucy, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, konnte ich mir Seite um Seite besser vorstellen und hatte am Ende ein ziemlich klares Bild von ihr vor Augen. Die restlichen Personen wurden mal mehr, mal weniger beschrieben. Ich habe im Großen und Ganzen das Gefühl, jeden gut genug kennen gelernt zu haben.

Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Leider gab es recht oft ein paar Längen, wenn die Landschafts-Beschreibungen für meinen Geschmack ein wenig zu gedehnt waren. Ebenfalls zu kämpfen hatte ich in diesem Buch mit dem Thema Religion, welches für das Geheimnis eine doch wichtige Rolle spielt. Dass ich mit dieser Thematik nicht so wirklich was anfangen konnte, liegt aber an mir – sie gehört zur Geschichte, passt dazu und ist wichtig.

Ein tolles Buch über eine Familie und deren Vergangenheit, aber auch über Liebe und Verrat, mit einem recht ergreifenden Ende. Für mich gut unterhaltende, mitfiebernde Lesestunden.

Vielen Dank an den Aufbau Verlag, der mir dieses Buch zur Verfügung gestellt hat.

4 Herzen

SaFi

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