80 Days – Die Farbe der Begierde [Rezension]

11 Jan

80 Days - Die Farbe der Begierde

Autor: Vina Jackson
Titel: 80 Days – Die Farbe der Begierde (Teil 2)
Seitenzahl: 400
ISBN: 978-3-570-58524-5
Verlag: carl’s books

Zum Inhalt:

Erst vor wenigen Tagen haben Summer und Dominik in New York wieder zueinander gefunden. Schon bald ist die gemeinsame Zeit im Big Apple jedoch wieder vorbei, denn Dominik muss zurück nach London. Doch früher als erwartet ergibt sich für ihn eine Möglichkeit nach New York, und somit auch zu Summer, zurückzukehren…

Meine Meinung:

Ich weiß ja nicht so recht. Während ich beim Lesen des ersten Teils „Die Farbe der Lust“ doch öfters erstaunt, verdutzt oder überrascht dreinschaute und auch mal schockiert die Augen aufriss, weil ich mit dem, was da geschrieben stand, nicht gerechnet hätte, schlich sich in diesem Teil doch ein wenig die Langeweile ein.

Natürlich ging es wieder ordentlich zur Sache, doch so „schlimm“ bzw. neu und anders wie im ersten Teil war es bei Weitem nicht. Das Autorenduo hat sich zwar die eine oder andere neue Szenerie einfallen lassen, dennoch glich vieles Szenen aus dem ersten Teil und/oder hatte für mich nicht mehr den „Überraschungseffekt“.

„Ich wollte selbst bestimmen, wie ich auf die Bühne trat, und mich nicht den voyeuristischen Bedürfnissen eines Publikums zuliebe ausziehen, zumal ich es schon immer schwierig gefunden hatte, anmutig aus einem Kleid zu schlüpfen und es elegant zur Seite zu werfen. Nein, wenn ich schon nackt auftreten sollte, dann wollte ich den Tanz auch nackt beginnen und mich nicht vor den Zuschauern entblättern. Nicht einmal für Dominik.“ (S. 117)

Lag es nun an mir? Bin ich mittlerweile „abgestumpft“? Lag es am Buch? Ist der Reiz des Neuen verflogen? Die Antwort liegt wohl irgendwo in der Mitte.

Nichtsdestotrotz hat mich dieses Buch auch gefesselt und begeistert, wenn auch leider nur zum Ende hin, als ein alter Bekannter für die dringend benötigte Abwechslung sorgte. Dieser Showdown hat dann doch so einiges wieder ausgebügelt. Im Vorfeld war zwar schon ein wenig abzusehen, dass es in etwa so kommen könnte, aber die tatsächlichen Geschehnisse waren dann doch unerwartet und überraschend – gerade in Bezug auf Summers Verhalten. Sie ging mir eigentlich schon während des ganzen Buches von Seite zu Seite immer mehr auf den Keks, mit ihrem Verhalten nach dieser Situation hat sie für mich dann aber endgültig den Vogel abgeschossen. Nun ja, vielleicht kann ich mich auch einfach nicht so in sie hineinversetzen und somit ihre Handlungen nicht in allen Punkten nachvollziehen.

„Das war Dominik, wie ich ihn am liebsten mochte, hart, grob, jede Rücksichtnahme von seiner Lust hinweggefegt.“ (S. 122)

An sich ist das Buch gut gelungen. Es besticht, wie sein Vorgänger, durch einen sehr guten Schreibstil und wechselnde Erzählperspektiven. Die Geschichte war mir aber irgendwie zu abgeschmackt. Immer dieses Hin und Her, Auf und Ab, Vor und Zurück. Wie heißt es doch so schön? Reden tut der Seele gut. Dieser Spruch spukte mir doch ab und an im Kopf rum.

Leider bleibe ich nicht ganz so begeistert zurück. Teil 3 werde ich aber dennoch lesen. Zum einen weil ich nicht gerne mitten in einer Reihe aufhöre, zum anderen weil ich dann doch auch neugierig bin. Und wer weiß – vielleicht schafft der dritte Teil ja, was dem ersten schon gelang, dem zweiten aber leider nicht.

3 Herzen

SaFi

Eine Antwort to “80 Days – Die Farbe der Begierde [Rezension]”

  1. Evy 16. Juni 2014 um 14:09 #

    Manche Wendung muss vorbereitet werden – den Leser erst langweilen, damit er sich umso mehr über den Höhepunkt am Ende freut 😛

    Gefällt mir

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