An und für Dich [Rezension]

29 Jan

An und für dich

Autor: Ella Griffin
Titel: An und für Dich
Seitenanzahl: 480
ISBN: 978-3-462-04416-4
Verlag: Kiepenheuer & Witsch (KiWi)

Zum Inhalt:

Valentinstag. Eigentlich der perfekte Anlass um von dem Mann, mit dem man seit 6 Jahren zusammen ist, einen Heiratsantrag zu bekommen, oder? Dass erhofft sich zumindest Saffy. Doch leider sieht ihr Freund Greg das nicht so, und somit kommt alles ganz anders als erwartet. Aber nicht nur für Saffy und Greg…

Meine Meinung:

Wow, in diesem Buch ist ganz schön was los.

Da sind nicht bloß Saffy (eigentlich Sadbh – aber selbst Iren sollen Probleme bei der Aussprache dieses Namens haben) und Greg, mit denen man als Leser eigentlich schon genug zu tun hätte. Nein, neben ihnen wuseln auch noch jede Menge andere Leute durch die Geschichte – Verwandte, Freunde, Arbeitskollegen und bis dato Unbekannte. Dadurch wirkte das Ganze stellenweise ein wenig überladen. Weniger wäre manchmal halt doch mehr, aber es hielt sich noch in Grenzen.

Saffy und Greg haben mit ihrer Trennung zu kämpfen, nachdem am Valentinstag nichts so gelaufen ist, wie sie sich es vorgestellt hatten. Dabei geht es doch recht chaotisch zu, und so manches Mal kamen mir doch Zweifel, ob die beiden tatsächlich schon die 30 überschritten haben.

„Er hatte für dreitausend Euro neue Klamotten gekauft, aber ihm war ja auch nichts anderes übrig geblieben. Seit fast zwei Wochen trug er dieselben Sachen, und er konnte sich nichts aus der Wohnung holen, weil die Gefahr bestand, dort auf Saffy zu treffen. Wann kam sie denn endlich mit fliegenden Fahnen zu ihm zurück, wie Lauren das vorhergesagt hatte?“ (S. 83)

Jess und Conor sind die besten Freunde von Saffy und Greg und das vermeintlich perfekte Paar. Unverheiratet zwar und mit nicht gerade viel Geld auf dem Konto, dafür sind sie aber stolze Eltern von süßen Zwillingen. Doch auch bei ihnen ist nicht alles Gold was glänzt.

Damit aber noch nicht genug. Jill (Saffys Mum), Doug (ein australischer Koch), Joe (Heißluftballonführer) und viele andere sorgen dafür, dass niemals Langeweile aufkommt – weder im Leben der Beteiligten, noch bei mir während des Lesens.

Die einzelnen Charaktere werden mal mehr, mal weniger detailliert beschrieben. Alles in allem bekommt man aber doch ein recht gutes Bild von den Akteuren. Und dieses Bild ist nicht bloß in schillernden Farben gemalt. Jeder von ihnen hat seine Macken, Fehler und Geheimnisse.

„Seitdem sie sich von Greg getrennt hatte, war ihr Leben völlig durcheinander geraten, und die letzten vierundzwanzig Stunden setzten dem Ganzen die Krone auf. Sie hatte in einem Fast-Food-Schuppen Wein getrunken. Sie hatte einen Filmriss. Sie hatte mit einem Fremden geschlafen. Und jemandem auf die Schuhe gekotzt. Was war denn nur mit ihr los? Und wann hörte das alles auf?“ (S. 122/123)

Das Lesen des Buches war für mich in etwa so, als würde ich mir einen Episoden-Film anschauen. Aber auch trotz der vielen Sprünge konnte ich der schön geschriebenen Geschichte mühelos folgen. Irgendwie waren genau diese Sprünge auch so was wie das Salz in der Suppe und haben die Geschichte ein wenig aufgepeppt. Während des Lesen machte ich mir doch häufig Gedanken, wie das bloß am Ende alles ausgehen soll. Für meinen Geschmack war es zum Schluss nicht allzu abgedroschen und gerade kitschig genug um noch schön zu sein.

Was als leichte, romantische Komödie begann, entwickelte sich nach und nach immer mehr zu einer einfühlsamen Geschichte mit unerwartet viel Tiefgang. Dies ist auch der Grund, warum ich das Buch letzten Endes so gut fand. Wäre es nicht zu diesen emotionalen Entwicklungen gekommen, hätte ich das Buch sicher schlechter bewertet.

Ein schönes Buch für angenehme Lesestunden auf der Couch und irgendwie mal ein etwas anderer, erfrischender „Frauenroman“.

4 HerzenSaFi

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