Hilf mir, Jacques Cousteau [Rezension]

14 Feb

Hilf mir, Jacques Cousteau

Autor: Gil Adamson
Titel: Hilf mir, Jacques Cousteau
Seitenzahl:
192
ISBN: 978-3-570-10072-1
Verlag:
C. Bertelsmann

Zum Inhalt:

Hazel lässt uns an ihrem etwas ungewöhnlichen Familienleben teilhaben. Der Vater experimentiert mit Vorliebe an den Stromkabeln des Hauses herum. Ihre Mutter geht auch schon mal nur mit Socken auf Partys. Der Onkel hat eine Vorliebe für Haustiere mit weißem Fell. Der Opa fährt seinen toten Hund auf dem Rücksitz seines Wagens durch die Gegend. Und was macht Hazel? Sie sittet entweder die Fische der Nachbarn oder beobachtet vom Hausdach aus oder mit dem Fernglas ihre Nachbarn.

Meine Meinung:

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so wirklich, was ich nun zu diesem Buch schreiben soll. Ich beginne mal damit: In erster Linie ist es für mich kein Roman, sondern eher eine, teils zusammenhanglose, Sammlung diverser Geschichten aus Hazels Leben. Ich habe hin und wieder ein wenig den Überblick verloren und musste mich anstrengen, die Dinge in eine zeitliche Abfolge zu bringen.

Leider konnten mich auch die Charaktere nicht so wirklich begeistern. Während zu Beginn des Buches die Schrulligkeit eines jeden Einzelnen noch erfrischend war, wurde es von Seite zu Seite doch ein wenig too much. Bei aller Liebenswürdigkeit der Eigenarten wäre weniger für mich manchmal doch mehr gewesen. Zudem gab es auch durchaus Stellen, die ich weder lustig noch liebenswert finden konnte.

„Meine Mutter weigert sich strikt, für meinen Onkel mitzukochen, und so setzen wir drei uns zu einer Mahlzeit an den Tisch, während er fluchend durchs Haus tobt. Einmal zielt er mit einem Gewehr auf mich und droht, mich zu erschießen. Ich esse mit gesenktem Kopf weiter. Meine Mutter tut, als hätte sie ihn nicht gehört, als wäre er Luft. Schließlich gibt er auf, macht sich eine Suppe, setzt sich zu uns und schlürft laut, als wäre nichts geschehen.“ (S. 25)

Insgesamt fand ich, dass das Buch so vor sich hinplätschert. Der rote Faden sind in diesem Fall die aneinandergereihten Erlebnisse, die aber keinen wirklichen Handlungsstrang ergeben. Ob das nun am Buch lag, oder an mir – ich konnte mich mit dieser Erzählweise nicht so wirklich was anfangen.

Als wirklich witzig empfand ich dieses Buch auch nicht. Natürlich kommen Zynismus und Sarkasmus nicht zu kurz. Aber so wirklich lachen konnte ich selten. Ein Schmunzeln war meist das höchste der Gefühle.

„Ich gewöhne mich allmählich an Spott. In der Schule verarschen alle alles. Gedichte lesen ist gar nicht so schlimm; wenigstens habe ich keine Riesentitten, Hochwasserhosen oder Akne. Ich bin nicht im Schachklub. Ich heiße nicht Bogdana oder Flower. Es könnte schlimmer sein.“ (S. 101)

Ich hatte mir irgendwie eine etwas tiefgründigere Geschichte gewünscht. Aber es kann auch durchaus sein, dass ich das Buch nicht richtig verstanden habe. Schade, denn ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut. Bei der Bewertung kann ich mich zwischen einem oder zwei Herzen nicht so wirklich entscheiden. Ich wähle also die Mitte und runde wohlwollend auf.

2 HerzenSaFi

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