Das Geheimnis der Monduhr [Rezension]

16 Feb

Das Geheimnis der Monduhr von Amanda Brooke

Autor: Amanda Brooke
Titel: Das Geheimnis der Monduhr
Seitenzahl:
368
ISBN: 978-3-442-47810-1
Verlag:
Goldmann

Zum Inhalt:

Holly und Tom sind glücklich verheiratet und gerade in ihr neues Haus in einem kleinen englischen Dorf gezogen. Das Glück der beiden scheint perfekt, mal abgesehen davon, dass Tom zum perfekten Glück noch ein Kind fehlt.

Im Garten ihres neuen Hauses entdecken die beiden eine alte Sonnenuhr, so nehmen sie zumindest an. Doch die Uhr folgt einem anderen Gestirn: dem Mond. Holly findet heraus, wie die Uhr funktioniert und kann auf einmal einen Blick in ihre Zukunft werfen: Sie wird tatsächlich ein Kind zur Welt bringen. Doch dieser Blick in die Zukunft offenbart nicht bloß Gutes…

Meine Meinung:

Ich liebe Zeitreiseromane, und so musste ich auch gar nicht erst lange überlegen, ob ich dem Geheimnis der Monduhr zusammen mit Holly auf den Grund gehen möchte.

Die Geschichte ist einfach nur schön, oder besser gesagt, traurig-schön. Und sie regt durchaus zum Nachdenken an. Schon der Prolog schnürte mir die Kehle zu. Und obwohl durch eben diesen Prolog schon alles verraten scheint, war es alles andere als langweilig zu lesen, wie sich die Monduhr für Holly als Segen und Fluch zugleich entpuppt.

„Sie seufzte auf, diesmal laut genug, um Tom zu wecken. Schlaftrunken drehte er sich um. >>Alles in Ordnung?<<, murmelte er benommen und fuhr plötzlich erschrocken hoch. >>Ist es so weit?<<
>>Noch nicht ganz<<, beruhigte sie ihn mit einem wehmütigen Lächeln. Ihr blieb noch ein wenig Zeit.“ (S.6/7)

Mir hat es sehr gut gefallen, wie die Zeitsprünge in die eigentliche Geschichte integriert sind. Bei anderen Zeitreiseromanen wie z. B. „Die Frau des Zeitreisenden“ (dieser Vergleich liegt auf der Hand – nicht zuletzt, weil auf dem Buch ein „Für alle Leser von Audrey Niffenegger“-Aufkleber pappt), wurde mir, obwohl mir diese Geschichte auch sehr gut gefallen hat, doch ein wenig schwindelig, wenn ich versuchte, die Geschehnisse der Zeitreisen mit denen der Gegenwart in Einklang zu bringen. In „Das Geheimnis der Monduhr“ hatte ich damit keinerlei Probleme. Es gibt zwar diese typischen Elemente, wo auf einmal etwas da ist, was vorher nicht da war, oder umgekehrt, aber in übersichtlichen Dosen.

„Obwohl das Ticken der Uhr, das den Anfang ihrer Zeitreise markiert hatte, nicht mehr zu hören war, hatte Holy das Gefühl, dass die Zeit verrann. Sie suchte verzweifelt nach einer Erklärung, aber sie hatte nur eine Chance zu verstehen, was hier geschah, oder besser gesagt, was in Zukunft geschehen könnte: Sie musste der Sache weiter auf den Grund gehen.“ (S. 142)

Hollys Zwiespalt ist sehr deutlich und gut nachvollziehbar dargestellt. Auch wenn ich natürlich weiß, dass es keine Monduhren oder andere Dinge gibt, die einem einen Blick in die Zukunft gewähren, fand ich ihre Ängste, Hoffnungen, Wünsche und Gedanken im Zusammenhang mit der Monduhr sehr real und dachte öfters: Wahrscheinlich würde ich an ihrer Stelle nicht sehr viel anders denken, handeln, fühlen. Das lag unter anderem auch daran, dass ich die Geschichte der Monduhr an sich sehr glaubwürdig konstruiert fand.

Was wäre wenn? Diese Frage habe ich mir auch schon vor diesem Buch öfters gestellt. Würde ich, wenn ich die Möglichkeit hätte meine Zukunft zu sehen, die Gelegenheit beim Schopfe packen? Ich denke immer noch darüber nach…

Ein sehr schönes Buch. Aber Achtung! Taschentücher sollten, bei Heulsusen wie mir, in Griffnähe bereitliegen.

5 HerzenSaFi

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