Crossfire. Offenbarung [Rezension]

15 Mrz

1 Buch - 2 Meinungen

Crossfire.Offenbarung

Autor: Silvia Day
Titel: Crossfire. Offenbarung
Seitenzahl: 416
ISBN: 978-3-453-54559-5
Verlag: Heyne
: 11. März 2013
Leseprobe

Der Inhalt

Schon seit ein paar Wochen sind die junge attraktive Eva und der erfolgreiche Geschäftsmann Gideon Cross ein Paar. Eva liebt seine dominante Art und findet in der Unterwerfung Geborgenheit und sexuelle Erfüllung. Noch nie konnte sie einem Mann so vertrauen. Doch dann verändert Gideon sich, er will sie immer stärker kontrollieren, und auch die alten Dämonen aus seiner Vergangenheit belasten Eva. Denn Gideon schweigt nach wie vor darüber, was ihm zugestoßen ist. Eva weiß: Ihre Beziehung hat nur eine Zukunft, wenn es keine Geheimnisse und keine Tabus zwischen ihnen gibt …

Die Story – als Fortsetzung

SaCre

Oft ist man als Leser ja bei Fortsetzungen etwas skeptisch. Vor allem, wenn das erste Buch einem gefallen hat. Kann Band 2 also die Erwartungen erfüllen?
Hier kann ich sagen: JA!
Es passiert viel, in der Beziehung von Eva und Gideon. Es gibt weiter Ups and Downs. Und manchmal habe auch ich als Leserin mich gefragt, ob das mit den beiden noch einen Sinn hat. Es gab einige unvorhergesehene Ereignisse, die ich hier natürlich nicht verraten möchte – ihr sollt ja alle selber noch Spaß beim Lesen haben. 🙂
Es wird spannend. Und es geht nicht nur um Sex.

SaFi

Als ich das Buch zuklappte, war ich im ersten Moment doch ein wenig verwirrt. Ich musste die Geschehnisse für mich erst mal einordnen und verdauen. Als mir dies dann gelungen war, wurde mir klar, dass mir dieser zweite Teil im Großen und Ganzen tatsächlich ein wenig besser gefallen hat als Teil 1.

Es geht hier nicht mehr bloß um das wilde Treiben der beiden, wobei sie genau das natürlich immer noch tun. Im Grundsatz geht es eher um die Beziehung von Eva und Gideon, oder besser gesagt: den Aufbau eben dieser. Wie können zwei so verstörte Menschen, die beide Schreckliches erlebt haben, eine normale Beziehung führen?

Wo ich grad beim Thema bin – bei Eva haben wir ja bereits im ersten Teil erfahren, was ihr zugestoßen ist. In Bezug auf Gideon gab es da ja nur Vermutungen seitens Eva. Dies ändert sich – man erfährt, was ihm zugestoßen ist. Zumindest schon mal ansatzweise. Was und wie werd ich natürlich nicht verraten. Wo kämen wir denn da hin?! 😉

Nach vielen Höhen und Tiefen nimmt die Geschichte zum Ende hin richtig Fahrt auf und verwandelt sich sogar in einen kleinen Krimi – mit einem, für mich, unerwarteten und fast erschütternden Ende.

„Wir waren zusammen, weil wir süchtig nach einander waren. Wenn wir gemeinsam glücklich waren, verspürte ich einen Rausch wie noch nie in meinem Leben, und ich wusste, dass er genauso empfand. Für diese perfekten Momente strampelten wir uns ab, und sie blieben dennoch so rar gesät, dass wir nur aus Trotz, Entschlossenheit und Liebe den Kampf um sie nicht aufgaben.“ (S. 35)

Die Hauptcharaktere

SaCre

Eva und Gideon sind weiterhin so komplex und kompliziert wie im ersten Teil. Als Leser erfahren wir nun, was Gideon in der Vergangenheit passiert ist. Zumindest teilweise – ich habe das Gefühl, da kommt noch was… 😉
Mit Evas Vergangenheit konnten wir uns im ersten Band schon auseinander setzen. Doch hier werden wir wieder voll mit in die alte Geschichte hinein gezogen.

Die Charaktere gehen – mit der ganzen Geschichte zusammen – einen Schritt weiter nach vorne. Verbunden mit Höhen und Tiefen. Aber sie arbeiten sehr an ihrer Beziehung. So, wie es auch im wahren Leben ist bzw. sein sollte.

SaFi

Eva und Gideon müssen in diesem zweiten Teil einige Kämpfe ausfechten. Sei es nun mit sich selbst, mit dem jeweils anderen oder mit Außenstehenden. Dabei drehen sich diese Kämpfe im Kern um das Thema Vertrauen. Beide verlangen vom anderen Vertrauen, sind aber gleichzeitig nicht fähig, dieses Vertrauen im gleichen Maß zurückzugeben. So entstehen natürlich Konflikte und auch die Beziehung der beiden gerät dadurch in Gefahr.

Die Entwicklung der beiden in diesem Teil hat mir gut gefallen. Sie geht nicht gradlinig nach Schema F vonstatten. Beide machen mal einen Schritt nach vorne und dann wieder zwei zurück, ständig begleitet von der Frage, ob es ihnen je gelingen wird, sich irgendwo in der Mitte zu treffen.

„Ich lehnte mich wieder zurück und wartete, während er offensichtlich mit sich kämpfte. >>Du musst doch wissen, dass du mir alles anvertrauen kannst<<, sagte ich sanft.
>>Wirklich?<< Er blickte mich durchdringend an. >>Hast du nicht dein eigenes Päckchen zu tragen? Wie viel kann ich dir zumuten, ohne dass du das Weite suchen wirst?<<“ (S. 233)

Der Schreibstil

SaCre

Der Schreibstil und die Sprache sind wie im ersten Teil: direkt, unverblümt, und beim Sex vulgär. Das passt und das gehört zu dieser Geschichte.

SaFi

Die etwas mehr als 400 Seiten flogen auch dieses Mal durch meine Finger. Sylvia Day schreibt wieder locker und leicht. In den Sexszenen geht es gewohnt detailliert und auch versaut und vulgär zur Sache. Wer schon nicht gerne „normale“ Sex-Szenen liest, wird hieran sicherlich Anstoß nehmen.

Der Sex

SaCre

Der Sex ist spielt hier genauso eine Rolle, wie in Teil 1. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass es hier noch öfter zum Sex kam. Er wird hier – meiner Meinung nach – auch immer öfter als „therapeutisches“ Mittel, nach Streit usw. eingesetzt. Die Lust, die Eva und Gideon aufeinander haben, und das Verlangen nach dem Körper des anderen und der sexuellen Befriedigung, ist schier unbändig.
In ein oder zwei Situationen hätte ich mich an Evas Stelle allerdings erniedrigt gefühlt. Sie und Gideon haben Streit, er beachtet sie überhaupt gar nicht, doch sie verpasst ihm erst mal einen Blow-Job, da sie sich dadurch auch besser fühlt. Nun ja, davon kann man als Leserin halten, was man will. Meinem Verhalten entspricht das nicht. 🙂

SaFi

Ohne Sex geht’s bei Eva und Gideon ja nun mal nicht. Für sie ist die körperliche Vereinigung, in welcher Art und Form auch immer, der beste Weg zu zeigen, dass alles ok ist. Bzw. wird der Sex dazu genutzt, dass nach Problemen und Streits wieder alles ins Lot kommt. Davon kann man als „Normalsterblicher“ nun halten was man will, bei den beiden ist das aber halt so.

In diesem zweiten Teil der Trilogie geht es auch wieder ordentlich zur Sache. Für mein Empfinden aber deutlich weniger als noch in Teil 1. Was aber vor allem an der Entwicklung der Story liegt.

„Ich konnte ihm zwar immer und immer wieder sagen, dass ich ihn liebte, und zweifellos berührte es ihn auch, wenn ich es tat, aber dennoch benötigte er diese absolute körperliche Hingabe – ein Vertrauensbeweis, dessen besonderer Wert ihm bewusst war, da er meine Vorgeschichte kannte -, um restlos überzeugt zu sein.“ (S. 129/130)

Die Bewertung

SaCre

Eine Fortsetzung, die ich gerne gelesen habe und die mir gefallen hat. Ich habe das Buch kaum aus der Hand gelegt. Und ich bin sehr gespannt auf den Abschluss dieser Reihe.

4 Herzen

SaFi

Da ich im Vergleich zu Teil 1 ein wenig mehr begeistert war, was Charaktere und Story angeht, bleibt mir nichts anderes übrig, als diesem Teil die volle Punktzahl zu geben (Teil 1 hat vier Herzen von mir erhalten).

Ich freue mich auf den abschließenden Teil dieser Trilogie und bin vor allem gespannt darauf, noch mehr von Gideons erschütternden und schockierenden Erlebnissen zu erfahren.

5 Herzen

Eine Antwort to “Crossfire. Offenbarung [Rezension]”

  1. Evy 16. Juni 2014 um 13:56 #

    Bei 50 Shades wurde mehr gesexelt, hier weniger. Kllingt gut!

    Gefällt mir

Kommentare? Immer her damit! :-)

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