Beautiful Disaster [Rezension]

16 Apr
Beautiful Disaster
 
Autor: Jamie McGuire
Titel: Beautiful Disaster
Seitenzahl: 464
ISBN: 978-3-492-30334-7
Verlag: Piper
Veröffentlichung: 16. April 2013
Leseprobe
 
 

Zum Inhalt:

Travis Maddox – Unverschämt gut aussehender, tätowierter Frauenheld mit Bad Boy-Image. Klar, dass alle Mädels der Eastern University hinter ihm her sind. Alle, bis auf Abby – zumindest bis zu jenem Augenblick, als sich die beiden das erste Mal begegnen.

Von diesem Moment an ist nichts mehr, wie es mal war…

„Ein paar schwarzer Stiefel trat vor mich und lenkte meine Aufmerksamkeit Richtung Boden. Dann wanderte mein Blick an ihnen hinauf. Blutbefleckte Jeans, deutlich herausgearbeitete Bauchmuskeln, eine nackte, tätowierte, schweißüberströmte Brust und schließlich ein Paar warmer, brauner Augen.“ (S. 11)

Meine Meinung:

Die Geschichte an sich lässt sich zügig und gut lesen. Die Autorin hat mit der gewählten Sprache gut den Ton von jungen Erwachsenen getroffen.

Als Leserin stand ich anfangs noch schnell auf der Seite von Abby. Sie lässt sich nicht sofort von Travis um den kleinen Finger wickeln. Und dass, obwohl man doch recht schnell merkt, dass sie sehr wohl Interesse an ihm hat. Wie könnte sie auch nicht? 😉 Die Autorin hat sich wirklich die größte Mühe gegeben, Travis so „lecker“ wie nur irgend möglich rüberkommen zu lassen. Das hat sehr gut funktioniert – bei Abby und auch bei mir. In meinem Kopf nahm Travis sehr reale Konturen an. Aber auch nur er. Die anderen Protagonisten verblassten im Gegensatz zu ihm fast ein wenig.

„Travis schenkte mir sein vermutlich charmantestes Lächeln. Er strahlte Sex und Rebellion aus mit seinen widerspenstigen braunen Haaren und den tätowierten Unterarmen. Ich verdrehte bei diesem Versuch, mich zu ködern, nur die Augen.“ (S. 14/15)

Leider hat die Geschichte für mich schnell an Reiz verloren. Anfänglich fand ich das Hin und Her und Abbys Art, sich gegen Travis zu behaupten noch ganz gut lesbar, unterhaltsam und nachvollziehbar. Ab einem gewissen Punkt nervte mich aber vor allem Abby. Mit ihrer Art und Weise, sich selbst und anderen das Leben schwer zu machen, hat sie für mich mehrmals den Bogen überspannt und wurde mir von Seite zu Seite unsympathischer. Travis hingegen wollte ich manchmal nur zu gerne in den Arm nehmen und trösten – obwohl er sich das ein oder andere Mal schon ordentlich daneben benimmt. Aber Abby macht es ihm nun wirklich nicht leicht.

„Mein Plan, Unwissenheit vorzutäuschen, war grandios gescheitert. Ich konnte nicht mehr die Gleichgültige spielen, nachdem er alle Karten auf den Tisch gelegt hatte. Seit wir uns begegnet waren, hatte sich in jedem von uns etwas verändert. Und was immer das sein mochte, es bewirkte, dass wir einander brauchten. Aus mir unbekannten Gründen war ich seine Ausnahme, und so sehr ich auch gegen meine Gefühle angekämpft hatte, er war meine.“ (S. 230)

Die Hintergründe, die sich im Laufe des Buches auftun, fand ich, ebenso wie das Ende, ziemlich überzogen und fast schon lachhaft. Ich werde hier natürlich nichts verraten, aber hätte das Buch einige Seiten früher geendet, hätte ich damit sehr gut leben können. So haben die letzten Seiten noch dazu beigetragen, meinen ohnehin schon nicht sehr positiven Eindruck von diesem Buch noch zu verstärken.

Insgesamt war ich von „Beautiful Disaster“ doch ziemlich enttäuscht. Von der ominösen Wette, die auf dem Buchrücken angesprochen wird, hatte mir mehr und vor allem etwas anderes erhofft. Mit den Protagonisten, allen voran Abby, wurde ich nicht wirklich warm. Die Geschichte hat mich ab einem gewissen Zeitpunkt eigentlich nur noch genervt.

Ich würde dieses Buch Leserinnen im volljährigen Teenageralter empfehlen. Dies ist auch in etwa die Altersspanne von Abby, Travis und Co.

Ich starrte angewidert auf die Couch. >>Sie ist die Tochter von jemandem, Travis. Was würdest du sagen, wenn irgendwann mal jemand so mit deiner Tochter umginge?<< >>Meine Tochter sollte ihren Slip besser nicht für so einen Idioten wie mich fallen lassen, um es mal so auszudrücken.<< (S. 50)

2 Herzen

SaFi

 

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