Ziemlich beste Freundinnen {Rezension}

19 Apr

Astrid Rupper - Ziemlich beste Freundinnen_1

Autor: Astrid Ruppert
Titel: Ziemlich beste Freundinnen
Seitenzahl:
 320
ISBN: 9783547711936
Verlag:
 Ullstein
Veröffentlichung: 08. März 2013
Leseprobe

Zum Inhalt:

„>>Auf Dauer kann ich mit morgendlicher Logorrhö nicht gut umgehen.<<
>>Was ist das denn?<< Jacqueline hatte wieder die blaue Wimperntusche aufgelegt, wahrscheinlich, um Theo zu beeindrucken, und schaute sie mit großen Augen unter blauen Fächern an.
>>Wortdurchfall.<<
Jacqueline stutzte einen Moment. Dann verstand sie.“ (Seite 85)

Jacqueline und Konstanze – zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten.
Jacqueline hat 3 Kinder von verschiedenen Männern, on/off Beziehungen, mehrere Minijobs und keine abgeschlossene Berufsausbildung. Sie hat blondierte Haare, mag buntes und grelles Make-Up mit passender Kleidung und improvisiert sich durch das Leben.
Die rastlose Konstanze ist ebenfalls Mutter, aber verheiratet. Sie ist Herzchirurgin und hat ihr Leben und ihre Familie, mit allem was dazu gehört, fest im Griff.

Beide landen nach Bandscheibenproblemen und Beinbruch in der Reha-Klinik. Und da kein Einzelzimmer für die Privatpatientin Konstanze frei ist, müssen beide sich ein Zimmer teilen.
Dies ist natürlich eine hochexplosive Sache. Die Lebenseinstellungen der beiden Damen führen zu jeder Menge Diskussionen. Konstanze, deren Welt perfekt scheint, hat Probleme mit Jacquelines Art und Lebensweise klar zu kommen.

Astrid Ruppert - Ziemlich beste Freundinnen_2Meine Meinung:

Zwei so unterschiedliche Charaktere, die zusammen in ein Zimmer gesteckt werden. Das versprach jede Menge Zündstoff! Doch der Aufprall der beiden Welten fiel sanfter auf, als erwartet.

Zuerst einmal werden wir als Leser mitgenommen und die scheinbar so perfekte Welt von Konstanze. Ihr Job, ihre Familie, ihr Haus, ihr Leben. Bis zu ihrem Unfall. Danach geht die Reise sofort in die chaotische Welt von Jacqueline, die sich mit 3 Kindern und ohne festen Job durch das Leben schlägt. Und dann sind wir auch schon in der Reha-Klinik.

Hier erfahren wir, dass in Konstanzes Welt doch nicht alles so schillernd ist, wie es scheint. Und auch wenn man hinter die Kulissen in Jacquelines Welt schaut, lernt man, dass man schnell Vorurteile gebildet hat, die so nicht ganz bestätigt werden.

Auch die anderen Personen, die in der Story auftauchen, haben jeweils ihr Päckchen zu tragen. Es sind völlig unterschiedliche Charaktere, die sich hier zusammen tun, zwischen denen sich Freundschaften entwickeln.

Der von mir erwartete Wortwitz und ein gut geführter Schlagabtausch – das habe ich in der Geschichte leider etwas vermisst. Das Buch liest sich gut und ist eine leichte Unterhaltung, in der es um Probleme der heutigen Zeit geht. Auf der einen Seite die toughe Karrierefrau, die versucht, Familie und Job unter einen Hut zu bringen. Und auf der anderen Seite eine junge Dame, die versucht, mit den ihr vorhandenen Mitteln über die Runden zu kommen.

„Er zog noch ein ganz klein wenig, so dass es plötzlich für Konstanze das Natürlichste der Welt war, sich einfach an ihn zu lehnen. Sich an ihn zu lehnen und die Augen zu schließen und sich aufgehoben zu fühlen. Beinahe kamen Konstanze die Tränen, sie wusste auch nicht, warum plötzlich so eine Rührung in ihr aufstieg, wie albern das war. Aber es tat gut, sich anzulehnen.“ (Seite 165)

Ich bedanke mich beim Team des Ullstein Verlages für das Rezensionsexemplar.

3 Herzen

SaCre

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