Flamingos im Schnee [Rezension]

21 Apr
Flamingos im Schnee von Wendy Wunder
 
Autor: Wendy Wunder
Titel: Flamingos im Schnee
Seitenzahl: 352
ISBN: 978-3-442-31323-5
Verlag: Goldmann
Veröffentlichung: 11. März 2013
Leseprobe
 

Zum Inhalt:

Campbell Cooper wird ihren 18. Geburtstag wohl nicht mehr erleben – sie ist unheilbar an Krebs erkrankt. An Wunder glaubt sie nicht, ihre Mutter Alicia schon. Und als diese von Promise, einer Stadt in Maine, in der alles möglich sein soll, hört, fahren Campbell, ihre kleine Schwester Perry und ihre Mutter mit ihrem halben Hausstand dorthin.

Und tatsächlich scheint in Promise fast alles möglich zu sein…

Meine Meinung:

>>In diesem Roman geht es um das Leben und was es heißt, es voll auszukosten. Und darum, immer Hoffnung zu bewahren, trotz aller Widrigkeiten.<< Wendy Wunder (Buchrücken)

Wenn Rezensionen bloß aus einem Satz bestehen würden, müsste ich nun nicht mehr weiter schreiben. Denn dieser Satz trifft den Inhalt und die Aussage des Buches meiner Meinung nach wie der sprichwörtliche Nagel auf den Kopf.

Campbell hat ihre ganz eigene Art und Weise mit ihrer schlimmen Krankheit klarzukommen: Sarkasmus und Ironie. Und genau deshalb bin ich anfangs auch nicht so wirklich warm mit ihr geworden. Auf der einen Seite gefiel mir ihre Art zwar, die sicherlich so eine Art Schutzmechanismus darstellen soll, auf der anderen Seite fehlten mir dadurch aber ein wenig Emotionen. Mit der Zeit habe ich Campbell aber immer besser verstehen gelernt. Ab einem gewissen Zeitpunkt, den ich nicht mal genau benennen kann, habe ich Campbell dann richtig ins Herz geschlossen. Zusammen mit ihr ging ich dann noch einen Schritt weiter und öffnete mich zusammen mit ihr der wundersamen Welt von Promise.

>>Campbell, du musst mir glauben<<, sagte Alicia, um Beherrschung bemüht. >>Ich werde dich nicht sterben lassen.<<
>>Das ist sehr beruhigend, Mom. Wirklich. Ich glaube dir. Jetzt muss ich ein Nickerchen machen.<<
Als Cam ihre Mutter umarmte und dann auf ihr Zimmer ging, wurde ihr bewusst, dass sie den Rest ihres kurzen Lebens damit zubringen würde, andere zu trösten und aufzumuntern, weil sie bald sterben würde. (S. 36)

Wendy Wunder hat eine tolle Mischung aus leisen, nachdenklichen und fröhlichen, lebensbejahenden Worten zu Papier gebracht. Ihre Beschreibungen von Promise, angefangen mit dem eigentümlichen Weg um dorthin zu gelangen, haben vor meinem inneren Auge eine real wirkende Stadt entstehen lassen. Und Seite für Seite habe auch ich angefangen zu glauben, dass in Promise fast alles möglich ist – man muss sich nur darauf einlassen können und wollen. Das gilt sowohl für Campbell und ihre Familie vor Ort, wie auch für den Leser des Buches.

>>Glaubst du an Wunder, Nana?<<, fragte Cam.                  >>Es kommt nicht darauf an, was ich glaube, oder? Im Moment, Campbell, kommt es nur darauf an, was du glaubst.<< (S. 96)

In diesem Buch belgeiten wir Campbell auf einer ungewöhnlichen Reise. Damit ist nun aber nicht nur die Reise nach Promise gemeint. Vielmehr ist es eine Reise, die im Innern von Cam stattfindet.

Für mich war es das erste Buch, welches ich zum Thema Krebserkrankungen bei Jugendlichen gelesen habe. Ich finde, dass es der Autorin gut gelungen ist, dieses schwere Thema in ein leichtes und trotzdem passendes Gewand zu kleiden.

4 HerzenSaFi

 
 
 

Eine Antwort to “Flamingos im Schnee [Rezension]”

Trackbacks/Pingbacks

  1. (Rezension) Flamingos im Schnee von Wendy Wunder | Bücherphilosophin. - 27. Februar 2014

    […] Bookwives […]

    Gefällt mir

Kommentare? Immer her damit! :-)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: