Wer ins kalte Wasser springt, muss sich warm anziehen {Rezension}

15 Jul

Wer ins kalte Wasser springtAutor: Julia Bähr & Christian Böhm
Titel:
 Wer ins kalte Wasser springt, muss sich warm anziehen
Seitenzahl: 352
ISBN:
 978-3-442-38024-4
Verlag: Blanvalet
Veröffentlichung: 15. Juli 2013
Leseprobe

„Ja, ich bin romantisch, und deshalb wünsche ich mir, dass der Mann meines Herzens mir einen Heiratsantrag macht. Mit Ring und Rosen, Pomp and Circumstance. In jedem dummen Hollywoodschinken wird vorgeturnt, wie das geht – aber Mark bekommt es nicht auf die Reihe. Vielleicht will er auch einfach nicht heiraten. Noch schlimmer: >>Vielleicht will er MICH nicht heiraten!<< Uuups, das habe ich laut gesagt.“ (Seite 12)

Luisa und Marc sind schon längere Zeit ein Paar. Luisa wartet sehnsüchtig auf den Heiratsantrag, doch ihr Liebster lässt sich ganz schön Zeit. Schließlich schafft er es doch noch.
Die Vorbereitungen laufen, die Vorfreude sollte steigen. Doch plötzlich taucht Franziska, Marcs Ex, auf. Sein bester Freund Barnie ist überzeugter Single und findet, dass heiraten überbewertet wird. Luisa erhält ein Jobangebot für Paris. Und ihre Eltern sind der Meinung, dass ihre Tochter einen viel besseren Mann verdient hat und präsentieren natürlich ihre Lösung. So nimmt das Chaos seinen Lauf…

„Luisa ist geradlinig und unkapriziös. Ihre Lieblingsfarben sind Schwarz und Weiß, was sich auch in ihrem Kleiderschrank widerspiegelt. Wäre sie eine Immobilie, wäre sie bestimmt keine Barockkirchen, sondern eher Bauhaus. Als Stadt wäre sie nichts Mittelalterliches, eher Tel Aviv. Hochzeitsreise nach Tel Aviv hätte was. Bloß nicht auf die Malediven. Typisch ich: Ich weiß noch gar nicht, in welcher Form es mit uns weitergeht, und trotzdem denke ich schon über unsere Hochzeitsreise nach.“ (Seite 21)

Luisa und Marc. Ein normales Paar mit normalen Problemen. Hach, wie gut ich das doch stellenweise nachvollziehen konnte. 🙂
Die beiden lieben sich. Gar keine Frage. Aber zwischen ihnen steht das, was generell zwischen den beiden Geschlechtern steht und für Probleme und Missverständnisse sorgt: KOMMUNIKATION!
Von Anfang an kann man als Leser feststellen, dass die beiden ein gutes Paar abgeben. Sie passen zueinander und harmonisieren miteinander. Beide fühlen das Gleich – doch ihre Handlungen sind typisch Mann und typisch Frau.

So wird es schon ein größerer Akt, bis Marc schließlich die Frage aller Fragen stellt. Und das, obwohl er es schon länger geplant hat. Doch irgendwie war wohl nie der richtige Zeitpunkt. Aber gibt es DEN ultimativen Zeitpunkt überhaupt?
Schließlich ist die Hochzeit auch das Hauptthema. Doch dahin ist es ein langer Weg. Und dieser zieht sich leider stellenweise etwas zäh durch das Buch, auch wenn viel passiert und die Geschichte ständig in Bewegung ist.

„Deshalb habe ich mir fest vorgenommen, mit dem Geheule bis nach der Kirche zu warten. Mark soll keine Frau heiraten müssen, die aussieht wie die Berliner Gedächtniskirche.“ (Seite 311)

Die Kapitel sind abwechselnd aus Luisas und Marcs Sicht geschrieben. Und tatsächlich wurden diese Kapitel von einer Autorin und einem Autor verfasst. Das finde ich gut. Hier steckt richtig viel Potenzial drin. Das wurde aber leider durch den sich etwas in die Länge ziehenden Mittelteil nicht voll ausgeschöpft.

Den Anfang der Geschichte fand ich witzig. Das Ende ist dann ein Finale Furioso! Dass noch einmal so viel passiert, habe ich schon nicht mehr geglaubt. Hier wurde ich wirklich noch einmal positiv überrascht. Endlich waren alle Hindernisse in Form von Marcs Ex-Freundin, einem besseren Schwiegersohn für Julias Eltern und dem Vater werdenden Barney überwunden. Da sollte doch auf der Hochzeit alles glatt laufen. Denkste! Hier habe ich mich noch einmal köstlich amüsiert.

„Luisas Frisur ist nicht nur zerrupft, sondern zerstört. Ihr Kleid über und über mit Schokolade verschmiert. >>Der schönste Tag im Leben<<, klagt sie und fängt an zu weinen, Aber nur Sekunden später geht das Geschluchze in ein unkontrolliertes Lachen über.“ (Seite 334)

Hätte das Buch nur aus Anfang- und Endteil bestanden, hätte es von mir ein Herz mehr bekommen. Der Mittelteil zog sich für mich etwas zu lange hin. Ansonsten ist die Geschichte aber locker-leichte Unterhaltung. Daher gibt es von mir hier 3 Herzen.

3 Herzen

SaCre

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