Dark Village 01 – Das Böse vergisst nie – BENEDICTE [Rezension]

15 Aug
Dark Village 1 ohne RandTitel: Dark Village 01 – Das Böse vergisst nie
Autor: Kjetil Johnsen
Seitenzahl: 272
ISBN: 978-3-649-61578-1
Verlag: Coppenrath Verlag
Veröffentlichung: Juli 2013
Empfohlenes Lesealter: Ab 14 Jahren
Leseprobe

Zum Inhalt aus Benedictes Sicht:

Mein Name ist Benedicte. Ich bin ziemlich hübsch. Das braucht mir aber keiner zu sagen, denn ich bin mir dessen bewusst. Und ich weiß auch genau, welche Wirkung ich auf die Jungs habe. Meine Familie ist ganz schön daneben. Meine Mutter ist völlig durch den Wind, weil sie andauernd die Tabletten schluckt, die mein Vater verkauft. Und zu allem Überfluss hat er wohl auch noch eine Affäre… Es ist schon nicht leicht, ich zu sein – aber zum Glück bin ich ja hübsch.

Zusammen mit meinen drei besten Freundinnen Vilde, Trine und Nora bin ich vor kurzem in die zehnte Klasse gekommen. Obwohl wir alle total unterschiedlich sind, gehen wir seit unseren Kindertagen durch dick und dünn, sind unzertrennlich. Doch dieses Jahr ändert sich etwas zwischen uns. Unsere Freundschaft wird auf die Probe gestellt. Schon alleine, weil da plötzlich dieser Nick in unserer Schule aufgetaucht ist – er ist der Neue in unserer Klasse. Ich finde ihn total süß. Nora aber anscheinend auch. Aber die besseren Chancen hab eh ich. Denn ich bin viel hübscher als Nora. Und auch hübscher als die anderen Mädchen an unserer Schule. Ich werde ihn sicher um den kleinen Finger wickeln können. Genauso wie all die Jungs vorher auch. Und vielleicht verliebe ich mich ja auch zum ersten Mal in meinem Leben.

Aber Nick ist nicht der Einzige, der für Trouble sorgt. Da ist auch noch unsere neue, doofe Lehrerin Synnøve Viksveen. Am Anfang fanden wir sie alle noch total cool. Aber dann haben wir gemerkt, dass die uns Mädchen aus der Klasse alle voll auf dem Kieker hat. Zu den Jungs ist sie immer voll nett – zu nett, wie wir finden. Und als sie dann auch noch Nora vor allen fertig gemacht hat, haben wir beschlossen, ihr einen Streich zu spielen. Dabei haben wir dann eine interessante Entdeckung gemacht. Die Viksveen hat einen Lover. Wir wissen nur leider nicht, wer er ist.

Wir leben alle in einem ruhigen Kaff, in dem so gut wie nichts los ist. Das wird sich aber ganz bald ändern, denn was wir alle nicht wissen: Eine aus unserer Vierer-Clique hat nur noch 20 Tage zu leben. Eine von uns wird umgebracht. Von jemandem, den sie kennt. Eine von uns wird tot, in Folie eingewickelt, im See treiben.

Werde ich diejenige sein, die sterben wird?

Dark Village 01 - Das Böse vergisst nie - Kjetil Johnsen

Dark Village 01 – Das Böse vergisst nie – Kjetil Johnsen

Meine Meinung:

Kjetil Johnsen hält sich nicht mit langen Vorreden auf. Nach wenigen Seiten taucht die noch unbekannte Leiche auf und anschließend verbringt man als Leser die nächsten acht Tage mit Vilde, Trine, Nora, Benedicte und den anderen.

„Alle sahen Nora an. So endete es eigentlich jedes Mal: Vilde, Benedicte und Trine warteten auf Noras Zustimmung. Undenkbar, dass sie etwas ohne Nora entschieden. Die vier hatten schon immer zusammengehalten. Immer.“ (Seite 19)

Während dieser Zeit erhält man einen guten ersten Einblick von den Charakteren und ihrem Seelenleben. Man lernt man die vier Freundinnen und ihre Familiensituationen kennen. Jedes der Mädchen hat ihr eigenes kleines Päckchen zu tragen, ist aus unterschiedlichen Gründen mit irgendwas nicht zufrieden. Die Charaktere werden von allen Seiten ein wenig beleuchtet. Jede macht sich ihre Gedanken über sich selbst und die anderen der Clique.

Im Verlauf des Buches kann man gut erkennen, wie Heimlichtuereien, Schwärmereien und andere Dinge dafür sorgen können, dass selbst das Fundament einer so tief verwurzelten Freundschaft, wie die der vier Freundinnen, Risse bekommen kann. Nach und nach hat jedes der Mädchen mehr oder weniger ein Geheimnis vor den anderen. Zwei teilen sich sogar das gleiche Geheimnis. Und das bleibt nicht ohne Folgen für die Freundschaft.

„Er arbeitet weiter. Er ist gerne gründlich. Er schießt Fotos von der Toten. Erst die Standardaufnahmen, die offiziellen, die seinem Bericht angefügt werden. Dann noch ein paar, gerade wie es ihm in den Kopf kommt. Für sein eigenes Archiv.“ (Seite 138)

Das Buch schneidet viel an, ohne wirklich was zu erklären, oder gar preiszugeben. Es gibt viele Sichtweisen auf das Geschehen. Nicht bloß durch die vier Freundinnen, sondern auch noch durch andere Personen, die im weiteren Verlauf durchaus ein wichtig Rolle einnehmen könnten. Zwischendurch gibt es auch immer mal wieder Passagen, wo gar nicht erkennbar ist, wessen Gedanken oder Taten das gerade sind.

Stellenweise wirkt dieses Konzept ein wenig wirsch, kommt zu hektisch rüber. Aber genau das macht diesen ersten Teil der Thriller-Soap auch irgendwie aus. Es gibt keine Durchhänger, das Tempo wird stets hochgehalten und nur selten beschäftigt sich der Autor mehr als fünf Seiten mit dem gleichen Darsteller.

Antworten bekommt man in „Das Böse vergisst nie“ nicht serviert. Dafür aber jede Menge Fragen, auf deren Klärung ich nun gespannt bin.

„Jeder dachte nur an sich. Dann war es am Ende auch egal, wenn ihre Freundschaft in die Brüche ging, schoss es Nora zum ersten Mal durch den Kopf.“ (Seite 255)

Komplett überzeugen konnte mich dieser erste Teil nicht, als Einstieg in die Reihe fand ich ihn im Großen und Ganzen aber gut gelungen. Er macht definitiv Lust auf mehr und vor allem macht er natürlich neugierig auf die restlichen 12 Tage. So neugierig, dass es mir schwer fällt, auf die Folgebände warten zu müssen. Denn ich würde am liebst sofort wissen, wer da tot im See treibt. 😉

3,5SaFi

Dark Village 01 – Das Böse vergisst nie

Im Rahmen einer kleinen Blogtour wir euch das Buch an vier Tagen aus der Sichtweise der vier Freundinnen vorgestellt. Hier alle Rezensionen im Überblick:

Vilde – Bookwives
Nora – Textverliebt.
Trine – Frau Hauptsachebunt
Benedicte – Bookwives

Und morgen haben wir dann noch ein kleines Gewinnspiel für euch. Enjoy! 🙂

Kommentare? Immer her damit! :-)

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