{Rezension} Limetten retten in Sydney | Dany R. Wood

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Autor: Dany R. Wood
Titel: Limetten retten in Sydney
Seitenzahl: 406
ISBN: 978-3-00-042014-6
Verlag: arturo
Veröffentlichung: 01. Juli 2013
Leseprobe

„Hier ging es also darum, ein Revier zu verteidigen! Tina hatte bereits in den ersten Minuten des Speeddatings mal wieder kräftig danebengegriffen. Da stand sie nun mit einem halbleeren Glas Sekt, einer Handvoll Salzstangen, null Geld in der Tasche und in einem geliehenen Kleid. Und der einzige Typ, den sie scharf fand, war der Mann der Veranstalterin.
Wie sollte dieser Abend noch zu retten sein?“ (Seite 37)

Tina ist Ende 30, etwas moppelig und Single. Und neuerdings auch Arbeitslos.
Stefan ist Mitte 30 und befindet sich in einer allumfassenden Midlife-Crises: finanziell, sexuell und auch beruflich.
Johannes ist 34 Jahre alt und von Berufs wegen IT-Mensch. Bei einigen weltlichen Dingen ist er aber unbedarft – er hat es bisher noch nicht geschafft, eine Freundin zu finden geschweige denn Geschlechtsverkehr zu haben.
Diese drei haben eins gemeinsam: Dr. Weber – ihren etwas verschrobenen Psychiater. Der ist es schließlich, der sie zusammenführt: auf seine Empfehlung hin nehmen sie alle an einer Speeddating-Veranstaltung bei Kylie und ihrem australischen Ehemann Bob teil.
Am Ende des Datings wird für 4 Teilnehmer eine 4-wöchige Reise nach Sydney verlost. Und so kommt es, dass Tina, Stefan und Johannes sich Anfang Dezember mit Kylie in einem Flieger Richtung Australien wiederfinden. Die 4. Kandidatin ist aufgrund eines dummen Ereignisses eine Person, die zu einem der drei ein ganz spezielles Verhältnis hat…

Kylie hat diesen ganzen Aufwand nicht ohne Hintergedanken betrieben. Sie möchte nach der Reise ein Buch über das erfolgreiche Verkuppeln schreiben und so den Bekanntheitsgrad ihres Unternehmens erhöhen.
Das Heim für sie alle ist ein gemietetes Haus in der Oakley Road, am weltberühmten Bondi-Beach. Bob ist schon einige Tage vorher geflogen, um alles perfekt vorzubereiten. Alles ist perfekt geplant und organisiert. Doch von Beginn an läuft überhaupt nichts, wie es sollte. Und die hochexplosive Gruppenzusammenstellung tut ihr übriges dazu…

„Als Stefan wieder neben dem Polizisten im Wagen sitzt, wirft er einen kurzen Blick in den Rückspiegel, um genauer zu begutachten, was ihm seine Mutter eben für eine Kette um den Hals gehängt hatte. Ihn trifft der Schlag! Er kann nicht glauben, dass dies ihr Ernst war: in fünf großen Goldbuchstaben steht über seinem Brusthaar: >>M-U-M-M-Y<<.“ (Seite 279)

Die Leseprobe und die vielen sehr positiven Bewertungen auf amazon haben mich auf das Buch aufmerksam und neugierig gemacht. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Von der ersten Seite an ist man als Leser mittendrin im Leben der Singles und kann herzlich schmunzeln. Personen, die aus dem Leben gegriffen sind, und mit denen man sofort etwas anfangen kann.
Locker, leicht und mit vielen Alltagssituationen, in denen man sich als Leser sehr gut wiederfinden kann. Teilweise sind diese Situationen etwas überzogen, was aber natürlich zu solch einer Geschichte dazu gehört.

Es gibt viel zu schmunzeln und zu lachen. Der Gruppe, die in der Tat eine sehr seltsame Zusammenstellung darstellt, passiert wirklich so einiges.
Der Autor hat, während er das Buch geschrieben hat, tatsächlich einige Monate in Sydney verbracht. Und das merkt man als Leser. Obwohl ich noch nie dort war, kann ich mir durch seine Beschreibungen alles sehr gut vorstellen. Dabei hat Dany R. Wood auch noch viele Tipps für Lokale uns Ausflugsziele gegeben, die es sich für später zu markieren lohnt. :)

All das macht die Geschichte zu einer witzigen und unterhaltsamen Lektüre, nicht nur für den Urlaub, sondern auch für entspanntes Lesen zuhause. Gerne mehr davon! :)

„>>Da ist nur noch eines, was ich dir sagen muss…<<, sagt sie zu ihm und Jack schaut sie erwartungsvoll an.
>>Ich wollte damit eigentlich warten, aber ich muss es dir einfach jetzt sagen.<<

Und Jack ahnt, was jetzt kommt, von einer Enddreißigerin, deren biologische Uhr laut tickte…
>>Bitte setz dich beim Pinkel hin, das ekelt mit total an!<<“ (Seite 388)

4

SaCre

2 Comments on “{Rezension} Limetten retten in Sydney | Dany R. Wood

  1. Pingback: Jahresrückblick 2013 | Dein Buchjahr in 30 Fragen | Bookwives

  2. Hey Sabrina,

    durch diese Rezension habe ich deinen Blog gefunden. Da ich jenes Buch gerade selbst rezensiert habe, würde ich dich gerne zu meiner Rezension dazu verlinken.

    Besonders interessant dabei finde ich, das wir unterschiedlicher Meinung sind. Ich kennen „Zitronen klonen in Barcelona“ und hatte mit ihm mein volles Vergnügen, aber der erste Teil der Reihe ging für mich überhaupt nicht. Einzig das Flair von Sydney war zu spüren.

    Liebe Grüße

    Anja

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