[Rezension] Eden und Orion – Lichtjahre zu dir | Helen Douglas

3 Sep

1 Buch - 2 Meinungen

Artikelbild - Eden und Orion 3

Eden und Orion: Lichtjahre zu dir – Helen Douglas

Titel: Eden und Orion – Lichtjahre zu dir
Autor: Helen Douglas

Seitenzahl: 272
ISBN: 978-3-7373-6486-7
Verlag: FISCHER Sauerländer
Empfohlenes Lesealter: Ab 12 Jahren
Veröffentlichung: 22. August 2013
Leseprobe

Zum Inhalt:

Als der gut aussehende Ryan an ihrer Schule auftaucht, verliebt Eden sich Hals über Kopf in den Neuen. Auf den ersten Blick scheint Ryan ein ganz normaler amerikanischer Teenager zu sein. Aber wieso kennt er dann keine Pizza und hat noch nie von Gandhi oder Mandela gehört? Und warum interessiert er sich so brennend für sie? Eines Tages findet Eden ein Buch in Ryans Zimmer, dessen Inhalt eine ferne Zukunft vorwegnimmt. Eden versucht fieberhaft, das Geheimnis zu lüften. Sie entdeckt, dass Ryan eine unglaublich wichtige Mission erfüllen muss … und sie vielleicht seine einzige Chance zerstört hat. (© FISCHER Sauerländer)

Meinung – SaCre:

Der Einstieg in die Geschichte fällt dem Leser leicht. Man lernt Eden zunächst einmal gut kennen. Sie ist ein „normaler“ Teenager, könnte unsere Nachbarin sein. Sie ist unkompliziert, praktisch veranlagt, vernünftig, eine gute Schülerin, hat Freunde, die aber nicht zur High Society der Schule zählen. Das ist ihr auch nicht wichtig. Sie könnte eine Freundin von mir sein.
Als Ryan an die Schule kommt, findet Eden sein Verhalten genauso merkwürdig, wie ich es tat. Die Autorin Helen Douglas lässt uns aber alle erst eine Zeit im Ungewissen, bis wir hinter sein Geheimnis kommen. Und das hat es in sich.
Ryan ist ein sehr interessanter Jugendlicher: er ist geheimnisvoll, intelligent und hat „das gewisse Etwas“. Zudem sieht er auch noch gut aus. Von Anfang an ist diese Spannung, dass man hinter sein Geheimnis kommen möchte, spürbar. Doch ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass er etwas Böses im Schilde führt.

Es ist eine schöne Grundidee, die hinter dieser Geschichte steckt. Sehr interessant und gut charakterisiert stellt die Autorin die verschiedenen Jugendlichen dar. Die Clique ist aus sehr unterschiedlichen Charakteren zusammengesetzt, sodass man als Leser diese Gruppendynamik sofort greifen kann und realistisch findet.
Das Setting ist ebenfalls gut gewählt. Perran, als britischer Küstenort, mit Meer, Klippen und kleinen Dörfern. Perfekt.
Der Verlauf der Geschichte ist absolut logisch fortgeschrieben. Mit gut gewählter Sprache hat Douglas hier ein spannendes und unterhaltsames Buch geschrieben, welches dem Leser kurzweilige Lesestunden bietet.
Es mag sein, dass hier das ein oder andere Klischee vorkommt. Allerdings hat mich das überhaupt nicht gestört – und besonders aufgefallen ist es mir auch nicht. Ich denke, dass die Zielgruppe (ab 12 Jahren) sich hieran noch weniger stört.
Zudem ist das Szenario, das die Autorin schildert, etwas, das zum Nachdenken anregt.

Es ist eine Geschichte, in die man als Leser voll und ganz eintauchen kann, und die einem alles bietet: Verliebtsein, Spannung und mystische Elemente.

„Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, dir ins Gesicht zu sagen, wie viel du mir bedeutest. Es ist so viel einfacher, seine Gefühle aufzuschreiben, als sie auszusprechen. Ich wünsche mir nichts so sehr, als dass du hättest bleiben können, verstehe jedoch, warum das nicht ging. Aber ich werde dich niemals vergessen.“ (Seite 174)

4

Meinung – SaFi:

Behutsam führt Helen Douglas den Leser an die Geschichte heran. Man lernt zuerst Eden, ihre Freunde, ihr Leben kennen. Sie ist eine völlig normale englische Teenagerin. Sie sticht nicht aus der Masse hervor, geht aber auch nicht in ihr unter. So dauert es eine Weile bis sich die Dinge entwickeln – vielleicht ein wenig zu lange… Ich für meinen Teil konnte es zumindest nicht erwarten, den Grund für Ryans Mission zu erfahren. Von dem Moment an, als ich den Grund dann (endlich) wusste, schwirrte mir der fast schon in Vergessenheit geratene Prolog ständig im Kopf rum. Ständig begleitet von den Fragen: Gibt es so was wie Schicksal wirklich? Und wenn ja, kann man es beeinflussen?

„Ryan sorgte wirklich ständig für neue Überraschungen. Manchmal wirkte er so normal wie jeder andere und in der nächsten Sekunde wie von einem anderen Stern. Wie konnte es sein, dass er nicht wusste, was Burger waren?“ (Seite 38/39)

Was mich überrascht hat: Obwohl das Buch ein Mystery/SiFi-Roman ist und Helen Douglas sich an der breiten Palette, die dieses Genre zu bieten hat, ordentlich bedient, wirkte das gesamte Szenario während des Lesens für mich fast schon normal. Ja, es kommen Theorien und Elemente darin vor, die alles andere als normal sind. Dennoch ist es der Autorin, dank ihrer überzeugenden Protagonisten Eden und Ryan, gelungen, das Buch nicht so wirken zu lassen – mir hat das sehr gut gefallen.

„Fasziniert starrte ich weiter in den Himmel. Die drei Planeten, die den Oriongürtel bildeten, fand ich auf Anhieb wieder. Aus dem Augenwinkel bemerkte ich, dass Ryan mich ansah. Ich drehte mich zu ihm, und weil er immer noch meine Hand hielt, waren unsere Gesichter sich plötzlich näher als erwartet. Wir erstarrten beide und sahen einander tief in die Augen – über uns die flimmernden Sterne.“ (Seite 45)

Helen Douglas hat einen gut durchdachten und interessanten Plot zu Papier gebracht. Stolpersteine in Form von Logikfehlern sucht man vergeblich – zum Glück. Auf 270 Seiten hat die Autorin eine angenehm zu lesende Mischung aus Romantik und Mystery niedergeschrieben. Während der Großteil der Geschichte ohne übermäßig viel Spannung auskam, hatte das Ende davon fast schon ein wenig zu viel zu bieten. Für meinen Geschmack wäre das Buch auch ohne diesen unnötigen Spannungsbogen ausgekommen. Auf mich wirkte das zu gewollt.

„Uns lief die Zeit davon, und alles, was noch gesagt werden musste, musste jetzt gesagt werden. Sonst wäre es endgültig zu spät.“ (Seite 190)

Für die angepeilte Zielgruppe im Alter von 12 bis 17 Jahren ist „Eden und Orion“ sicherlich ein spannendes Buch, das Mädchen einladen wird, sich im Gleichschritt mit Eden, in Ryan zu verlieben.

Für mich, die alterstechnisch deutlich außerhalb der Zielgruppe liegt, war es ein nettes Buch für zwischendurch und mal eine schöne Abwechslung in diesem Genre.

4

3 Antworten to “[Rezension] Eden und Orion – Lichtjahre zu dir | Helen Douglas”

  1. Favola 3. September 2013 um 09:56 #

    Hallo ihr zwei ….

    Ich habe meine Rezension zu „Lichtjahre zu dir“ gerade letzte Nach online gestellt 🙂 Da muss ich mich jetzt ein bisschen umsehen, was andere so zu diesem Buch meinen 🙂
    Ein Zitat aus einer eurer Rezensionen kommt auch bei mir vor. Auch sonst sehen wir das Buch recht ähnlich, nur dass ich für einmal abgerundet habe … eigentlich hätte ich ja gerne 3.5 Sterne vergeben … aber für mich gab es doch noch die eine oder andere Ungereimtheit …
    Ich bin ja gespannt, wie es weitergeht, denn der Verlag beschreibt ja das Buch als „spannenden Dystopie über eine Mission aus der Zukunft“ …. Dystopie?

    lg Favola

    Gefällt mir

    • bookwives 3. September 2013 um 09:58 #

      Hi Favola,

      dann stöbern wir doch gleich mal bei dir. 🙂
      Hm, eine Dystopie ist es für mich wohl eher nicht…

      Wir sehen uns gleich auf deinem Blog.
      LG, SaCre

      Gefällt mir

Trackbacks/Pingbacks

  1. Jahresrückblick 2013 | Dein Buchjahr in 30 Fragen | Bookwives - 31. Dezember 2013

    […] Das Ende von “Eden & Orion – Lichtjahre zu dir” war nicht wirklich was für mich. Das Buch fand ich toll, aber zum Schluss wurde die […]

    Gefällt mir

Kommentare? Immer her damit! :-)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: