[Rezension] Sonntags bei Tiffany | James Patterson

21 Sep
Sonntags bei Tiffany
 
Titel: Sonntags bei Tiffany
Autor: James Patterson
Seitenzahl: 288 Seiten
Verlag: Page & Turner
ISBN: 978-3-442-20339-0
Veröffentlichung: 03. November 2008
Leseprobe

Zum Inhalt:

Jane ist 8 Jahre alt und lebt mit ihrer Mutter in New York. Das Highlight der Woche ist für das kleine Mädchen der sonntägliche Besuch des Kaufhauses Tiffany. Ansonsten hat ihre Mutter Vivienne nämlich nur ihre Karriere als Broadway-Produzentin im Kopf und vergisst öfters mal, das sie eine Tochter hat. Deswegen ist Jane umso glücklicher, dass sie Michael zum Freund hat. Er ist für andere zwar unsichtbar, da er ein imaginärer Freund ist, aber das ist Jane egal. Sie ist froh, dass sie mit ihm jemandem zum reden und lachen hat. Doch die Sache hat einen Haken: an ihrem neunten Geburtstag muss Michael Jane verlassen. So lautet die Regel. Doch dreiundzwanzig Jahre später laufen sich die beiden in New York ein weiteres Mal über den Weg …

Sonntags bei Tiffany - James Patterson

Sonntags bei Tiffany – James Patterson

Meine Meinung:

Am Anfang war noch alles gut und die Lesewelt in Ordnung. Ich lernte Jane als Kind, den liebenswürdigen Michael und die lieblos scheinende Mutter Vivienne kennen. Während sich mein Herz nicht bloß einmal zusammenzog als ich las, wie lieblos diese sich der kleinen Jane gegenüber verhält, ging es umso mehr wieder auf, wenn ich von Jane und Michael las. Eine tolle Mischung aus Gefühl, Humor und Tiefgründigkeit.

„Natürlich fanden diese Sonntage meine Zustimmung, weil Michael dabei war. Michael, der mein bester Freund auf der Welt war, vielleicht der einzige, den ich als Achtjährige hatte. Mein imaginärer Freund.“ (Seite 17)

Doch kaum hatte ich diese Anfangsphase des Buches hinter mir gelassen, kam es zum Bruch. Ich kann nicht mal wirklich sagen, warum es so war. Aber die erwachsene Jane ging mir gehörig auf den Wecker. Statt auf den Tisch zu hauen, lässt sie sich nicht noch immer von ihrer Mutter bevormunden und schlecht behandeln. Und ihr Freund Hugh benimmt sich auch nicht viel besser als Vivienne wenn es um Jane geht. Ab dem Zeitpunkt wo Michael dann wieder ins Geschehen eingreift wird es ein wenig, wenn auch nicht viel, besser.

Zugutezuhalten ist dem Buch, das es sich locker und leicht lesen lässt. Wobei der Schreibstil von James Patterson schon ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, da er viel zwischen Jane hin- und herspringt.

Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, werden mir lediglich drei Dinge positiv in Erinnerung bleiben. Zum einen die wirklich tolle Idee, die hinter dieser Geschichte steckt und aus der man, für meinen Geschmack, wesentlich mehr hätte machen können. Dann der wirklich berührende Anfang, bei dem ich die ganze Zeit über das Gefühl verspürte, Jane in die Arme nehmen zu wollen. Und letztendlich der „Auslöser“ für dieses Buch. Eine Äußerung von James Pattersons damals vierjährigem Sohn Jack: »Liebe heißt, nichts kann zwei Menschen trennen.«, die laut Vorwort im Grunde der Kern dieser Geschichte ist.

„Jane drückte den lila Pudel an ihre Wange. Michael hatte bemerkt, dass sie oft Gegenstände an sich drückte – einen Wintermantel, ein Kissen, ein ausgestopftes Tier. Sie hatte viele Umarmungen zu vergeben, aber nicht genügend Menschen dafür.“ (Seite 37)

Leider, leider, leider konnte mich „Sonntags bei Tiffany“ nicht so verzaubern, wie ich es mir gewünscht hatte. Wer weiß, vielleicht sind die Thriller von James Patterson ja eher was für mich.

2SaFi

Kommentare? Immer her damit! :-)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: