{Rezension} Tod auf Cabrera | Andreas Schnabel

Bildquelle: https://www.emons-verlag.de

Autor: Andreas Schnabel
Titel:
Tod auf Cabrera
ISBN: 978-3-89705-974-0
Seitenanzahl: 304 Seiten
Verlag: Emons
Veröffentlichung: 17. April 2012
>>Leseprobe<<

»Ich möchte Sie aber bitten, mir noch ein paar Minuten zu geben,
bevor wir aufbrechen«, hielt ihn der Bischof auf, der sich inzwischen mit
seiner Soutane bekleidet hatte. In der einen Hand hielt er ein weißes Handtuch
und in der anderen eine Flasche Olivenöl. »Ich gebe zu, es ist etwas
improvisiert, aber Sie werden doch sicher nichts dagegen haben, dass ich diesen
armen Seelen die Sterbesakramente erteile?«
 »Mit Olivenöl?«
Crasaghi zuckte nur mit den Schultern. »Was soll ich denn machen? Das ist immer noch besser als Joghurtdressing.«
(Seite 40)

 

Zum Inhalt:

Mallorca-Resident Michael Berger und seine Llaut werden von Bischof Daniele Crasaghi gechartert, um vor Cabrera zu tauchen. Doch sofort stoßen sie auf drei Leichen, denen noch weitere folgen sollen. Schmugglerbanden, geheime Informationen und uralte Familienfehden lassen das Inselchen Cabrera und die Polizei nicht zu Ruhe kommen – allen voran Bergers Freund Kommissar Cristobál García Vidal und dessen Kollegin Carmen.

 

Meine Meinung:

„Tod auf Cabrera“ ist bereits der vierte Band der Mallorca-Krimi-Reihe von Andreas Schnabel. Es ist jedoch der erste, den ich gelesen habe, dennoch konnte ich der Handlung gut folgen, auch wenn mir vereinzelt Hintergrundwissen über die einzelnen Personen fehlen mag. Die Serie wird bis heute fortgeführt; inzwischen sind weitere Bände erschienen.
Ich lebe und arbeite gerade für einige Wochen auf Mallorca und da bot sich dieser Mallorca-Krimi einfach an.

Die Handlung ist recht übertrieben, ständig lauert die Gefahr, man wartet förmlich darauf, dass die nächste Leiche gefunden wird oder der nächste Angriff auf irgendjemanden erfolgt. Auf der anderen Seite sorgt das für ein insgesamt hohes Spannungslevel. Man darf nur nicht allzu viel Realismus erwarten.
Auch nimmt sich der Roman nicht sonderlich ernst. Viele Figuren sind schrullig bis skurril, abgerundet wird das Ganze durch das zahme Hausschwein ‚Filou‘, das der ständige Begleiter der Freundin Bergers ist. Albern wird der Krimi jedoch glücklicherweise zu keiner Zeit. Man muss jedoch diese Art von humorvoller Erzählweise mögen, die sicherlich nicht jedermanns Sache ist.

Die Südspitze Mallorcas, die See davor und die Mallorca vorgelagerte Insel Cabrera bieten den örtlichen Rahmen für die Handlung. Ich habe den größten Teil des Krimis in einer kleinen abgelegenen Bucht gelesen, mit Blick auf eben diese See und kann sagen: Passender geht es kaum.
Ich vermag nicht zu sagen, ob mir das Buch daheim auf dem Sofa mit Blick in graue Wolken ebenso gut gefallen hätte. Hier auf Mallorca, mit der Sonne im Gesicht und nichts als dem Rauschen der Wellen im Ohr habe ich das Buch genossen.

 

Fazit:

Für Menschen, die Mallorca und Krimis mögen, aber bereit sind, letztgenannte nicht allzu ernst zu nehmen. Eher leichte Strandlektüre mit hohem Unterhaltungsfaktor als seriöser Krimi.

Rana

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