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[Rezension] Asche und Phönix | Kai Meyer

21 Jan
Asche und PhönixTitel: Asche und Phönix
Autor: Kai Meyer
Seitenzahl: 464 Seiten
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-58291-1
Veröffentlichung: November 2012
Empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Leseprobe

Zum Inhalt:

Parker Cale ist der Jungstar in Hollywood. Durch seine Rolle als Phoenix Hawthorne in den „Glamour“-Filmen bekannt, führt er ein sorgenfreies Leben mit allerlei Geld und vielen, vor allem weiblichen, Fans. Doch Parker hat genug von diesem Leben. Er will ausbrechen und sagt sich während der Premiere des dritten Teils von „Glamour“ vor laufenden Kameras von seinem Vater los, der Produzent der Filme ist und auch sonst einen großen Anteil an Parkers Erfolg hat.
Wie der Zufall es will, trifft Parker anschließend in seiner Hotel-Suite auf Ash – eine „Unsichtbare“, die nirgends zuhause ist und ihn, als Zimmermädchen verkleidet, um sein Bargeld erleichtern will. Die beiden einigen sich auf einen Handel: Parker verrät Ash nicht und Ash hilft Parker unbemerkt von den Paparazzi aus dem Hotel zu fliehen. Beide ahnen nicht, dass dies erst der Anfang eines großen Abenteuers ist und dass bald nicht bloß Reporter hinter ihnen her sein werden. Denn eine viel größere Macht hat es auf Parker abgesehen…

Asche und Phönix_Artikelbild

Meine Meinung:

Vom Klappentext erfährt man über den Inhalt ja recht wenig – zum Glück. Dass es sich bei „Asche und Phönix“ um ein Fantasy-Buch handelt, ist aber von vornherein klar. Umso überraschter war ich, dass der Anfang des Buches so gar nicht fantasymäßig dahergekommen ist. Auf den ersten Seiten, während der ersten Kapitel, war es für mich schlicht und einfach ein tolles Jugendbuch. Die Fantasy schleicht sich langsam in die Geschichte ein und entfaltet sich Schritt für Schritt – im Buch und im Kopf des Lesers. Für mich, bei der Fantasy noch nicht so lange auf der Leseliste steht, war es so ein rundherum angenehmer Start.

„Was in London geschehen ist, weiß er längst, und jetzt gerade malt er sich die Konsequenzen aus. Schwelgt in der Vorstellung kommenden Blutvergießens. Denn Blut wird fließend, das steht fest. Es wird Strafen geben und Rache.“ (Seite 58)

Dieses angenehme Lesegefühl hatte auch auf den folgenden Seiten Bestand. Immer mehr wurde ich in die Geschichte von Ash und Parker hineingezogen und lüftete gemeinsam mit ihnen, Stück für Stück, das Geheimnis dieses Buches und befand mich in einer realen Welt, die viel mehr zu bieten hat, als es zunächst den Anschein hat.

„Asche und Phönix“ liegt eine absolut spannende und für mich neue Idee zugrunde. Und diese Idee hat Kai Meyer wunderbar umgesetzt – vor allem mit dem „Bösewicht“ namens Libatique und den Fähigkeiten und Mythen, die sich um seine Person drehen. Er verbindet das Reale mit dem Ausgedachten und liefert nachvollziehbare und logische Antworten auf all die Fragen, die in den Köpfen der Protagonisten und des Lesers entstehen.

Ash und Parker sind zwei tolle Protagonisten. Zu Beginn ein wenig wie Feuer und Wasser, lassen sie dann relativ schnell ihre Masken fallen und zeigen dem jeweils anderen und dem Leser ihr wahres Gesicht. So kann man wunderbar mit ihnen mitfiebern. Die Liebesgeschichte, die sich ja fast zwangsläufig zwischen den beiden entwickeln muss, fügt sich ohne großen Kitsch und ohne viel Aufsehen in die Geschehnisse ein. So wirkt dieser Part zu keiner Zeit störend und das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf der Geschichte an sich.

„Libatique war die fleischgewordene Nichtigkeit, das belangloseste aller belanglosen Gesichter in der Menge. Er war Grau auf Grau, war Glas auf Glas, und weit vom Glanz all jener entfernt, mit denen er seine Geschäfte macht.“ (Seite 222)

Der Autor hat die einzelnen Situationen und Begebenheiten im Buch stets mit absolut passenden Worten beschrieben. Im Allgemeinen flott und leicht verständlich, aber auch mysteriös, wenn es um den Grund hinter den spannenden Geschehnissen geht. Dem Alter entsprechend, wenn Ash und Parker miteinander reden. Bildhaft, wenn er die verschiedenen Orte und das Aussehen der Protagonisten beschreibt.

Bei aller Begeisterung gab es aber leider auch einige wenige Momente, in denen mein Wille weiterzulesen arg strapaziert wurde. Diese „Schwachstellen“ fielen für mich unterhaltungstechnisch – im Gegensatz zum Rest der Geschichte – einfach zu stark ab. Zum Glück konnte mich das Buch aber immer wieder rechtzeitig einfangen, wenn mein Durchhaltevermögen kurz davor war zu kapitulieren.

„Asche und Phönix“ ist ein tolles Fantasy-Jugendbuch in drei Akten. Mit seiner erfrischend neuen Idee hat Kai Meyer eine gelungene und „fantastische“ Geschichte niedergeschrieben, die mir im Großen und Ganzen ziemlich gut gefallen.

„Ash wartete darauf, dass eine Gestalt vor ihnen aus der Dunkelheit auftauchte, ein kriechendes Ding, das sich aus zu wenigen Körperteilen zusammengesetzt hatte und doch noch lebte und hasste und ihren Tod wollte.“ (Seite 272)

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Ihr habt gewählt… Oldies but Goldies | Januar 2014

9 Jan

Diesen Monat waren beide Extreme in der Abstimmung vertreten: eindeutig vorne & denkbar knapp. 😀

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ObG Jan2014 SaFiAsche und Phönix

Wir danken euch für eure Teilnahme. 🙂

Eure Bookwives – Sabrina & Sabrina ♥

Oldies but Goldies | Januar 2014

1 Jan

Neuer Monat – neue Abstimmung!

Ihr dürft wieder entscheiden, welche der genannten Bücher wir in diesem Monat für euch lesen und rezensieren sollen. Die Abstimmung ist bis zum 04. Januar – 23:59 Uhr geöffnet. (Für nähere Buchinfos einfach auf das Cover klicken.)

Wir sind gespannt und freuen uns auf eure Wahl! 🙂

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SaFi

Die TherapieDas Labyrinth der WörterAsche und Phönix

{Rezension} Eternity (Liebe mit Biss #1) | Meg Cabot

27 Dez

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Autor: Meg Cabot
Titel: Eternity (OT: Insatiable)
Seitenzahl: 512
ISBN: 978-3-442-37929-3
Veröffenlichung: TB 17. April 2012
Verlag: Blanvalet
Leseprobe
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Meena Harper ist Autorin für die erfolgreiche Soap „Eternity“. Sie hasst Vampire und kann den Hype um entsprechende Filme und Serien nicht verstehen. Zu allem Überfluss muss sie nun – auf Wunsch der Macher der Serie – einen Vampir in das Drehbuch hinein schreiben. Schlimm genug. Auch ihre besondere Gabe hilft ihr hier leider nicht weiter.
Als sie eines Nachts von einer wildgewordenen Horde Fledermäuse angegriffen wird, kommt der attraktive Lucien Antonescu ihr zu Hilfe und rettet sie. Doch dieser besondere Mann, der Meena magisch anzieht, ist kein geringerer als ein Nachfahre Draculas…

„Der Prinz der Finsternis war in der Stadt und unbezwingbar wie eh und je.“ (Seite 127)

Von Anfang an hatte ich meine Schwierigkeiten mit der Geschichte – und diese zogen sich bis zum bitteren Ende durch…
Der Einstieg fiel mir alles andere als leicht. Zuerst geht es um Meena, dann springen wir plötzlich zu Lucien und dann geht es auf einmal um Alaric Wulf, seines Zeichens Vampirjäger. Das alles hat mich direkt verwirrt und mir schwirrte zum ersten Mal das Wort „abbrechen“ im Kopf herum.

Meena lebt in New York und ist Single. Ihr Bruder Jon, der zurzeit arbeitslos ist, lebt bei ihr. Als sie Lucien auf einer Party kennen lernt, spürt sie, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Doch sie hält ihn für einen Engel. Für jemanden, der eine solche Gabe wie sie hat, erschien mit das doch sehr an den Haaren herbei gezogen. Überhaupt muss ich sagen, dass ich mit Meena überhaupt nicht warm wurde und auch so einiges von dem, was sie tat, nicht nachvollziehen konnte.
Zu Lucien, dem Prinzen der Dunkelheit, konnte ich ebenfalls keine Verbindung aufbauen. Und bei Alaric frage ich mich noch jetzt, ob Autorin Meg Cabot ihn absichtlich so gemacht hat: total uninteressant und langweilig…
Nebendarsteller wie die Nachbarin Mary Lou erschienen mir wesentlich interessanter.

Das Setting fand ich der Geschichte angemessen. New York eignet sich ja für vieles. Hier waren die Gegebenheiten und Orte passend gewählt.
Der Plot… tja… so viel kann man aus der Geschichte machen. So wenig Ansprechendes ist für mich dabei rumgekommen. Die Story hat mich geradezu gelangweilt und konnte mich überhaupt nicht packen. Viel zu klischeehaft fand ich so einiges an der Geschichte. Alles andere war einfach nur zum Gähnen.

Bei der Frage, was ich diesem Buch Gutes abgewinnen kann, gibt es nur eine Antwort: die letzte Seite!
Hier kann ich nur 1 Herz vergeben – enttäuschend.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Reiheninfo:
1. Insatiable // Eternity
2. Overbite // Endless
3. ??? // ???
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

1

SaCre

Ihr habt gewählt… Oldies but Goldies – Dezember 2013

7 Dez

Ihr habt mal wieder fleißig gewählt – und wir haben euch fast das Ergebnis unterschlagen. Aber nur fast. 🙂

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Die Buecherdiebin von Markus Zusak

.Wow, das war richtig spannend! Habt ihr selber schon eins der Bücher gelesen?

Eure Bookwives

Oldies but Goldies | Dezember 2013

1 Dez

Neuer Monat – neue Abstimmung!

Ihr dürft wieder entscheiden, welche der genannten Bücher wir in diesem Monat für euch lesen und rezensieren sollen. Die Abstimmung ist bis zum 04. Dezember – 23:59 Uhr geöffnet. (Für nähere Buchinfos einfach auf das Cover klicken.)

Wir sind gespannt und freuen uns auf eure Wahl! 🙂

SaCre
Lucian-Covereternity-meg-cabotder kleine hobbit

SaFi

Die Buecherdiebin von Markus ZusakTrigger von Wulf DornFlüsterherz

{Rezension} Nach dem Sommer (Mercy Falls Trilogie #1)| Maggie Stiefvater

28 Nov

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Autor: Maggie Stiefvater
Titel: Nach dem Sommer
Seitenzahl: 424
ISBN: 978-3-8390-0108-0
Verlag: Script 5
Leseprobe
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Schon ganze 6 Jahre beobachtet Grace ihren Wolf Sam. Leider sieht sie ihn immer nur im Winter. Von seinen bernsteinfarbenen Augen fühlt sie sich immer wieder angezogen.
Allerdings verändert sich in diesem September alles: Sam begegnet ihr als Mensch. Um beide ist es sofort geschehen. Doch beide wissen, dass dies das letzte Jahr sein wird, in dem sich der Wolf in einen jungen Mann verwandelt. Und der Winter rückt erbarmungslos näher…

„Ich glaubte nicht, dass ich zu ihr in diese Welt gehörte, ich, ein Junge, der zwischen zwei Leben festhing und die Gefahren der Wölfe immer mit sich trug. Doch als sie meinen Namen rief und wartete, dass ich ihr folgte, da wusste ich, dass ich alles tun würde, um bei ihr bleiben zu dürfen.“ (Sam, Seite 130)

Nachdem „Wen der Rabe ruft“ mich nicht überzeugen konnte, ging ich entsprechend mit gemischten Gefühlen, aber doch hohen Erwartungen, an diesen Trilogie-Auftakt heran. Und ich kann vorweg sagen: ich wurde nicht enttäuscht!

Grace war mir von Anfang an eine sehr sympathische Protagonistin. Sie lebt bei ihren Eltern, die aber nicht das verkörpern, was man sich normal unter Eltern vorstellt. Der Vater ist den ganzen Tag außer Haus, die Mutter ebenfalls häufig; und den Rest der Zeit verbringt sie als Künstlerin in ihrem Atelier. Das führte dazu, dass Grace relativ erwachsen und sehr selbstständig für ihr Alter ist. Sie kümmert sich beispielsweise häufig um das Abendessen. Mit ihren Eltern führt sie keine tiefgründigen Gespräche, es geht immer nur um Belanglosigkeiten.
Ihre beiden besten Freundinnen sind Rachel und Olivia. Die drei waren bisher immer unzertrennlich. Doch so langsam bröckelt diese Freundschaft und die Mädels scheinen sich teilweise auseinander zu leben, haben Geheimnisse voreinander und können nicht mehr so unbeschwert wie bisher über alles reden.

Sam hatte bisher kein sehr leichtes Leben. Schlimm genug, dass er ein Werwolf ist. Doch was er in der Vergangenheit im Elternhaus erlebt hat, ist schrecklich. So wurde das Rudel um Beck, Ulrik und Paul seine neue Familie. Und so ist er verständlicherweise hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, seinem Rudel beizustehen und bei Grace zu sein. Denn beides gleichzeitig funktioniert leider nicht.

Sam & Grace als Pärchen sind total toll und süß! Langsam nähern sich beide aneinander an. Ich konnte als Leserin das Verhalten richtig gut nachvollziehen. Sie gehen sehr liebevoll und vorsichtig miteinander um. Und trotzdem wirkt die Liebe zu keiner Zeit schnulzig.

„Ich schloss die Augen. Kurz wünschte ich mir, er wäre nur ein ganz normaler Junge, damit ich mit all meinem Stolz und meiner Empörung davonstürmen konnte. Doch das war er nicht. Er war so vergänglich wie ein Schmetterling im Herbst, der den ersten Frost nicht überleben würde.“ (Grace, Seite 329)

Die Geschichte gefiel mir sehr gut. Ganz großartig finde ich den Stil der Autorin. Die Art und Weise, wie sie Orte, Handlungen und Gefühle beschreibt, sind unglaublich bildhaft, emotional und in warmen Worten widergegeben. An dieser Stelle auch mal ein ganz großes Lob an die Übersetzerinnen!
Die Kapitel sind aus Sicht von Sam und Grace geschrieben – immer mit Angabe der Temperatur. Das kam mir zu Beginn seltsam vor, macht aber Sinn.
Auch die anderen Personen, die im Laufe der Geschichte vorkommen, fügen sich perfekt ein. Ebenso die Handlungsstränge der „Nebenschauplätze“.
Das Setting könnte ebenfalls nicht besser sein. Der Ort Mercy Falls mit dem großen Wald Boundary Wood, in dem die Wölfe leben.

Fazit: tolle Sprache + süßes Liebespaar + fantastische Geschichte = Lesevergnügen, das mich berührt hat! Von mir ganz klar 5 Herzen!
Ich bin froh, dass ich die Trilogie komplett zuhause stehen habe und schnell weiter lesen kann.

„Mir gefiel es dort. An den Wänden reihen sich Enzyklopädien mit nachgedunkelten Einbänden, zu alt, um noch von Nutzen zu sein, und Preisplaketten aus dunklem Holz für Marathonplatzierungen, zu alt, um noch eine Bedeutung zu haben. Das ganze Zimmer war klein und braun, ein Kaninchenbau aus dunklem Leder, rauchig duftendem Holz und Aktenordnern: ein Ort der Sicherheit und der Arbeit.“ (Sam, Seite 266/267)

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Reiheninfo:
1. Shiver // Nach dem Sommer
2. Linger // Ruht das Licht
3. Forever // In deinen Augen
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5

SaCre

Ihr habt gewählt… Oldies but Goldies – November 2013

7 Nov

Ihr hattet die Wahl – und habt sie genutzt. Hier sind die Ergebnisse. Wir freuen uns sehr auf:

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Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater

Nov_SaFi

Wie viel Leben passt in eine Tüte

Danke, dass ihr euch wieder so zahlreich beteiligt habt! Habt ihr schon eins der beiden Bücher gelesen?

Eure Bookwives

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