Der Junge, der Träume schenkte [Rezension]

Autor: Luca Di Fulvio
Titel: Der Junge, der Träume schenkte
Seitenzahl: 783
ISBN: 978-3404160617
Verlag: Bastei Lübbe

 

 

Zum Inhalt:

Cetta flieht aus Ihrem Elternhaus in Italien – sie will nach Amerika mit ihrem kleinen Sohn Natale. In Amerika angekommen wird aus Natale Christmas, da jemand Cetta falsch versteht, als sie den Namen angibt. Im New York der frühen 1900er-Jahre herrschen Gewalt und Armut. Nur die stärksten überleben – so wie hoffentlich auch Cetta und Christmas. Beide geben niemals auf und kämpfen für ihre Träume und ihr Glück.

Meine Meinung:

Zunächst war ich fast ein wenig geschockt über die doch häufig vorkommenden Sex- und Gewaltszenen – der Titel des Buches und das Cover haben mich doch etwas anderes erwarten lassen. Ganz allmählich wurde mir dann aber bewusst, dass das New York der heutigen Zeit nichts mit dem von damals zu tun hat. Und das diese Zeit, in der das Buch spielt, generell eine völlig andere war, als die heutige.

Im ersten Moment erschloss sich mir auch nicht, warum dieser Titel als deutscher gewählt wurde. Doch dann kam ich für mich zu dem Schluss, dass er mehrfach Sinn macht: in Bezug auf Ruth und das Radio und generell in Bezug auf Christmas Wesen.

Ein tiefgründiger, aber auch humorvoller und teilweise erschreckender Lesespaß.

SaFi

Der Trakt [Rezension]

Autor: Arno Strobel
Titel: Der Trakt
Seitenzahl: 368
ISBN: 978-3596186310
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag

 

 

Zum Inhalt:

»Und wer bist du wirklich?«
Der Weg durch den nächtlichen Park, der Überfall all das weiß sie noch, als sie aus dem Koma erwacht. Ihre Erinnerung ist völlig klar: Sie heißt Sibylle Aurich, ist 34 Jahre alt, lebt mit Mann und Kind in Regensburg. Sie scheint fast unversehrt. Und doch beginnt mit ihrem Erwachen eine alptraumhafte Suche nach sich selbst. Zwar hat Sibylle ihr Gedächtnis behalten, die Welt aber hat offenbar die Erinnerung an Sibylle verloren: Ihr Mann kennt sie nicht, von ihrem eigenen Hochzeitsfoto starrt ihr das Gesicht einer Fremden entgegen, und niemand hat je von ihrem Sohn Lukas gehört! Wurde er entführt? Hat er nie existiert? Und wem kann sie überhaupt noch trauen?

Meine Meinung:

Ich wagte mich gemeinsam mit dem Autor Arno Strobel in den Trakt. Ich fieberte mit Sybille Aurich mit, ich litt mit ihr und erlebte all die unglaublichen und unfassbaren Momente gemeinsam mit ihr. Wie ist das wohl, wenn man nicht man selbst zu sein scheint? Wie ist es wohl, wenn keiner weiß, wer du bist? Wenn auch dein Mann und deine beste Freundin dich plötzlich nicht mehr erkennen? Wie ist es wohl, wenn dein Sohn plötzlich nicht mehr zu existieren scheint? Wie ist es wohl, wenn dein ganzes Leben eine Lüge ist? Lesen! Dann wisst ihr es. Lasst euch von Arno Strobel mit auf diese unglaubliche Reise nehmen. Wirklich empfehlenswert.

SaCre

Room 27 – Zur falschen Zeit am falschen Ort [Rezension]

Autor: Mirjam Mous
Titel: Room 27
Seitenzahl: 272
ISBN: 978-3401066820
Verlag: Arena Verlag

 

 

Zum Inhalt:

Fin sitzt in einer Zelle der spanischen Polizei, weil man ihm vorwirft, eine Frau ermordet zu haben. Nur Valerie kann ihm helfen, seine Unschuld zu beweisen. Seit ihrer gemeinsamen Reise durch Spanien, denkt Fin nur noch an sie. Aber Valerie ist verschwunden und die Polizei findet immer mehr Beweise für Fins angebliche Tat. Allmählich wird ihm klar, dass Val nicht die ist, für die er sie bisher gehalten hat.

Meine Meinung:

„Shit, Val, ich glaube, ich habe eine Frau ermordet.“ Oder auch: zur falschen eit am falschen Ort.

Fin sitzt in Spanien im Gefängnis. Ganz allein. Dabei wollte er doch Urlaub machen. Fin möchte seinen älteren Bruder in Spanien besuchen. Die beiden planen eine gemeinsame Backpacker-Tour. Nach seiner Ankunft in Spanien erfährt Fin allerdings, dass sein Bruder (Model und Schauspieler) die einmalige Chance hat, an einem Projekt eines dort sehr bekannten Regisseurs teilzunehmen. Somit fällt die gemeinsame Tour leider aus. Fin gibt vor, wieder nach Hause zu fliegen. Doch in Wirklichkeit beschließt er, alleine durch Spanien zu reisen. Was soll denn schon großartig passieren?

Direkt am ersten Bahnhof trifft er auf das Geschwister-Paar Val(erie) und Stefano. Sofort ist Fin von der jungen Frau begeistert, und schließt sich den beiden an. Er ist so begeistert von ihr, dass er vor lauter Naivität nicht bemerkt, was um ihn rum passiert. Bis er schließlich eine tote Frau in einem Hotelzimmer auffindet, und anschließend verhaftet wird.

Die Idee des Buches, sowohl die Geschichte als auch die Umsetzung mit Zeitsprüngen/Rückblenden, haben mir gut gefallen. Den Anfang des Buches fand ich auch noch gut. Doch leider wurden Handlungsstränge sehr vorhersehbar. Auch kam mir Fin doch sehr übertrieben naiv vor. Bzw. ich hoffe eigentlich, dass niemand sich so naiv verhält. Auch fande ich den Schluss, das Aufeinandertreffen mit Stefano, doch sehr konstruiert.

Alles in Allem habe ich mir von dem Buch etwas mehr versprochen. Es lässt sich zügig lesen. Doch der ultimative Kick kam bei mir leider nicht auf.

SaCre

Wall of Fame – Feb. 2012

Unsere Highlight-Bücher des Lesemonats Februar 2012!

SaFi

Extrem laut und unglaublich nah [Rezension]

Autor: Jonathan Safran Foer
Titel: Extrem laut und unglaublich nah
Seitenzahl: 480
ISBN: 978-3596169221
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag

Zum Inhalt:

Der Vater von Oskar, Thomas Schell, kam bei den Angriffen auf das WTC um. Er kann bis heute nicht begreifen, wieso. Vor allem stellt er sich aber die Frage, warum sein Vater ausgerechnet an diesem Tag in einem der Türme war.

Eines Tages findet er in einem Umschlag, auf dem Black geschrieben steht, einen Schlüssel. Dieser Umschlag samt Schlüssel befindet sich in einer blauen Vase, welche Oskar im Kleiderschrank seines verstorbenen Vaters findet. Er reimt sich zusammen, dass Black der Name eines New Yorker sein muss. Wenn er also Mister/Misses Black findet, erfährt er vielleicht, warum sein Vater am Tag der Anschläge im WTC war.

Eine abenteuerliche Suche beginnt für Oskar.

Meine Meinung:

Dieses Buch zu beschreiben, fällt mir unglaublich schwer. Was ich aber zu diesem Buch sagen kann: es hat mich bewegt. Ich habe beim lesen geweint aber auch gelacht und geschmunzelt, fasziniert die wunderbar gestalteten Seiten betrachtet und mich mit meinen eigenen Ängsten und Gedanken rund um 9/11 auseinandergesetzt.

Aber in erster Linie habe ich die ganze Zeit den Wunsch verspürt, Oskar auf seiner Suche zu begleiten.

9/11 gibt zwar den Rahmen der Handlung vor, steht aber nicht im Vordergrund. Trotzdem hat es mich einige Kraft gekostet das Buch zu lesen. Gerade der Schluss mit dem Daumenkino war zuerst sehr erschreckend für mich. Doch dann konnte ich Oskars Wunsch die Zeit zurückzuspulen nur zu gut nachvollziehen.

Ein wunderbares Buch, welches mich sehr berührt und nachdenklich zurückgelassen hat.

SaFi

Leben in New York – One fifth Avenue [Rezension]

Autor: Candance Bushnell
Titel: One fifth avenue
Seitenzahl: 512
ISBN: 978-3832180980
Verlag: DUMONT

 

 

Zum Inhalt:

Die Hausnummer 1 der Fifth Avenue ist die exklusivste Adresse New Yorks – wer es wirklich geschafft hat, wohnt hier. Als die hochbetagte Mrs. Houghton stirbt und ihr dreistöckiges 20-Millionen-Dollar-Penthouse frei wird, entbrennt der Kampf um das Apartment. Es ist ein Kampf unter Frauen …

Meine Meinung:

One Fifth Avenue. Klingt nach einer wahnsinnig tollen Adresse. Und so ist es auch. Zumindest für New York Liebhaber. Und so war es für mich total beeindruckend, die 5th Ave entlang zu laufen. Das Buch also ein Muss für mich, die Liebhaberin von NY, Gossip Girl und SATC.

Mrs. Houghton stirbt. Und da stellt sich die Frage: wer wird diese Appartment, mit DER Adresse der Adressen, bekommen? Candance Bushnell malt hier ein tolles und unterhaltsames Bild über die Gesellschaft. Es geht um Intrigen, Streit um die Wohnung, Karriere, Aussehen, Klatsch und Tratsch. „Aber so läuft das eben in New York. Es geht nur ums Äußere.“ Da steckt wohl viel Wahrheit hinter. Diese wird hier, sehr unterhaltsam für den Leser, verpackt.

SaCre

Zwei an einem Tag [Rezension]

Autor: David Nicholls
Titel: Zwei an einem Tag
Seitenzahl: 560
ISBN: 978-3036955421
Verlag: Kein & Aber

 

 

Zum Inhalt:

Am 15. Juli 1988 lernen sich Emma und Dexter bei Ihrem College-Abschluss kennen und verbringen die Nacht zusammen. Am nächsten Tag geht jeder der Beiden seinen Weg. Von diesem Tag an werden die nächsten 20 Jahre im Leben der Beiden geschildert – immer am 15. Juli.

In dieser Zeitspanne entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen den Beiden. Aber kann daraus auch mehr werden?

Meine Meinung:

Das Buch ist sehr schön geschrieben. Man erfährt nicht nur, was jedes Jahr am 15. Juli im Leben der Beiden passiert, sondern durch die Schilderungen der Protagonisten auch, was sonst noch im Laufe des Jahres so alles passiert ist.

Dexter hat mich teilweise ganz schön auf die Palme gebracht, mit seinem unmöglichen Verhalten. Aber im nächsten Moment tat er mir irgendwie furchtbar leid.

Emma hätte ich am liebsten manchmal geschüttelt und ihr gesagt: Mensch Mädchen, mach die Augen auf!

Dennoch habe ich während des Lesens nie die Hoffnung aufgegeben, dass die beiden endlich merken und zulassen, dass sie für mehr als nur Freundschaft bestimmt sind.

Einer toller Liebesroman, der nicht kitschig ist. Humor ist ein wichtiger Bestandteil. Aber auch Drama und Herzschmerz kommen nicht zu kurz. Taschentücher sollten auf jeden Fall griffbereit neben einem liegen, wenn man dieses Buch liest.

SaFi

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand [Rezension]

Autor: Jonas Jonasson
Titel: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Seitenzahl: 416
ISBN: 3463406217
Verlag: carl’s books

 

 

Zum Inhalt:

An seinem 100. Geburtstag beschließt Allan Karlsson, dass er keine Lust hat, mit dem Bürgermeister und all den anderen eben diesen zu feiern. Er steigt aus dem Fester und verschwindet. Am Bahnhof angekommen gerät er in den Besitz eines Koffers.

Und damit beginnt ein weiteres großes Abenteuer für den hundertjährigen – vielleicht sogar sein größtes.

Meine Meinung:

Ich habe viel geschmunzelt und vor allem gelacht beim Lesen. Teilweise so viel, dass mir die Tränen gekommen sind.

Allan erlebt mit all seinen Freunden und Feinden, die er während seiner „Flucht“ kennen lernt die irrwitzigsten Geschichten. Dabei hat sein bisheriges Leben auch einiges zu bieten – so viel, dass es auch für mehrere Leben gereicht hätte.

Bei all den geschichtlichen Begebenheiten hatte ich mitunter die eine oder andere Schwierigkeit zu folgen. Das hat den Lesefluss und vor allem den Lesespaß aber nicht gestört.

SaFi

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