Tag Archives: ab 12 Jahren

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[Rezension] Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe | A. J. Betts

28 Sep

1 Buch - 2 MeinungenDie Unwahrscheinlichkeit von Liebe

Titel: Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe
Autor: A. J. Betts
Seitenzahl: 336 Seiten
Genre: Jugendbuch, ab 12 Jahren
Verlag: Fischer KJB
ISBN: 978-3-596-85661-9
Veröffentlichung: 25. September 2014
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Zum Inhalt:

Kopf an Kopf liegen Zac und Mia in ihren Krankenhausbetten, nur durch eine dünne Wand getrennt. Alter: 16. Diagnose: Krebs. Gefühlszustand: isoliert und allein. Und aus ersten Klopfzeichen erwächst eine Liebe, die unter normalen Umständen niemals möglich gewesen wäre … (© Fischer KJB)

Meinung SaCre:

„Drei Uhr nachts ist richtig übel. Es ist zu dunkel, zu hell, zu spät, zu früh. Das ist die Zeit, in der du anfängst, dir Fragen zu stellen, die dir dann wie Fliegen im Kopf umherschwirren, bis er voll davon ist. […]
Es ist 3.04 Uhr, und ich frage mich, wer ich bin.
Das Knochenmark ist deutsch – so viel durften die Ärzte mir sagen.“ (Seite 38)

Die Geschichte um Zac und Mia hat mich neugierig gemacht, seit ich das Buch in der Vorschau entdeckte. Und als es mir dann persönlich von einer Mitarbeiterin des Verlages empfohlen wurde war klar, ich muss es lesen.

Zu Beginn der Geschichte lernen wir Zac kennen. Der erste Teil des Buches ist aus seiner Sicht erzählt. Er liegt gerade im Krankenhaus und erholt sich von seiner Knochenmarktransplantation. Irgendwann taucht Mia im Zimmer nebenan auf. Er hat sie noch nicht gesehen, nur gehört. Entweder schreit sie, streitet sich mit der Mutter oder Ärzten oder hört sehr laut Lady Gaga. Zac sieht sie nur mal kurz, als sie in sein Zimmer linst. Ansonsten besteht ihre „Kommunikation“ aus Klopfen, Zettelchen seinerseits oder Facebook Nachrichten. Und obwohl beide keinen persönliche Berührung miteinander haben, fühlt Zac sich doch zunehmend zu ihr hingezogen. Doch irgendwann ist Mia weg.

Teil 2 wird abwechselnd aus Mias und Zacs Sicht erzählt. Wir lernen beide besser kennen. Und was sich in Teil 1 schon zeigt, wird hier verstärkt erzählt: beide gehen völlig unterschiedlich mit ihren Situationen um. Zac hat seine Krankheit akzeptiert. Er hält sich an ärztliche Vorgaben und versucht, das Beste daraus zu machen. Er schaut sich im Internet immer wieder Videos Überlebender an und kennt sämtliche Blogs, die sich mit dem Thema Krebs beschäftigen. Statistiken zu Überlebenschancen kann er nahezu im Schlaf beten. Google liefert ihm in „0,23 Sekunden“ „mehr als 742 Millionen Seiten über Krebs“. Er legt aber auch ein gewisses Maß Selbstironie an den Tag. Sein Knochenmark stammt aus Deutschland. Freunde haben ihm nun den Spitznamen „Helga“ verpasst; und er kokettiert damit. Wirklich einige Szenen haben mich zum Schmunzeln gebracht.
Seine Mutter ist ihm eine große Stütze. Die meiste Zeit verbringt sie bei ihm im Zimmer – sie spielen und zocken und essen gemeinsam Eis. Auch wenn er sich manchmal mehr Freiraum wünscht ist er schlussendlich doch froh, dass seine Mutter so ist.

Mia kann sich mit ihrem Schicksal nicht anfreunden. Sie kann die Krankheit – und all das, was sie mit sich bringt – einfach nicht annehmen. Und schon gar nicht kommt sie damit klar, dass Zac ihr immer wieder sagt, dass ihre Überlebenschancen besser sind, als seine. Sie ist sturköpfig und rebelliert. Sie sucht mit jedem Streit, egal ob Mutter, Arzt oder Krankenschwester. Doch das dient zu ihrem Selbstschutz. Denn als sie sogar ihre Freundinnen betrügt, wandelt sich etwas in ihr. Sie hat erkannt, dass ihr früheres Leben, welches sie gerne zurück hätte, vielleicht doch nicht das Nonplusultra war. Die Oberflächlichkeit nervt sie. Früher waren Lippenstifte und Make-Up für sie interessiert. Heute nur noch die „Reihen aus verschreibungspflichtigen Schmerztabletten hinter dem Ladentisch“.
Mias Mutter besucht sie nicht wirklich oft. Auch Mias Freund lässt sich nur sporadisch im Krankenhaus blicken.

Zac und Mia sind beide nicht mehr im Krankenhaus. Sie haben keinen Kontakt zueinander, doch können den jeweils anderen nicht vergessen.

„Ich ging wieder zur Schule, auch wenn ich in der fünften und sechsten Stunde regelmäßig einschlief. Sogar Hausaufgaben akzeptierte ich mehr oder weniger klaglos, da demographische Daten in einem Graphen darzustellen und Wirtschaftspläne zu analysieren bedeutete, dass ich normal war wie jeder andere Schüler in der zwölften Klasse, dessen Leben in einer dicken schwarzen Linie von A nach B und weiter zu C verläuft.“ (Seite 129)

Der dritte Teil wird aus Mias Sicht erzählt. Mehr möchte ich zum Inhalt nun auch gar nicht mehr schreiben – sonst würde ich noch spoilern.

A. J. Betts hat mit „Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ ein wunderschönes Buch geschrieben, das in meinen Jahreshighlights seinen Platz weit vorne finden wird!
Der Schreibstil lässt sich sehr gut lesen. Emotionen kann sie dem Leser voll und ganz vermitteln. Trauer, Freude, Hoffnungslosigkeit, Selbstaufgabe – all diese Emotionen kamen während des Lesens in mir auf. Erwähnenswert, wie behutsam sie mit dem Thema Krebs umgegangen ist. Es gibt jede Menge Höhen und Tiefen, die stets Begleiter der Kranken sind.. Ich habe wirklich mit beiden Jugendlichen mitgefiebert. So unterschiedlich Zac & Mia in ihren Charakteren sind, so hervorragend ergänzen sie sich. Ein Buch, das den Leser berührt und mit Sicherheit auch nachdenklich zurück lässt. HERZENSBUCH-ALARM!

„Vielleicht ist Mut nichts anderes als das: eine spontane Handlung, bei der der Kopf NEIN ruft, aber dein Körper es einfach trotzdem tut.
Mut oder Dummheit. Schwer zu sagen.“ (Seite 256)

5

Meinung SaFi:

„Eine Schwester saust an dem runden Fenster in der Zimmertür vorbei – Nina. Sie hat etwas Gelbes im Haar. Es könnte ein Küken sein. Ob sie die Spangen wohl in der Kinderabteilung kauft? In der richtigen Welt wäre es wahrscheinlich seltsam, wenn eine achtundzwanzigjährige Frau Plastiktiere im Haar trüge. Hier passt es jedoch irgendwie.“ (Seite 11)

Viel unterschiedlicher als Zac und Mia kann man mit der Erkrankung Krebs wohl nicht umgehen. Das böse K-Wort hat auf beide völlig unterschiedliche Auswirkungen. Während Zac sich mit Statistiken zu beruhigen versucht und in Internet-Foren und mithilfe von Videos am Schicksal anderer Krebspatienten teilnimmt und somit analytisch an die Sache herangeht, lässt Mia ihrer Wut über die Krankheit freien Lauf. Sie hört laut Musik, viel zu laut, meckert und nörgelt und zieht sich in sich zurück – nur ihre Mutter und ihr Freund wissen, was ihr wirklich fehlt, allen anderen Freunden und Bekannten spielt sie etwas vor.

Genauso unterschiedlich gehen auch die Eltern mit der Situation um. Zacs Mutter verbringt die schwere Zeit der Isolation, die die Knochenmarktransplantation mit sich bringt, in seinem Zimmer. Sie spielt Videospiele mit ihm, holt ihm einen Minze-Shake aus der Cafeteria, wenn er Appetit darauf hat, und ist in dieser schweren Zeit einfach für ihren Sohn da. Mias Mutter hingegen, so geht es aus dem hervor, was Zac durch die dünne Wand mitbekommt, ist immer kurz angebunden, wenn sie ihre Tochter auf der Krebsstation besucht.

„So wenig Held wie ich ist sonst niemand. Ich bin nicht freiwillig in diesen Krieg gezogen. Die Leukämie, diese blöde Sau, hat mich zwangsrekrutiert.“ (Seite 62)

A. J. Betts hat die unterschiedlichen Emotionen in Bezug auf diese heimtückische Krankheit und das Umgehen mit dieser mit vielen Facetten beschrieben, was mir sehr gut gefallen hat. Denn jeder Mensch ist anders und geht auch anders mit einer solch schweren Situation um. Ein schöner und großer Pluspunkt des Buches.

Die sich anbahnende Liebe zwischen Zac und Mia geht langsam vonstatten. Alles beginnt mit einer Freundschaftsanfrage auf Facebook. Mitten in der Nacht – meist gegen 3 Uhr morgens, wenn beide nicht schlafen können – chatten sie miteinander und tauschen so ihre Gedanken und Gefühle aus. Der weitere Verlauf ist keineswegs vorauszuahnen. Die Autorin hat für ihre Protagonisten ebenso viele Glücksmomente wie Rückschläge im Gepäck, und die Liebe von Zac und Mia scheint schon an ihrem Ende angekommen zu sein, bevor sie sich überhaupt vollends entfalten konnte.

„Ob ihr Haar wohl nachgewachsen ist? Ist sie letztendlich im Rollstuhl auf dem Ball gewesen? Schaut sie nach vorn, wie es sein sollte? Lacht und flirtet sie, wenn sie am Wochenende ausgeht? Ist sie inzwischen stolz auf ihre Narbe und zeigt sie jedem? Hat sie mich vergessen, so wie es sein sollte? Genauso wie ich sie vergessen sollte?“ (Seite 130)

Mit der Unterteilung in drei Teile – Zac und Mia – gibt A. J. Betts ihrem Buch Struktur. Denn zunächst erfährt der Leser von Zac, was passiert. Im Mittelteil wechseln sich die beiden mit ihren Schilderungen ab. Und zum Schluss richtet Mia das Wort an die Leser. So kommt keiner von den beiden zu kurz und man hat als Leser kaleidoskopartige Gefühle vor sich, die allesamt ziemlich realistisch wirken – mit all ihren Licht- und Schattenseiten.

Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe ist absolut schön zu lesen. Die Autorin hat für ihre Protagonisten die richtige Sprach- und Ausdrucksweise gefunden. Für eine Geschichte, die ein so schwieriges Thema behandelt, ist sie angenehm zu lesen, da die Autorin nicht mit aller Kraft auf die Tränendrüse drückt. Ganz am Ende allerdings, bahnten sich dann doch ein paar Tränchen ihren Weg. Damit konnte ich aber gut leben und es passte zu der Situation.

Fazit? Einfach ein tolles, absolut lesenswertes Buch!

„Wenn ein Tier sich am heftigsten wehrt und um sich tritt, muss man es ganz besonders eng an sich drücken.“ (Seite 291)

5

 

{Rezension} Shadow World. Kampf der Seelen (Untamed City #1) | Melissa Marr

10 Jul

Shadow World

Autor: Melissa Marr
Titel: Shadow World. Kampf der Seelen
(OT: Carnival of Secrets)
Seitenzahl: 352 Seiten
ISBN: 978-3-473-40115-4
Verlag: Ravensburger
Veröffentlichung: Juli 2014
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„Ich muss trainieren zu töten. Die Versuchung, das Training zu schwänzen, war groß, doch ihr Vater würde Fragen stellen. Dann müsste sie entweder zugeben, dass es jemanden gab, der es wert war, das Training ausfallen zu lassen – oder sie müsste ihn anlügen. Keine angenehme Vorstellung.“ (Seite 15)

Die 16jährige Mallory lebt mit ihrem Ziehvater Adam ein unbeständiges Leben. Ständig müssen sie umziehen, denn er besitzt etwas, das der Herrscher der STADT, Marchosias, unbedingt zurück haben möchte. So leben beide wie auf der Flucht.
Kurz vor ihrem nächsten Umzug lernt sie Kaleb kennen. Der Junge hat ihr den Kopf verdreht und sie mag sich kaum von ihm trennen.
Doch Kaleb ist nicht der, der er vorgibt, zu sein…

Das Cover hat mir richtig gut gefallen. Neugierig griff ich zur Leseprobe, und auch diese gefiel mir richtig gut.
Schon im Prolog zeigt die Autorin uns auf, um was es hier geht: um eine magische Welt, in der Magi, Daimonen und Menschen leben. Doch beide „Arten“ sind keine Freunde, im Gegenteil. Und doch hat eine junge Frau ihr Kind einem Maga in vertrauensvolle Hände gegeben. Warum nur?

„Die Magi hatten Zauberkraft, Daimonen Körperkraft und Menschen Waffen.“ (Seite 18)

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Zuerst geht es natürlich um Mallory, die mit jugendlichen Problemen konfrontiert wird. Zusätzlich lebt sie ein Leben auf der Flucht – ständig muss sie vor Marchosias und seinen Gefolgsleuten fliehen.
Der zweite Handlungsstrang wird aus Ayas Sicht erzählt. Sie ist eine Kämpferin in der STADT. Hier versucht sie, sich zwischen den männlichen Daimonen zu behaupten. Sie nimmt am „Basar der Seelen“ Teil, dessen Sieger eine höhere Stellung und Macht erhält.

Die Welt, die die Autorin hier erschaffen hat, war für mich interessant, konnte aber keine Überraschungen bieten. Die Daimonen haben ein Kastensystem. Die Gepflogenheiten erinnern mich teilweise an das barbarische Mittelalter, voller brtulater Kämpfe und Söldner. Frauen sind Gebährmaschinen, ohne Recht auf eigene Meinung. Genau dieser Welt möchte Aya entfliehen.
Doch wirklich überzeugen konnte Melissa Marr mich nicht.
Ebenso wenig mit den Charakteren. Zu keinem konnte ich eine Verbindung aufbauen, keine Person war mir sympathisch. Weder Mallory, noch Aya, noch Kaleb.

Der Schreibstil liest sich gut. Doch auch mit dem Plot konnte ich leider nicht viel anfangen. Die Geschichte konnte mich nicht mitreißen. Einige Dialoge kamen mir unlogisch vor bzw. völlig nichtssagend. Dabei fand ich die Grundidee mit dem „Basar der Seelen“ gut. Die Story plätscherte so vor sich hin, ohne dass die Geheimnisse der Protagonisten oder die Wendungen mich besonders positiv überraschen konnten. Auf einigen Seiten passierte für mich auch gar nichts.

„Die Regeln waren ziemlich einfach: Es musste mindestens fünfmal Blut geflossen sein, bevor getötet werden durfte. Es gab keine Hilfe von außen. Die Kämpfer durften den vorgegebenen Kampfring nicht verlassen und mussten sich bemühen, am Leben zu bleiben.“ (Seite 46)

Schade, waren Cover und Leseprobe (sowie die Aufmachung des Buches) doch sehr vielversprechend. Ich denke aber, dass viele Fantasyleser, die Spaß an einem Kampf der Welten haben, dieses Buch mögen werden.

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Reiheninfo:
1. Carnival of Secrets / Shadow World, Kampf der Seelen
1.5 Carnival of Lies
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2,5

SaCre

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