[Rezension] Die Rache trägt Prada. Der Teufel kehrt zurück | Lauren Weisberger

12 Okt
Die Rache traegt Prada Der Teufel kehrt zurueck von Lauren Weisberger
 
Titel: Die Rache trägt Prada. Der Teufel kehrt zurück
Autor: Lauren Weisberger
Seitenzahl: 448 Seiten
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-54287-1
Veröffentlichung: 16. September 2013
Leseprobe

Zum Inhalt:

Acht Jahre sind vergangen, seit Andrea Sachs dem glamourösen Modemagazin Runway und vor allem dessen teuflischer Chefin Miranda Priestly den Rücken kehrte. Inzwischen ist Andrea Herausgeberin von „The Plunge“, dem derzeit angesagtesten Brautmagazin, und arbeitet dort mit ihrer ehemaligen Konkurrentin und derzeitigen besten Freundin Emily zusammen. Alles könnte so schön sein, zumal auch noch Andreas Hochzeit mit dem umwerfenden Max, Spross eines einflussreichen Medienunternehmers, bevorsteht. Doch ihre Zeit bei „Runway“ verfolgt Andrea noch immer. Und sie ahnt nicht, dass all ihre Versuche, sich ein neues Leben aufzubauen, sie direkt in ihr altes zurückführen – und in die Arme von Miranda Priestly. (© Goldmann)

Der Teufel trägt Prada & Die Rache trägt Prada - Lauren Weisberger

Der Teufel trägt Prada & Die Rache trägt Prada – Lauren Weisberger

Meine Meinung:

Wenn ich ein paar Jahre und an „Der Teufel trägt Prada“ zurückdenke, fällt mir als erstes ein, dass ich mich damals kringelig gelacht habe – vor allem wegen Miranda Priestly und ihrer, um es nett auszurücken, gewöhnungsbedürftigen Eigenarten. Was Frau Weisberger damals zu Papier gebracht hat, ließ mir Lachtränen über die Wangen laufen. Und um ganz ehrlich zu sein: nichts anderes habe ich auch von der vorliegenden Fortsetzung – der Inhaltsangabe und des Titels wegen – erwartet.

Beginnen wir mit den positiven Aspekten von „Die Rache trägt Prada. Der Teufel kehrt zurück“. An sich ist das Buch eigentlich recht unterhaltsam, beinhaltet die eine oder andere witzige und auch skurrile Situation und lädt dank des lockeren Schreibstils zu kurzweiligen Lesestunden ein. Hiermit ist mein Potenzial an gutgemeinten Worten zu dem Buch aber leider auch schon erschöpft. Es folgt das große Aber…

Es hält nicht das, was der Titel verspricht. Auf die suggerierte Rache bzw. die Rückkehr des Teufels musste ich fast komplett verzichten. Hofft man, so wie ich, auf Miranda Priestly in Bestform, kann es einem leicht passieren, dass man bitterlich enttäuscht wird. Denn bis zu ihrem ersten richtigen Auftritt muss man, von einem kurzen Vergnügen gleich zu Beginn in Form eines Albtraums von Andy mal abgesehen, viele, sehr viele Seiten umblättern.

„Eine Gemeinsamkeit gab es zwischen „The Plunge“ und „Runway“: die langbeinigen Gazellen in ihren Designer-Outfits und mit den Stiletto-Absätzen.“ (Seite 189)

Bis dahin besteht das Buch aus vielen Rückblenden, die darüber berichten, wie sich Andys Leben nach „Runway“, Miranda und den legendären Abschiedsworten in Paris entwickelt hat. Auf die Fragen, wie es direkt nach „Runway“ weiterging, ehe sie mit ihrer ehemaligen Erzfeindin und nun besten Freundin Emily das Magazin „The Plunge“ ins Leben gerufen hat, wie sie ihren Mann Max kennen und lieben gelernt hat und manches andere erhält man ausreichend Antwort. Ms Priestly sucht man dafür aber größtenteils leider vergeblich. Wenn überhaupt kommt sie nur in aufgewärmten Erinnerungen vor. Und auch nachdem sie sich die Wege der beiden dann endlich kreuzen, spielt Miranda nur am äußersten Rande eine Rolle. Hat sie aber einen ihrer wenigen Auftritte, läuft sie zur Bestform auf – immerhin.

Wie oben schon erwähnt, fand ich „Der Teufel trägt Prada“ damals klasse. Aber die Fortsetzung kommt da für meinen Geschmack nicht mal ansatzweise ran. Dafür liegt der Fokus einfach zu sehr auf Andy, ihrem leben und ihren Problemchen. Vielleicht hätte ich das besser akzeptieren können, wenn der Titel nicht – wie ich im Nachhinein nun weiß – falsche Hoffnungen in mir geweckt hätte. Als Mittel zum Zweck, um eine möglichst große Leserschaft und die Fans von Miranda zu erreichen, ist er perfekt. Bei mit hat das auch funktioniert. Doch zum Schluss gucke ich leider enttäuscht in die Röhre.

„Die Rache trägt Prada. Der Teufel kehrt zurück“ ist eine lockere und leichte Komödie. Für Fans von „Der Teufel trägt Prada“ und vor allem von Miranda Priestly – so wie meine Wenigkeit – möchte ich allerdings eine leise Warnung aussprechen. Denn in Bezug auf Ms Priestly kommt man nicht auf seine Kosten, wie ich finde. Vielleicht wäre es in diesem speziellen Fall sogar ganz gut, wenn man den Vorgänger nicht kennt. So besteht dann zumindest noch die Chance, dass nicht allzu viele Hoffnungen zerstört werden.

2SaFi

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