{Rezension} This is not a love story | Holly Bourne

this_is_not_a_love_story-9783423715850

Autor: Holly Bourne
Titel: This is not a love story (OT: Soulmates)
Seitenzahl: 512
ISBN: 978-3-423-71585-0
Verlag: dtv
Veröffentlichung: April 2014
Leseprobe
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„Immer noch spürte ich Noahs Aufmerksamkeit auf mir und so langsam wurde mir etwas schwummrig. Ich musste weg von ihm. Er wirkte auf mich wie Kryptonit auf Superman oder so was. Einfach unerträglich, Punkt.“ (Seite 80)

Penny ist 17 und lebt in der Nähe von London. Die große Liebe ist für sie nur ein Phänomen, ein Werbeding der Hollywood-Industrie. Was völlig real ist: ihr Sarkasmus. Als sie mit ihren Freundinnen Lizzie, Amanda und Ruth auf einer Band Night die „Growing Pains“ sieht, fliegen zwischen ihr und dem Gitarristen Noah geradezu die Funken.
Bald scheint alles vergessen, was sie bisher an negativen Gedanken über die Liebe hatte. Es knistert gewaltig zwischen den beiden. Und das wird zur Gefahr für ihre Mitmenschen…

„Wie Noah vor meiner Haustür zum Beispiel. MEINER Haustür. Und wir gingen auf einen Kaffee. Zusammen. Keine sechs Stunden, nachdem ich mir geschworen hatte, mich von ihm fernzuhalten. Na ja. Versprechen waren da, um gebrochen zu werden. Oder galt das für Regeln? Egal, ich war jedenfalls glücklich. Gliglaglücklich. Glücklich wie überhaupt noch nie.“ (Seite 135)

Die Leseprobe hat mir richtig gut gefallen. Und so hab ich mich sehr gefreut, dass ich bei der Bloggeraktion des Verlages tatsächlich das Buch gewonnen habe. An dieser Stelle nochmal vielen Dank!

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir ganz leicht, dank Penny. Von der ersten Seite an war sie mir sympathisch. Sie ist aufgeweckt, clever und nimmt sich selber nicht zu ernst. Ihr Sarkasmus hatte es mir von Beginn an angetan und ließ mich oft schmunzeln. Daneben ist sie aber, wie alle Mädels in ihrem Alter, trotz allem neugierig auf die Liebe.
Ihre Clique ist sehr gemischt. Ihre beste Freundin Lizzie ist genauso, wie man sich eine Freundin vorstellt. Eine zum Liebhaben. Amanda ist sehr schüchtern; ihr Freund Johnno genauso. Beide werden schon rot, wenn jemand sie beim Händchenhalten sieht. Und dann gibt es noch Ruth, die Sexbombe der Clique. Eine, die nicht mit ihren Reizen geizt und sich gerne freizügig gibt.

„Aus meinem Mund drang ein Stöhnen, das ich rasch als Husten zu tarnen versuchte. Bei Wahrheit oder Pflicht ging es nur darum, dass die sexuell erfahrenen Mädchen entweder die Werbetrommel für sich rühren durften, indem sie kokett zugaben, Freiluftsex gehabt zu haben, oder zu irgendwas pseudoverpflichtet wurden, wie Schnaps trinken oder so. Während Leute wie ich, die in ihrem Leben erst einen einzigen Penis zu Gesicht bekommen hatten, nämlich im Sexualerziehungsvideo in der Neunten, meist stocknüchtern bleiben und sich grauenhaft minderwertig fühlten.“ (Seite 220)

Und dann ist da Noah. Ich muss sagen: schon wieder ein männlicher Hauptdarsteller eines Young Adult Romans, der mich bedingungslos überzeugt. Er sieht gut aus, ist tough und Gitarrist. Damit kokettiert er natürlich. Zusammen mit Penny gibt er ein Paar ab, das gleichermaßen liebenswürdig als auch explosiv ist.

Mit ihrer Art, die Figuren und die Geschichte zu beschreiben, konnte die Autorin mich von der ersten Zeile an begeistern. Ich war sofort in der Geschichte und habe mit Penny gelacht und mich in Noah verliebt.
Nach dem 3. Kapitel gab es ein Zwischenkapitel, das mich zuerst kurz verwirrt hat. Beim nächsten Zwischenkapitel konnte ich diesen zweiten Handlungsstrang, der nur sporadisch auftaucht – aber immens wichtig ist -, schon besser verstehen. Und eine leise Ahnung schlich sich in meinen Kopf.
Holly Bourne hat es geschafft, die ganzen Emotionen, das Verliebtsein, das Kribbeln im Bauch, die Freude, den anderen zu sehen, zu 100% auf mich zu übertragen. Aber auch die Elektrizität und das Knistern gingen voll auf mich über.
Doch ihre Liebe ist gefährlich. Nicht nur für die beiden, sondern auch für alle in ihrem Umfeld.

„Das Zusammensein mit Noah nahm mich offenbar derart in Anspruch, dass ich erst dann klar denken konnte, wenn er nicht in der Nähe war. Wahrscheinlich war schon allein das Grund zur Sorge, doch dann fielen mir Lizzies Worte wieder ein und ich verordnete mir pures Genießen.“ (Seite 268)

Zum Ende hat die Autorin mich geradezu fertig gemacht. Ich konnte es nicht glauben, dass das tatsächlich passierte, was ich da las. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Und dann gab es eine Stelle, die mich zerrissen und mir das Herz gebrochen hat. Es ist wirklich selten, dass mir bei einem Buch die Tränen kommen. Hier musste ich aber richtig weinen. Und es dauerte Minuten, bis ich mich wieder im Griff hatte.
Ich will gar nicht mehr dazu schreiben, außer: es war trotzdem perfekt!
Was ich noch anmerken möchte: den englischen Original-Titel „Soulmates“ finde ich viel besser. Schade, dass dieser nicht übernommen wurde.

„This is not a love story“ kann ich allen Lesern empfehlen, die sich gerne in eine schöne Geschichte um das erste Verliebtsein entführen lassen möchten und die starke Charaktere mögen. Taschentücher sollten aber für den Fall der Fälle bereit liegen. Und sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt! ;)

„Vor Noah hatte ich mir über das Thema keine großen Gedanken gemacht. Doch damit war ich ziemlich allein gewesen. Ich dachte an die schnulzigen Schmöker, die Amanda reihenweise verschlang, oder die Romantik-Komödien, mit denen Ruth es so hatte. Sogar Lizzie hatte mir gestanden, dass sie auf die Liebe wartete. Und doch – so kam es mir wenigstens vor – schien die Liebe niemals den Erwartungen gerecht zu werden, die man in sie setzte.“ (Seite 475/476)

5

SaCre

16 Comments on “{Rezension} This is not a love story | Holly Bourne

    • Es ist halt einfach ein unglaublich tolles Buch. Meine Rezi wird dem gar nicht gerecht. :(

      Du solltest es lesen! Unbedingt! Und leg Taschentücher bereit!!! :D

      Meine WuLi wird auch nicht kleiner, wenn ich bei dir & Co. schnüffle. Vielleicht sollten wir das Bloggen dann sein lassen? :D

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      • ja ja, ich weiß ja, werde es auch holen u lesen, versprochen! ^^ Natürlich immer nur mit Taschentüchern in Reichweite -> Standardregel :)

        du sagst es und ja… habe ehrlich gesagt schon daran gedacht etwas kürzer zu treten, was das Bloggen betrifft :(

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        • Daumen hoch!

          Hm, ok… Das wäre aber schade, wenn du kürzer treten würdest. Aber es ist halt ein Hobby. Wenn andere Dinge zeitweise wichtiger sind, ist das so!

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          • *g* ja, und ich hoffe, es gefällt mir dann auch so gut.

            ja, dieses Jahr ist doch etwas heftig, aber das weißt du ja. Denke, dass es dann im Herbst wieder leichter wird. Versuche mich da nicht stressen zu lassen, nur klappt es nicht immer.^^

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  1. Ich hab das Buch gestern Abend beendet und du spricht mir sowas von aus der Seele!!
    Obwohl ich das Ende wirklich gar nicht mag*kopfschüttel*
    Ich war gerade so herrlich in diesen schmuseextremmegaGefühlen drin..und dann sowas*heul*

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    • Schön, dass es dir, bis auf das Ende gefallen hat! :)
      Ich finde, dass man nicht immer ein Happy End haben kann. Erst war ich auch entsetzt. Aber dann dachte ich: wäre alles gut ausgegangen, hätte das Buch nicht diese krassen Emotionen in mir aufgerufen. Und ob es mir dann sooo gut gefallen hätte?
      Für mich also perfekt!

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  2. Pingback: Wall of Fame | April 2014 | Bookwives

  3. Ohje, scheint so, als ich ob das Buch nun doch haben muss! Mir gefällt das Cover ja so gar nicht, aber wenn du sooo davon schwärmst…. immer diese Luxusprobleme ;-)

    Liebe Grüße,
    Jess

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      • Ich weiß, es ist eine Weile her – aber soeben habe ich das Buch tatsächlich gelesen.. und bin gerade ziemlich enttäuscht. Ich mochte die beiden unheimlich gern zusammen, aber die Zwischenkapitel und die Story dazu? Konnte ich gar nicht ab. Da hätte ich wohl doch lieber einen normal NA-Roman gehabt.. :-(

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