{Rezension} Ein Kuss unter dem Mistelzweig | Abby Clements

9 Dez

Artikelbild_Mistelzweig

Autor: Abby Clements
Titel: Ein Kuss unter dem Mistelzweig
Seitenzahl: 352
ISBN: 978-3-442-48020-3
Veröffenlichung: 18. November 2013
Verlag: Goldmann
Leseprobe
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Laurie ist eine ehrgeizige und ambitionierte Designerin in London. Doch beim Launch der mit großen Spannung erwarteten Accessories-Serie „Navajo“ passiert ihr ein folgenschwerer Fehler. Ihr Chef empfiehlt ihr, dringend zwei Monate Urlaub zu machen.
Rachel ist Ehefrau und Mutter zweier Kinder. Als Hausfrau liebt sie es, ihr Cottage zu dekorieren und engagiert sich mit anderen Frauen in dem kleinen Dorf Skipley ehrenamtlich. Plötzlich geht es ihrer Schwiegermutter Bea sehr schlecht. Die Ärzte überweisen sie zu einem Spezialisten nach London. Für Rachel, ihren Mann Aiden und die Kinder steht fest, dass sie Bea nach London begleiten.
Rachel kontaktiert Laurie und bittet sie um Hilfe. Und so kommt es, dass beide Frauen für einige Wochen die Häuser tauschen. Die hippe Laurie verschlägt es nach Skipley, und Rachel und Familie nisten sich in London ein. Und so erleben beide Frauen die Welt der anderen hautnah…

„Hier in den Yorkshire Dales, wo es keine Arbeit gab, über die sie nachdenken musste, und wo sie zudem weit entfernt von Jay war, konnte sie vielleicht endlich die Person sein, die sie immer hatte sein wollen – oder zumindest herausfinden, wie oder wer diese Person war. Wahrscheinlich würde sie nicht lange in Skipley bleiben, aber vielleicht – nur vielleicht könnte das die Auszeit sein, die sie nie gehabt hatte.“ (Laurie, Seite 135)

Rachel und Laurie sind Freundinnen, und so unterschiedlich wie Tag und Nacht.
Laurie ist karrieresüchtig und ordnet alles dem Job unter. Einschließlich ihres Privat- und Liebeslebens. Durch ihre Designertätigkeit ist sie ein Glamour-Girl, draufgängerisch. Was sie absolut nicht kann: abschalten. Es fällt ihr schwer, abzuschalten. Es gibt nichts schlimmeres für sie, als nichts zu tun. Selbst für ein Wellness-Wochenende kann sie sich nicht begeistern. Trotz allem hat sie einen weichen Kern. Das merkt man sofort. wenn es um Jay geht. Doch leider setzt sie die Prioritäten in ihrem Leben falsch. Von Anfang an war sie mir aber sehr sympathisch.

Rachel dagegen wirkt hausmütterlich. Auf den ersten Blick scheint es ihr in ihrem Leben als Hausfrau und Mutter gut zu gehen. Sie ist sehr bodenständig, hat leider aber kaum Selbstbewusstsein. Ihr Mann Aiden und sie führen eine gute Ehe. Beide lieben sich. Der jüngere Sohn Zak ist aufgeschlossen und freundlich, Tochter Milly ist mitten in der Pubertät – entsprechend schwierig gestaltet sich das Verhältnis zu ihrer Eltern, vor allem zu Rachel.
Ihr geordnetes Leben gerät so ein bisschen aus der Bahn, als Schwiegermutter Bea erkrankt und die Familie nach London muss. Da das Geld knapp ist, kommt ihr die Idee, mit Laurie zu tauschen.
Rachel und ich waren von Beginn an befreundet. Auch ihre Familie mochte ich sehr.

Alle anderen Personen im Buch mochte ich ebenfalls sehr. Sie sind sehr unterschiedlich, mit Ecken und Kanten und passen gut zur Geschichte. Eine Person fand ich richtig toll – doch war ich über ihre Entwicklung in der Geschichte nahezu schockiert. Spoilern werde ich hier natürlich nicht. 🙂
Die Entwicklung, die die beiden Protagonistinnen im Laufe der Geschichte nehmen, hat mir gefallen.

Als Rachel in ihren kniehohen Stiefeln und in Lauries bezauberndem Kleid in Siobhans lachende Miene schaute, spürte sie etwas, das sie schon seit Jahren nicht mehr empfunden hatte: Sie fühlte sich frei.“ (Rachel, Seite 152)

Das Wichtigste: der Plot. Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Es ist so einiges passiert. Es gab einige offensichtlichen Dinge. Aber es gab auch Wendungen, die ich so nicht ganz erwartet hätte und die mich positiv überrascht haben. Diese Geschichte ist perfekt um Weihnachten herum aufgebaut. Natürlich gehört zu solch einer Geschichte auch Liebe dazu. Die gibt es hier auch – in der richtigen Menge, gut dosiert. Schön finde ich auch, wie das Thema Familie von der Autorin in der Geschichte behandelt wird.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen.

Nicht vergessen darf ich das Cover. In das habe ich mich sofort verliebt! Es hat Prägungen und Glitzer, und ist auch vom Design her absolut weihnachtlich.

„Ein Kuss unter dem Mistelzweig“ ist eine schöne Weihnachtsgeschichte über zwei Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und ihre Erlebnisse in der Welt der jeweils anderen. Zusammen mit den sympathischen Nebendarstellern und den kleinen Liebesgeschichten am Rande ist das Buch sehr schön für die Weihnachtszeit.

 

4

SaCre

3 Antworten to “{Rezension} Ein Kuss unter dem Mistelzweig | Abby Clements”

  1. Henni 9. Dezember 2013 um 22:07 #

    Tolle Rezension, aber das Buch spricht mich so auf Anhieb nicht an.. 🙂

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    • bookwives 10. Dezember 2013 um 08:37 #

      Hehe, das kann ja auch nicht bei jedem Buch so sein. 🙂
      Grüßly, SaCre

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  2. Bücherjunkies 16. Dezember 2013 um 11:59 #

    Mir hat das Buch auch gut gefallen, wir sind also anscheinend mal wieder einer Meinung 🙂

    LG Michaela

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