[Rezension] Dark Village 02 – Dreht euch nicht um – BENEDICTE | Kjetil Johnsen

5 Okt
Dark Village #2Titel: Dark Village 02 – Dreht euch nicht um
Autor: Kjetil Johnsen
Seitenzahl: 320 Seiten
Verlag: Coppenrath Verlag
ISBN: 978-3-649-61302-2
Veröffentlichung: September 2013 
Empfohlenes Lesealter: Ab 14 Jahren
Leseprobe

 

Zum Inhalt aus Benedictes Sicht:

Bei uns in Dypdal ist nach wie vor nicht viel los. Wir sind halt ein kleines norwegisches Kaff. Nach außen hin scheint es zumindest so. Doch hinter den Kulissen brodelt es heftig. Und das liegt auch an mir. Aber wer will mir schon etwas verbieten?! Wenn mir keiner helfen will, muss ich meinen Weg halt alleine gehen. Auch wenn er vielleicht nicht ganz ungefährlich ist. Ich muss aber darauf achten, dass ich meine perfekte Benedicte-Fassade aufrecht erhalte, sonst merken die anderen noch etwas. Nur wenn ich alleine bin, erlaube ich mir, ich selbst zu sein.

Was ist bloß mit Nora los? Sie kommt mir so anders vor. Aber sie will einfach nicht mit der Sprache rausrücken… Was soll diese Geheimniskrämerei? Aber egal! Ich habe ja auch meine Geheimnisse vor den anderen. Und was hat Vilde bitte für ein Problem? Meckert mich an, schreit mir FUCK YOU mitten ins Gesicht. Die hat sie doch nicht mehr alle. Die ist doch bloß neidisch auf mich, mein Aussehen und meine Wirkung bei den Jungs. Auch wenn sie das natürlich abstreitet. Blöde Kuh! Und auch Trine benimmt sich merkwürdig. Sie läuft nicht mehr in ihren normalen Klamotten rum, sondern in engen Tops und stylt sich auf. Wir alle verhalten uns irgendwie anders…

Eine von uns hat nur noch 12 Tage zu leben. Eine von uns wird umgebracht. Von jemandem, den sie kennt. Eine von uns wird tot, in Folie eingewickelt, im See treiben.

Werde ich diejenige sein, die sterben wird?

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Dark Village 02 – Dreht euch nicht um – Kjetil Johnsen

Meine Meinung:

Nach einem kleinen Rückblick, der alles Wichtige aus Teil 1 nochmal zusammenfasst, geht die Handlung nahtlos weiter.

In bereits bekannter Art und Weise springt die Handlung bzw. Darstellung alle paar Seiten hin und her. Neben den Sichtweisen von Vilde, Trine, Nora und Benedicte kommen noch ein paar weitere hinzu. So bekommt Nick z. B. ein wenig mehr Platz in diesem Teil, aber auch andere Mitschüler der Freundinnen, die bisher keine besondere Rolle spielten, kommen zu Wort. Ich empfand die ständigen Wechsel schon im Vorgänger als ein wenig zu hektisch, kam aber noch ganz gut mit meinen Gedanken hinterher. Durch die neu hinzugekommen Charaktere und der einen oder anderen Namensähnlichkeit habe ich jetzt aber ein riesiges Gedanken-Knäuel in meinem Kopf, dass ich beim besten Willen nicht so recht entwirren kann.

„Da hörte sie Stimmen. Sie kamen aus dem Kopierraum. Nora machte einen Schritt auf die Tür zu, stellte sich dicht davor und horchte. Sie konnte nicht verstehen, was gesagt wurde, aber dann fiel ihr vor Staunen die Kinnlade runter.“
Waaas? (Seite 54)

Gut gefallen hat mir, dass sich die Charaktere der vier Freundinnen ein Stück weiterentwickeln. Manche von ihnen positiv, die anderen in die negative Richtung. Sie stehen nicht auf der Stelle, auch wenn sie das vielleicht selber gar nicht merken. Es geht etwas in ihnen vor. Und das kann man als Leser sehr gut wahrnehmen.

Was all die Fragen angeht, die im Laufe von Band 1 aufgekommen sind und natürlich auf die Frage aller Fragen (Wer stirbt?), gibt es wenn überhaupt nur teilweise Antworten in „Dreht euch nicht um“. Es bleibt weiterhin alles sehr undurchsichtig und Verdachtsmomente kommen einige vor. So ist es schlichtweg nicht möglich, eine Ahnung zu haben, wie es am Ende ausgehen wird.

Ich bin nicht mehr ich, schrieb sie. So etwas wäre meinem alten Ich nicht passiert. Nicht der, die ich einmal war. Also bin ich nicht mehr ich. Sie legte den Stift weg.“ (Seite 100)

Die 12 Tage, die eine der vier Freundinnen noch zu leben hat, haben wir nun hinter uns gebracht – ohne zu wissen, wer da nun tot im See treibt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es selbst im nächsten Teil darauf noch nicht wirklich eine Antwort geben wird, sondern der Autor sich dann wahrscheinlich erst mal mit ein, zwei anderen Schauplätzen beschäftigen wird, für die er im ersten und diesem Teil die Grundsteine gelegt hat.

Im Großen und Ganzen stehe ich dem zweiten Teil der Reihe ähnlich gegenüber wie Band 1. Manches hat mir besser gefallen, anderes dafür weniger. Ich vergebe die gleiche Bewertung wie für „Das Böse vergisst nie“ und hoffe auf ein bisschen weniger Gedanken-Wirrwarr in Teil 3 und vielleicht die eine oder andere Antwort auf die vielen im Raum stehenden Fragen.

„Die Welt war kantig und hart und schwer zu begreifen – für alle vier.“ (Seite 179)

3,5

SaFi

bookwives meetEine Rezension aus der Sicht von Vilde findet ihr hier bei uns.
Und bei Bücherjunkies gibt es eine aus der Sicht von Trine.

Eine Antwort to “[Rezension] Dark Village 02 – Dreht euch nicht um – BENEDICTE | Kjetil Johnsen”

Trackbacks/Pingbacks

  1. [Gewinnspiel] Dark Village 02 – Dreht euch nicht um | Bookwives - 6. Oktober 2013

    […] den vergangenen drei Tagen haben wir euch Rezensionen aus der Sicht von Vilde, Trine und Benedicte vorgestellt.  Wie auch schon beim ersten Teil, wollen wir euch so die unterschiedlichen Charaktere […]

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