{Geschaut} The Revenant & Die 5. Welle

19 Jan

Im Moment (und den nächsten Wochen) kommen unglaublich viele gute Filme im Kino. Und so kam es, dass ich in den letzten 7 Tage zweimal im Kino war. Unser Lieblingskino hat Montags Kinotag. Da kostet der Eintritt dann nur 5 Euro (plus Zuschlag für Überlänge bzw. 3D).

© Twentieth Century Fox of Germany GmbH

© Twentieth Century Fox of Germany GmbH

Am 11. Januar habe ich mir „The Revenant – Der Rückkehrer“ angeschaut. In der Nacht zuvor hat Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio einen „Golden Globe“ für die Rolle bekommen. Und das völlig zurecht! Ich würde es ihm gönnen, wenn er auch den „Oscar“ Ende Februar dafür erhält.

Der Trapper Hugh Glass befindet sich in den 1820ern mit einem Trupp auf einer Expedition in den Rocky Mountains. Dort wird er von einem Bären angegriffen. Das Team teilt sich auf. Ein Teil zieht weiter, ein Teil soll bei Hugh bleiben bis er entweder stirbt oder wieder so fit ist, dass er nach Hause gelangen kann. John Fitzgerald (gespielt von Tom Hardy) und Jim Bridger (Will Poulter) geben ihm keine Überlebenschance. Und als sich Indianer ihrem Lager nähern, lassen sie ihn zurück. Doch zuvor nimmt Fitzgerald noch die komplette Ausrüstung mit.
Wie durch ein Wunder überlebt Glass und sowohl Rache als auch sein purer Überlebenswillen treiben ihn dazu an, sich durch die Rocky Mountains zu kämpfen um zurück ins Basislager von Captain Henry (Domhnall Gleeson) zu gelangen.

Der Film beginnt direkt mit einem Kampf. Das Lager der Trapper wird von Indianern überfallen und sie müssen fliehen. Während des Kampfes kommt es natürlich zu Verlusten auf beiden Seiten. Schon die ersten Minuten ließen mich erahnen, dass es im Film häufig sehr brutal zur Sache gehen könnte. Und das hat sich bestätigt. Um ehrlich zu sein, war ich auf die vielen Kampf-/Gewaltszenen nicht vorbereitet.
Relativ früh erfolgt dann auch der Kampf von Glass mit dem Beeren. Und das fand ich richtig krass. Nicht nur den Kampf selber, sondern auch die spezielle Kameraführung. Ich hatte das Gefühl, direkt neben der Szene zu stehen und live dabei zu sein. Das war richtig aufregend.
Im weiteren Verlauf des Films gab es häufiger diese speziellen Einstellungen, die mir das Gefühl gaben, mitten im Geschehen zu sein. Es ist Winter, es ist bitterkalt und der Atem des Trappers lässt die Kamera beschlagen. Das fand ich richtig gut gemacht.

Die Geschichte ist wirklich spannend! Zu sehen, wie Hugh Glass um sein Überleben kämpft, ist unglaublich. Was natürlich auch an DiCaprios großartiger Darstellung liegt!
Einige Szenen sind für zartbesaitete nicht einfach zu verdauen. Und ich muss zugeben, dass ich auch zweimal die Hände gehoben habe, um mir kurz klammheimlich die Augen zu verdecken. *räusper*
Es gibt eine Szene, die ich bestimmt nie vergessen werde. Diese wird wohl jeden Pferdeliebhaber um den Verstand bringen. Ich möchte jetzt natürlich nicht spoilern, kann aber in einem Kommentar gerne verraten, welche ich meine. Diejenigen, die den Film gesehen haben, wissen es bestimmt. Und mich interessiert, ob das auch im Buch stand und ob das wirklich so geschehen ist?

Zwischendurch erlebt Hugh Glass immer wieder Flashbacks. Er denkt zurück an seine Frau, die Indianerin war, und auf tragische Weise ums Leben kam. Diese Szenen sind voller Melancholie. Für den Film waren sie meiner Meinung nach nicht unbedingt notwendig und wenn sie nicht vorgekommen wären, hätte ich auch nichts vermisst. Allerdings tragen sie zum ganz besonderen Flair des Films bei. Bei der Länge der Geschichte hätte ich sie wohl aber außen vor gelassen.

Was die Story so unfassbar macht ist die Tatsache, dass sie auf wahren Begebenheiten beruht. Glass, Bridger und Fitzgerald sind Personen, die es tatsächlich gegeben hat. Ebenso der Angriff des Bären und der Fakt, dass beide vor einem Indianer-Angriff flohen und Glass überlebte. All dies ist historisch belegt.

Falls ihr euch den Film noch anschauen möchtet, packt euer Sitzfleisch gut ein. Denn er dauert mal eben über 150 Minuten. Aber jede Einzelne davon lohnt sich!
Zum Trailer bei Moviepilot geht es >>hier lang<<.
Für mich ist der Film sehr gut geworden. Er lebt von den grandiosen Schauspielern (Tom Hardy spielt den skrupellosen Bösewicht sehr gut) und der unglaublichen Geschichte. Die Rocky Mountains im gnadenlosen Winter sind ein perfekter Schauplatz für diese Inszenierung.

Der Totgeglaubte

5 Herzen

***

© Sony Pictures Releasing GmbH

© Sony Pictures Releasing GmbH

Gestern Abend ging es dann wieder dystopisch zu.
„Die 5. Welle“ von Rick Yancey ist in aller Munde. Im letzten Februar habe ich das Buch begonnen und während der ersten 70 Seiten gedacht, dass ich mein Jahreshighlight gefunden hätte. Doch buchstäblich von einer Seite auf die andere änderte sich das. Die Geschichte langweilte und verwirrte mich zugleich, sodass ich bei ca. Seite 150 aufgegeben habe. Der Trailer hat mich aber so neugierig gemacht, dass ich den Film trotzdem sehen wollte.

Eine Invasion von Außerirdischen hat die Erde unter Kontrolle. Das Leben ist nicht mehr so, wie es zuvor war. Die Aliens möchten die Erde einnehmen und gehen dabei schrittweise, in Wellen, vor. Die erste Welle ließ weltweit den Strom ausfallen. Elektromagnetische Strahlen sorgten dafür, dass Autos nicht mehr fahren. Die zweite Welle brachte Tsunamis und überschwemmte sämtliche Küstenstädte. Die dritte Welle war eine Vogelgrippe, die alle vorangegangenen Epidemien in den Schatten stellte. Nur wenige überlebten diesen Schritt. Während der vierten Welle eroberten Aliens Menschenkörper und konnten so unauffällig zwischen den Menschen leben und von „innen“ beginnen, die Menschheit auszurotten. Doch was sollte die fünfte Welle bringen?
Cassie (Chloe Grace Moretz) hat nur noch ihren Bruder. Doch der kleine Sammy (Zackary Arthur) wurde von der Armee gemeinsam mit vielen anderen Kindern und Jugendlichen in eine Base der Army gebracht, um sie dort zu screenen. Denn so will man die Aliens rausfinden und vernichten. Die Kinder sollten auf der Base vor der Außenwelt geschützt werden. Cassie wird verwundet und trifft auf Evan Walker (Alex Roe), der sich um sie kümmert und ihr helfen möchte. Doch er scheint ein Geheimnis zu haben…

Auf Chloe Grace Moretz als Cassie habe ich mich sehr gefreut. Doch leider ist sie für mich der große Kritikpunkt der Verfilmung. Ihre schauspielerische Leistung finde ich, was die Emotionen angeht, leider nicht gut. Da kam einfach nichts bei mir an. Das war für mich überhaupt nicht überzeugend.
Dafür, Ladies, solltet ihr Alex Roe beachten. Da hat ein heißes Gerät die Leinwand erobert! Ui, bei der Szene im See kamen wir Mädels doch ganz schön ins Schwärmen als wir den Guten oben ohne gesehen haben. *-* Lecker! Warum hat das Internet zu der Szene eigentlich keine Bilder? *seufz* Aber keine Angst, ich mache ihn euch nicht streitig. Ich bleibe dann doch bei Theo James.😉
Maika Monroe hat mich in ihrer Nebenrolle als Ringer überrascht. Ein toller „badass“ Charakter!

© Sony Pictures Releasing GmbH

© Sony Pictures Releasing GmbH

Den Anfang des Films habe ich genauso wie im Buch in Erinnerung. Und glücklicherweise kam für mich dann kein Einbruch. Ich empfand es als äußerst spannend, die Wellen mitzuerleben. Als Cassie sich danach alleine durchschlägt, hätte ich gerne mehr mit ihr gelitten und gefiebert. Doch das konnte ich nur bedingt.
Der Film hatte für mich ein konstant hohes Spannungslevel, welches sich zum Ende immer mehr steigerte. Evan bringt nicht nur nette Aussichten, sondern auch neuen Schwung. Die Aktionszenen fand ich gut umgesetzt.
Als geneigter Leser dieses Genres waren zwei entscheidende Wendungen für mich vorhersehbar. Auch ohne das Buch zu kennen. Ich habe diese geradezu erwartet. Jedoch muss ich sagen, dass ich das in dem Moment überhaupt nicht als enttäuschend empfand. Das hat meinem Spaß am Film keinen Abbruch getan.
Zu Beginn gibt es eine Szene, während der ersten Welle: Cassie ist in der Schule. In der Nähe des Gebäudes stürzt ein Flugzeug ab. Und sie steht mit den anderen Schülern am Fenster und beobachtet das Geschehen einfach. Das kam mir etwas seltsam vor. Bei der Detonation hätte ich erwartet, dass man sich aus Reflex duckt oder aus dem Zimmer stürzt. Ich hätte zuviel Angst, dass umherfliegende Trümmerteile oder die Explosion das Fenster zum Bersten bringen und mich verletzen. Oder geht das nur mir so?

Für mich ist die Leinwand-Adaption zu „Die 5. Welle“ ein gelungener Auftakt und Einstieg in die Trilogie. Der Film hat mich gut unterhalten, wenn auch mit kleinen Schwächen. Ich hoffe, dass die Hauptdarstellerin mich im nächsten Verlauf mehr überzeugen kann. Spannend war der Film aber alle Mal!
Weiß jemand, ob es hier auch bei drei Filmen bleiben wird?
Zum Trailer geht es >>hier<<.

 

Die fuenfte Welle von Rick Yancey

4 Herz

Habt ihr einen der beiden Filme bereits gesehen?

Sabrina

17 Antworten to “{Geschaut} The Revenant & Die 5. Welle”

  1. Philip 19. Januar 2016 um 10:39 #

    Huhu liebe Sabrina,

    du hast vollkommen Recht, es sind tolle Zeiten gerade mit interessanten Kinofilmen. The Revenant schaue ich mir am Mittwoch an weshalb ich diesen Tiel noch nicht gelesen habe.
    Die 5te Welle fand ich super. Zwar habe ich das Buch noch nicht ganz durch, aber das, was ich bisher gelesen habe, fand ich auch sehr nah im Film umgesetzt was mich sehr gefreut hat🙂
    Der Film hatte einige vielversprechende Wendungen parat und das Ende last auf weitere tolle Filme hoffen, ich bin gespannt.
    Deinen Kritikpunkt mit dem abstürzenden Flugzeug unterschreibe ich aber absolut. Das ist mir im Trailer schon aufgefallen. Man bleibt da nicht unbeteiligt vor dem Fenster stehen und denkt sich „oh ein Flugzeug“. Passiert ja nicht gerade täglich, dass das vor der Tür zerdeppert… Hier ware plausiblere Angst durchaus angemessen gewesen. Aber alle sin allem ein sehr unterhaltsamer, spannender und vielversprechender Film und ich freue mich, mehr davon zu sehen🙂

    LG
    Philip

    Gefällt 1 Person

    • bookwives 19. Januar 2016 um 19:51 #

      Hey Philip!
      Oh ja, man kommt ja kaum noch nach mit den Filmen, die man sehen möchte.
      Interessant, dass du die gleiche Meinung zur selben Stelle hast.🙂
      Am Ende fragte meine Freundin nur: Wieviel TNT hat der benutzt, um die Erde zu spalten?😀
      Abgesehen davon natürlich echt ein guter Start!

      LG
      Sabrina

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  2. buecher_bewertungen1 19. Januar 2016 um 11:30 #

    Hallo liebe Sandra,
    auf den Film “The Revenant – Der Rückkehrer” bin ich auch schon total gespannt. So wie du schreibst, soll er richtig gut sein? Ich war mir leider noch nicht so sicher, aber dein Beitrag hat mich überzeugt😉

    Ganz liebe Grüße
    Katha
    Katha ♥ von Buecher_Bewertungen1

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    • bookwives 19. Januar 2016 um 19:52 #

      Hi Katha,

      Oh ja, ich fand ihn richtig gut. Schau ihn dir an und lass mich deine Meinung wissen!🙂

      Grüße
      Sabrina

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  3. Verena normalistlangweilig 19. Januar 2016 um 17:30 #

    Danke für deine Einschätzung bzw. deine Begeisterung! Kann es sein, dass bei der Filmlänge eine 0 fehlt? Oder habe ich den Satz falsch verstanden? LG Verena

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    • bookwives 19. Januar 2016 um 19:53 #

      Huhuuu Verena!
      Genau, da habe ich eine 0 vergessen. -.-
      Hab es korrigiert. Danke!
      Und ja, ich bin wirklich begeistert. Vielleicht sollte ich nun öfter mal meine Meinung zu Filmen schreiben?

      LG
      Sabrina

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  4. Vanessa M. 19. Januar 2016 um 18:56 #

    Hallo Liebes,
    The Revenant steht bei uns auch noch hoch im Kurs, leider glaube ich nicht, dass wir es noch schaffen, den im Kino zu schauen. Der Babysitter fehlt 😐
    DiCaprio ist wirklich ein wahnsinnig guter Schauspieler, der eigentlich schon längst einen Oscar hätte bekommen sollen. Ich befürchte aber, dass er wieder einmal leer ausgehen wird… Ich habe mit meinem Mann schon gewettet, dass Eddie Redmayne wieder das Rennen macht 😂
    Mal sehen, wer gewinnt.
    Auf die 5. Welle bin ich zwar auch neugierig, da kann ich mich aber noch was gedulden, bis die DVD erscheint 😊
    Alles Liebe, Vanessa

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    • bookwives 19. Januar 2016 um 19:55 #

      Hey Liebes!

      Oh, es wäre echt traurig, ginge er auch in diesem Jahr leer aus.😦
      Ich drücke dir die Daumen, dass ihr es vielleicht doch noch schafft. Im Kino kommt der Film ja nochmal anders rüber.
      Hehe.
      Liebste Grüße

      Sabrina

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  5. Desiree 19. Januar 2016 um 22:34 #

    Hi Sabrina,

    ich habe die 5. Welle gesehen und fand ihn eher mittelmäßig. Vielleicht ist es interessanter, wenn man das Buch kennt, aber man erfährt ja kaum was über die „Fremden“. Dass mit dem Flugzeug war tatsächlich eher merkwürdig und mich hat auch nicht überzeugt, dass sie so ohne Probleme durch den Wald stolpert. Ich vermute aber, das Buch ist wesentlich detailreicher und damit interessanter. Mein Freund ist fast eingepennt ;-D

    LG Desiree

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    • bookwives 20. Januar 2016 um 17:01 #

      Hallo Desiree, das mit dem Buch könnte natürlich sein. Ich denke, im zweiten Film wird es etwas mehr Hintergrundwissen über die Fremden geben. Zumindest hoffe ich das.
      Hihi, und ich dachte noch, mit der Flugzeug-Sache wäre ich alleine.🙂

      Oh, das wäre aber ein teures Einpennen geworden.😉

      Grüße
      Sabrina

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  6. BirthesLesezeit 20. Januar 2016 um 22:33 #

    Wir werden demnächst auch noch in „the Revenant“ gehen, freue mich schon,umsomehr, nachdem ich Deine Besprechung gelesen habe – war mir nämlich nicht ganz sicher, oder er „etwas für uns“ ist. LG Birthe🙂

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  7. buecherstoeberia 24. Januar 2016 um 20:06 #

    Tolle Besprechungen!🙂 Ich traue mich nicht „The Revenant“ zu schauen, nachdem ich den Trailer schon zu krass für mich fand. *lach*

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    • bookwives 27. Januar 2016 um 07:57 #

      Vielen Dank!❤
      Oh, dann solltest du es dir vielleicht nochmal überlegen.🙂 Ist aber wirklich lohnenswert.
      LG Sabrina

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      • buecherstoeberia 27. Januar 2016 um 08:30 #

        Morgen schauen wir erst mal „Die fünfte Welle“, nachdem der Film nun doch wieder auch abends kommt. Und dann steht „Brooklyn“ auf der Liste, auf den freue ich mich schon total. Ich denke, „The Revenant“ wird sich mein Mann dann auf DVD holen, das reicht bestimmt auch.😉

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Trackbacks/Pingbacks

  1. Unpopular Opinions Book Tag | Bookwives - 25. Januar 2016

    […] klar: “Die 5. Welle“. Das Buch habe ich abgebrochen. Den Film fand ich, bis auf wenige Szenen, aber richtig […]

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