Das Labyrinth erwacht [Rezension]

25 Jun
Das Labyrinth erwachtTitel: Das Labyrinth erwacht
Autor: Rainer Wekwerth
Seitenzahl: 408
ISBN: 978-3-401-06788-9
Verlag: Arena
Veröffentlichung: Januar 2013
Empfohlenes Lesealter: Ab 14 Jahren
Leseprobe

Zum Inhalt:

Sieben Jugendliche erwachen in einer ihnen völlig unbekannten Umgebung. Sie wissen nicht warum und können sich bloß noch an ihren Namen erinnern. Der einzige Hinweis ist eine Botschaft des Labyrinths: 7 Jugendliche, aber nur 6 Tore, um in die nächste Welt zu gelangen. Insgesamt gibt es sechs Welten. In jeder Welt wird es ein Tor weniger als die Anzahl der Jugendlichen geben. Und sie sind nicht alleine…

Meine Meinung:

Von Geschichten, die ohne einleitende Worte auskommen und mich von der ersten Seite an in ihren Bann ziehen, kann ich ja nicht genug bekommen. Ich mag es sehr, wenn ich ohne große Vorreden in das Geschehen hineinplumpse. Genauso empfand ich auch den Einstieg in „Das Labyrinth erwacht“. Jeb, Jenna, Mischa, León, Tian, Kathy und Mary erwachen ohne Kleider am Leib in einer fremden Welt – ich erwachte mit ihnen. Sie haben keine Ahnung, wie sie dorthin gekommen sind – ich auch nicht. Uns blieb also nichts anderes übrig, als uns gemeinsam auf die Suche nach Antworten auf diese und andere Fragen zu machen. Und ich habe diesen Weg lesetechnisch sehr genossen.

„In jeder Welt gibt es Tore, Portale, die euch in die nächste bringen, am Ende des Weges liegt die Freiheit. Derjenige von euch, der alle Welten durchlaufen hat, gewinnt den Preis des Lebens. […] Ihr seid sieben Suchende, doch es gibt nur sechs Tore zur nächsten Welt. So wird es in jeder Welt sein, immer werdet ihr ein Tor weniger finden, als ihr Suchende seid. Einer von euch wird stets zurückbleiben, einer wird allein seinen Ängsten gehören. Wer leben will, muss kämpfen. Gegen andere, gegen sich selbst. Am Ende wird nur einer von euch überleben. Weil ihr im Labyrinth seid. Weil ihr verloren seid.“
(Seite 57/58)

Jeder der sieben Jugendlichen hat von Rainer Wekwerth einen interessanten und individuellen Charakter verliehen bekommen: der geborene Anführer, das nette Mädchen von nebenan, der knallharte Kämpfer, das manipulierende Biest, der schüchterne Einzelgänger… Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Gerade jugendliche Leser, die ja die Hauptzielgruppe dieses Buches sind, dürften sich somit mit dem einen oder anderen Protagonisten ganz gut identifizieren können. Aber auch für erwachsene Leser sind diese unterschiedlichen Charaktere sehr interessant.

Doch so unterschiedlich die Jungs und Mädchen auch sein mögen, sie müssen sich zusammenraufen. Getreu dem Motto: Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Eitel Sonnenschein herrscht deswegen aber nicht – wie auch?! Im Endeffekt ist sich ja jeder selbst der nächste. Gerade wenn es um das eigene (Über)Leben geht. Es kommt zu Spannungen, Zweifeln und vielem mehr. Aber auch freundschaftliche Annährungen entstehen und sogar zarte Gefühle kommen bei zwei der Beteiligten auf. Durch ständig wechselnde Sichtweisen auf das Geschehen und die eingeflochtenen Gedankengänge von Jeb & Co. bekommt man einen guten ersten Eindruck von den Charakteren.

„Purer Überlebenswille treibt uns an. Wir können nicht anders als kämpfen. Um jeden Zentimeter Boden, um die Tore, um die Möglichkeit, einen weiteren Tag zu erleben.“
(Seite 203)

Schnell nimmt die Geschichte an Fahrt auf und büßt auf den 400 Seiten auch nichts an Geschwindigkeit ein, ganz im Gegenteil. Die Jugendlichen werden verfolgt, müssen ums Überleben kämpfen, und ganz nebenbei auch noch einen Weg finden, den sie nicht kennen, um etwas zu erreichen, von dem sie nicht wissen, was es ihnen bescheren wird. Denn wer kann zu Beginn ihrer Odyssee schon sagen, ob die ominöse Botschaft stimmt? Die sieben Suchenden bekommen selten Gelegenheit, Luft zu schnappen. Und so erging es mir auch. Mit viel Tempo und Spannung schlugen wir uns gemeinsam durch zwei Welten. Es warten also noch vier weitere auf uns…

Die Idee, die hinter dem hier geschaffenen Labyrinth steckt, hat mich, nach anfänglicher Skepsis, positiv überrascht. Bislang habe ich bei dem Wort Labyrinth irgendwie immer an einen Irrgarten, oder etwas Würfelähnliches wie in „The Cube“ gedacht. Das so ein Labyrinth aus verschiedenen Welten bestehen könnte, die durch Portale miteinander verbunden sind, kam mir bis jetzt noch nie in den Sinn. Anscheinend war mein Geist da wohl ein wenig beschränkt. 😉 Aber dafür sind Bücher ja unter anderem auch da, oder? Um seinen Horizont zu erweitern.

Während des Lesens ergeben sich natürlich viele Fragen. Antworten erhält man aber nicht. Nun gut, es ist ja auch der Auftakt einer Trilogie. 🙂 Und dieser Auftakt hat mir sehr gut gefallen. In diesem Buch erwacht tatsächlich etwas. Und ich freue mich schon sehr auf die bald folgende Jagd.

5 HerzenSaFi

Rainer Wekwerth liest aus „Das Labyrinth erwacht“
wekwerth-labyrinth.de

4 Antworten to “Das Labyrinth erwacht [Rezension]”

  1. Bücherjunkies 25. Juni 2013 um 08:59 #

    Dieses Buch will ich auch unbedingt als nächstes lesen. Hab bisher nur Gutes davon gehört und ich liebe solche Bücher. Nur erstmal noch das aktuelle Buch zu Ende lesen 🙂

    LG Michaela

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    • bookwives 25. Juni 2013 um 12:43 #

      Eine gute Entscheidung, liebe Michaela. 🙂 Ich kann es nur empfehlen…

      LG, SaFi.

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  1. Wir freuen uns auf … Neuerscheinungen August 2014 | Bookwives - 17. Juli 2014

    […] drei. Das Labyrinth ist ohne Gnade ist der Abschluss der Trilogie von Rainer Wekwerth. Teil 1 Das Labyrinth erwacht hat mir sehr gut gefallen, Teil 2 Das Labyrinth jagt dich subt noch bei mir. Wenn Teil 3 dann bei […]

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  2. {Rezension} Das Labyrinth ist ohne Gnade | Rainer Wekwerth | Bookwives - 14. August 2014

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