{Rezension} Du kannst keinem trauen (Variant #1) | Robinson Wells

23 Mai

du kannst keinem trauen von robinson wells

Autor: Robinson Wells
Titel: Du kannst keinem trauen (OT: Variant)
Seitenzahl: 480 Seiten
ISBN: 978-3-8414-2140-1
Verlag: Fischer FJB
Veröffentlichung: 22. Mai 2014
Leseprobe
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 Der 18 jährige Benson fühlt sich gut: er hat ein Stipendium für ein Elite-Internat erhalten. Doch als er an der Maxfield Academy ankommt muss er feststellen, dass es hier ganz anders ist, als er erwartet hatte. Hohe Mauern und Stacheldraht umsäumen das Grundstück. Nicht nur, dass die Schüler 24 Stunden am Tag von Kameras überwacht werden; auch Kontakt zur Außenwelt ist verboten. Wenn sie sich nicht an die Regeln halten, werden sie mit harten Strafen belegt.
Doch wer oder was steckt wirklich  hinter dieser Academy? Und wem kann Benson eigentlich trauen?

„Ich konnte es nicht fassen. Eine ganze Schule voll mit Leuten wie mir – ohne Freunde, ohne Familie. Ohne jemanden, dem auffallen würde, dass sie nicht mehr da waren.
Ich schlug mit der Faust auf die Sofalehne.

>>Sie nehmen nur solche, die keiner vermisst.<<
[…] Genau danach hatten sie auf dem Antragsformular für das Stipendium gefragt. Allerdings hatten sie es Persönlichkeitsprofil genannt. Wie viele enge Freunde haben Sie? Wem vertrauen Sie sich an? Ich hatte genau richtig geantwortet: keinem und niemanden.“ (Seite 34)

Sobald ich mit Benson die Academy betrat, fiel mir die seltsame Stimmung auf. Die Mitschüler wirkten verängstigt und aggressiv. Sie kuschten vor etwas, dass sie nie zu Gesicht bekamen und von dem sie auch gar nicht wussten, ob es wirklich existiert.
Als Neuling hatte Benson es von Beginn an ganz schön schwer. Die Jugendlichen sind misstrauisch und selber wusste man nicht, wem man vertrauen kann. Sie müssen Jobs erfüllen, um eine Bezahlung zu erhalten. Um die Jobs besser aufzuteilen und so etwas wie „Gerechtigkeit“ walten zu lassen, haben die Studenten sich in drei verschiedene Banden aufgeteilt. Jede Bande hat einen anderen Charakter. Und Benson muss sich entscheiden, welcher Gruppierung er beitreten möchte.
Benson, der bisher in 33 Pflegefamilien untergebracht war, tut sich schwer, sich zu integrieren. Zu flüchten beherrscht seine Gedanken. Doch immer wieder erzählen seine Mitschüler ihm, dass das nicht möglich sein wird.

„>>Ich hau hier ab<<, sagte ich.
Mason  zuckte die Achseln. >>Das sagen alle.<<“ (Seite 69)

Becky macht die Einführungsrunde mit Benson und zeigt ihm alles. Doch weder er noch ich wussten, wie wir Becky einzuschätzen haben. Zu widersprüchlich schien auch mir ihr Verhalten.
Jane dagegen baut eine Beziehung zu Benson auf. Es scheint, dass beide etwas mehr verbinden könnte. Bis zu dem Tag, als Benson eine grausame Entdeckung macht, die ihn wieder an allem zweifeln lässt.

Die Story hat ein gewisses Spannungslevel – was ich persönlich mir selber aber noch höher gewünscht hätte. Ich muss aber dazu sagen, dass ich die Woche unter starken Schmerztabletten stand und daher etwas „benebelt“ war und erkläre mir das damit. Denn das Buch hat alles, was mir gefällt und was einen Bestseller ausmacht:
– eine gute Idee, die zwar nicht neu, aber sehr gut ausgearbeitet und umgesetzt ist
– ein absolutes Cliffhanger-Ende – da MUSS man einfach auf Teil 2 gespannt sein (wie schön, dass es bis August nicht mehr so lange ist)
– ein nüchterner Schreibstil, mit dem der Autor trotzdem die Emotionen und Ängste, ja die ganze Stimmung des Buches, wiedergeben kann
– interessante Charaktere, in denen man schnell „Lieblinge“ und persönliche „Feindbilder“ finden kann
– jede Menge Intrigen und falsche Fährten, bis man als Leser wirklich nicht mehr weiß, wem man trauen kann
–> Ich habe noch nie eine Aufzählungsform dieser Art in einer Rezension benutzt. Warum ich das jetzt mache? Ich weiß es gerade nicht. Erschien mir passend. o.O

„Ich drehte mich auf dem Absatz um und stürmte davon. Sie waren schon so lange an dieser Schule, dass sie Angst hatten fortzugehen, Angst davor, etwas  zu riskieren.  Und jetzt verurteilten sie mich zum selben Schicksal.“ (Seite 392)

Im August erscheint bereits Teil 2.  Das Cover finde ich hier auch wieder sehr gelungen.

Ihr seid nicht allein

 

Mit „Du kannst keinem trauen“ legt Autor Robison Wells einen durchaus gelungenen Anfang einer Dilogie vor. Ein Internat voller Intrigen, falschen Freunden und falscher Tatsachen. Spannung und der eine oder andere Gänsehautmoment sind garantiert! Und eins steht fest: trauen können wir hier niemandem!

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Reiheninfo:
1. Variant // Du kannst keinem trauen
2. Feedback // Ihr seid nicht allein (VÖ 21. August 2014)
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3,5

SaCre

7 Antworten to “{Rezension} Du kannst keinem trauen (Variant #1) | Robinson Wells”

  1. Textverliebt. 23. Mai 2014 um 18:15 #

    Auf der einen Seite klingt das Buch ziemlich cool, ich mag solche spannenden Internatsgeschichten ziemlich gerne, aber ich bin mir echt nicht sicher, ob ich schon wieder eine Reihe anfangen will. Vielleicht warte ich einfach mal ab, was du zum zweiten Band sagst. Falls der dich umhaut, sag mir Bescheid! 😉

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  2. Kitty 24. Mai 2014 um 22:43 #

    Ach, das hört sich so unglaublich gut an. *seufz* Und schon wieder landet ein Buch auf meiner WuLi. Zwar ist es wieder eine Reihe, aber mittlerweile ist mir das egal. Wenn sie mir nicht gefallen sollte (Wovon ich nicht ausgehe), dann werde ich sie einfach nicht weiter lesen. 😉
    GLG
    Kitty ♥

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    • bookwives 27. Mai 2014 um 19:21 #

      Liebe Kitty, die Reihe umfasst nur 2 Bände. Und der zweite Teil kommt ja schon bald. Ich finde, das ist verschmerzbar. Du kannst ja auch meine Rezi zum nächsten Band abwarten – vielleicht überzeugt die Dilogie dich ja dann richtig – vorausgesetzt, Band 2 steht demersten in nichts nach. 🙂

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  3. Hanna 25. Mai 2014 um 15:27 #

    Eine interessante Rezension, danke dafür. 😉 Von der Thematik her klingt es auf jeden Fall, also könnte es mir gefallen, aber das mit dem Cliffhanger ist ja schon wieder sehr frustrierend… ich denke ich warte mal ab, wie im August Teil 2 ankommt und entscheide dann, ob ich die Reihe beginnen mag.

    Liebe Grüße!

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    • bookwives 27. Mai 2014 um 19:22 #

      Hanna, das ist eine gute Entscheidung! 🙂 Schön, dass dir meine Rezension gefällt. Dann warten wir beide jetzt auf Teil 2. 🙂

      Grüßly

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Trackbacks/Pingbacks

  1. {Rezension} Ihr seid nicht allein (Variant #2) | Robinson Wells | Bookwives - 31. August 2014

    […] Reiheninfo: 1. Variant // Du kannst keinem trauen 2. Feedback // Ihr seid nicht allein […]

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