{Rezension} Dark Heroine – Dinner mit einem Vampir (The Dark Heroine #1) | Abigail Gibbs

29 Mai

Dark Heroine - Dinner mit einem Vampir

Autor: Abigail Gibbs
Titel: Dark Heroine – Dinner mit einem Vampir (OT: Dinner with a vampire)
Seitenzahl: 608 Seiten
ISBN: 978-3-492-70297-3
Verlag: ivi
Veröffentlichung: 14. April 2014
Leseprobe
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„Vampire sind keine sanftmütigen, liebevollen Kreaturen. Es liegt nicht in ihrer Natur, sich anzupassen, sich zu verändern und andere zu akzeptieren. Ihre Liebe ist nicht das, was wir Menschen Liebe nennen, und sie empfinden Lust und Verlangen in einem Ausmaß, das uns unbegreiflich ist. Sie altern nicht wie wir, sondern eher wie Stein. Sie verwittern allmählich, vergehen langsam, so langsam, dass es kaum wahrnehmbar ist. Letztendlich jedoch ist Stein unvergänglich. Genau wie sie.“ (Violet, Seite 378)

Violet wird nachts mitten auf dem Trafalgar Square Augenzeugin eines Massackers. Sie schafft es nicht, vor den Tätern zu fliehen und wird gefangen genommen. Kaspar und seine Mittäter sind aber keine Menschen, sondern Vampire. Sie haben viel mit Violet vor und ihre Herkunft spricht in der Vampirwelt nicht gerade für sie.
Sie fürchtet sich nicht nur, sie ist auch fasziniert. Natürlich hat Kaspar es ihr in gewissem Maße besonders angetan. Doch eine dunkle Prophezeiung schwebt über ihr und wird ihre Zukunft beeinflussen…

„>>Wach auf und sieh den Tatsachen ins Gesicht, Kleine! Nur dein Leben steht zwischen uns und einem Krieg! […]<<“ (Violet, Seite 331)

Der Einstieg in das Buch gelingt gut. Doch leider muss ich sagen, dass ich ihn etwas langatmig fand. Auf den ersten hundert Seiten waren die Beschreibungen recht ausführlich und es tat sich in meinen Augen eigentlich nicht so viel. Auch konnte die Handlung mich nicht packen. Nur Steffi (schöne Grüße an dieser Stelle) hat mich überzeugen können, weiter zu lesen.
Glücklicherweise wurde ich belohnt! Die Geschichte nahm mehr und mehr Fahrt auf und konnte mich an das Buch fesseln.

Violet tat mir zu Beginn etwas leid. Erst musste sie diesen Massenmord mitansehen, dann wurde sie entführt. Doch mit dem Mitleid war es bei mir schnell vorbei und ich muss zugeben, dass ich sie nicht wirklich mochte. Ihre Verhaltensweisen konnte ich häufig nicht nachvollziehen. Wirkt sie erst noch stark und angriffslustig, findet sie sich meiner Meinung nach viel zu schnell mit ihrem neuen Schicksal ab. Sie spielt mit Thyme, Kaspars kleiner Schwester, erkundet fröhlich das Herrenhaus. Das hat für mich nicht so recht in das Bild passen wollen. Mit Kaspar verbindet sie eine Art Hassliebe. Er ist nicht besonders nett zu ihr. Fabian ist da anders. Er behandelt sie deutlich besser.

Kaspar hält sich selbst für die Vollkommenheit. Er ist arrogant, unfreundlich und sehr von sich selber überzeugt. Daran, dass Violet sich so häufig widersetzt hat er aber etwas zu knabbern. Er ist ein Womanizer, wie er im Buche steht. Doch bei seinem Vater ist er in Ungnade gefallen. Trotz all dieser Charakterzüge blieb er stellenweise etwas blass für mich. Von einem konnte er mich aber überzeugen: er ist gefährlich!

„Sie sah für den Ball vielleicht aus wie ein Vampir, aber sie roch immer noch wie ein köstliches Abendessen.“ (Kaspar, Seite 178)

Fabian ist sehr umgänglich und versteht sich mit Violet gut. Dies ist vor allem Lyla ein Dorn im Auge. Sie ist die Schwester von Kaspar und eine Superzicke. Hier sind Spannungen und Streitereien vorprogrammiert!

Der Schreibstil der Autorin ist gut. Die Geschichte lässt sich (trotz des für mich lahmen Beginns und der mir unsympathischen Violet) gut lesen.  Sie hat viele verschiedene Charaktere ins Rennen geschickt. Womit sie bei mir richtig punkten konnte: der Weltenentwurf! Die verschiedenen Welten und ihre Bewohner sind richtig gut. Um nicht zu spoilern, möchte ich hierzu nichts weiter verraten. 🙂
Auch die Prophezeiung konnte mich überzeugen. Hier hat Abigail Gibbs eine grandiose Idee gehabt.
Die Umsetzung ebendieser konnte mich – bis auf meine bereits genannten Kritikpunkte – überzeugen. Die Geschichte wurde spannend und die Seiten flogen dann nur so durch meine Finger.
Die Kapitel sind aus Sicht von Violet und Kaspar geschrieben.

„Dark Heroine – Dinner mit einem Vampir“ ist ein Start einer Reihe, der mich trotz einiger Kritik überzeugen konnte. Auch wenn manche Charaktere für mich nicht gut ausgearbeitet waren, war es die Prophezeiung umso mehr. Ich freue mich auf Erscheinen von Band 2 und weitere düstere Stunden mit den dunklen Heldinnen!

„>>Verdammt<<, murmelte ich und steckte die Hände in die Hosentaschen. Ich hatte noch nie eine so anstrengende Frau getroffen, und schon gar keine menschliche. Aber ich hatte genug Erfahrung mit reizbaren weiblichen Wesen, um zu wissen, dass ich sie besser in dem Glauben ließ, sie sei mir erst einmal entkommen.“ (Kaspar, Seite 175)

 Am 13. Oktober erscheint der zweite Teil „Autumn Rose“.

Autumn Rose

 

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Reiheninfo:
1. Dinner with a vampire // Dinner mit einem Vampir
2. Autumn Rose // Autumn Rose (VÖ 13. Oktober 2014)
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3,5

SaCre

Eine Antwort to “{Rezension} Dark Heroine – Dinner mit einem Vampir (The Dark Heroine #1) | Abigail Gibbs”

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  1. Wir freuen uns auf … Neuerscheinungen Oktober 2014 | Bookwives - 15. September 2014

    […] ich sehnsüchtig auf den Trilogieabschluss! Zudem sind die Bücher auch optisch ein Hit. “Dark Heroine – Dinner mit einem Vampir“ konnte mich nach einem etwas trägen Start doch noch überzeugen. Die Idee dahinter ist […]

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