{Rezension} Geborgen. In unendlicher Weite (Under the never sky #3) | Veronica Rossi

30 Mai

 

geborgen von veronica rossi

Autor: Veronica Rossi
Titel: Geborgen. In unendlicher Weite (OT: Into the still blue)
Seitenzahl: 400 Seiten
Verlag: Oetinger
ISBN:  978-3-7891-4622-0
Veröffentlichung: Mai 2014
Leseprobe
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„Aber die Zeiten hatten sich geändert. Schon seit einigen Monaten lösten die Ätherstürme Feuer aus, die sich über die Berge fraßen und breite verkohlte Schneisen hinterließen. Die Temperaturen waren viel zu niedrig für den Spätfrühling, und auch der Wald roch anders. Die Gerüche des Lebens – Erde, Gras und Wild – schienen von dem beißenden Rauch überdeckt zu sein.“ (Peregrine, Seite 15)

Reverie wurde mittlerweile vollständig von einem Äthersturm zerstört. Perry, Aria (die schwer verletzt ist) und die Tiden befinden sich in der Höhle. Sie bereiten sich darauf vor, die Blaue Stille zu finden.
Zeitgleich machen sich aber auch die Hörner unter Sables Führung in Zusammenarbeit mit Hess auf den Weg, um zur Blauen Stille zu gelangen.
Damit Aria und Perry Erfolg haben, müssen sie zuerst die Pläne der Hörner vereiteln. Doch damit begeben sie sich in größte Gefahr…

„>>[…] Ich versuche immer wieder, mich zu bilokalisieren. Jedes Mal denke ich, dass mein Smarteye nicht richtig funktioniert. Es kommt mir vor, als sei ich irgendwie taub geworden: Da fehlt einfach ein riesiges Stück. Dann fällt mir ein, dass wir nichts anderes mehr haben: Die Realität ist alles, was übrig geblieben ist.<<“ (Aria, Seite 76)

Der langersehnte Abschluss der Trilogie. Endlich konnte ich ihn in Händen halten. Glücklicherweise konnte ich die Trilogie relativ zügig hintereinander lesen. So war ich noch voll im Thema.
Der Einstieg in die Geschichte gelang mir schnell. Die Personen und die Gegebenheiten waren mir noch allzu vertraut.
Da wo Band 2 endete, startete dieser sofort. Unverzüglich ging es wieder „zur Sache“. Der Spannungsbogen war von Beginn an da und blieb auch auf dem hohen Level. Bis zur letzten Seite.

Es gibt zwei zentrale Fragen im Buch: „Wer wird es bis zur Blauen Stille schaffen und überleben?“ und „Mit welchem Feind können wir uns verbünden, um das zu erreichen?“. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich bis zur Auflösung keine dieser Fragen hätte beantworten können. Für mich war nichts vorhersehbar.

Autorin Veronica Rossi hat es geschafft, mir die Personen, die ich sowieso schon sehr mochte, noch näher zu bringen. Ich habe wirklich mit allen gelitten, da jeder so viele persönliche Schicksalsschläge erleben musste.
Ich bin auch immer noch ein großer Fan von Roar. Hach, den hätte ich mir auch wirklich gut an Arias Seite vorstellen können. Aber das wäre vielleicht zu „glatt“ gewesen.
Perry merkt man an, dass er ein wahrer Anführer ist. Wie auch schon zuvor, stellt er zu jeder Zeit das Wohl seines Volkes über sein eigenes. Das stellt er immer wieder unter Beweis. Doch er hat auch gelernt, Emotionen zuzulassen.
Aria hat sich immer mehr zu einer Kämpferin entwickelt und an Selbstbewusstsein dazu gewonnen. Sie ist mittlerweile mehr „Maulwurf“ als Siedlerin.
Roar hat gezeigt, dass er auch andere, dunklere Seiten hat, die ich ihm zuerst gar nicht zugetraut hätte. Stellenweise hat er mich erschreckt.
Auch die anderen Personen des Stammes, spielen weiterhin ihre wichtigen Rollen. Brooke, Molly, Reef und Marron, um nur einige zu nennen.
Sable und Hess, die beiden Antagonisten, zeigen hier auch ihre wahren Gesichter. Der eine absolut brutal und herrisch, der andere große Klappe ohne etwas dahinter.

„Lautlos und tödlich – von all seinen Leuten kam Roar einem Attentäter am nächsten. Außerdem besaß er die feinen, ebenmäßigen Züge eines Siedlers, konnte aber ebenso gut als Außenseiter oder Maulwurf durchgehen, war also vielseitig einsetzbar – ein großer Vorteil, wenn sie einen Angriffsplan schmiedeten, sobald sie sich ein genaueres Bild von dem Komodo gemacht hatten.“ (Peregrine, Seite 50)

Die Beziehung zwischen Aria und Perry verändert sich etwas. Sie müssen beide viel durchmachen und im Verlauf der Trilogie immer wieder mal um das Leben des anderen oder eines engen Freundes fürchten. Das schweißt sie aber zusammen und lässt sie reifen, in ihrer ganzen charakterlichen Entwicklung.

Der Schreibstil der Autorin ist unverändert gut. Obwohl wirklich viel geschieht, saugt man die Geschichte in sich auf und nähert sich unaufhaltsam und viel zu schnell dem Ende. Die Story ist geprägt von unvorhergesehenen Wendungen, Überlebenskämpfen, Spannung und vor allem eins: einem roten Faden. Der Plot ist von A bis Z durchdacht und schlüssig. Am Ende waren für mich alle Fragen beantwortet und die Story um Aria und Perry zu einem zufriedenstellenden Ende geführt.

Um mir die Wartezeit zu verkürzen, habe ich zwischendurch noch das englische eBook „Brooke“ gelesen. Ich muss sagen: wirklich lesenswert! Schade, dass es die beiden eBooks nicht auf deutsch gibt. Aber wenn ihr Fan der Reihe seid und des Englischen mächtig seid, solltet ihr das auch tun.

Die „Under the never sky“ Trilogie kann ich allen Fantasy-Lesern empfehlen, die eine mitreißende und spannende Geschichte voller großartiger Charaktere in einer interessanten neuen Welt erleben möchten. Das einzige, kleine Minus: es ist nun vorbei…

„Aria hatte sich unter Regen nie wirklich etwas vorstellen können, bis sie in die Außenwelt gekommen war. In den Welten hatte er etwas Poetisches, sorgte für Atmosphäre an einem Abend mit Freunden in einer Berghütte oder beim Lernen an einem Tag im Café. Aber in der Wirklichkeit lief er einem in die Augen und sorgte dafür, dass man bis auf die Knochen durchnässt war.“ (Aria, Seite 90)


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Reiheninfo:
0.5 Roar and Liv (ebook)
1. Under the never sky // Gebannt. Unter fremdem Himmel
2. Through the ever night // Getrieben. Durch die ewige Nacht
2.5 Brooke (ebook)
3. Into the still blue // Geborgen. In unendlicher Weite
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5

SaCre

4 Antworten to “{Rezension} Geborgen. In unendlicher Weite (Under the never sky #3) | Veronica Rossi”

  1. Martina Bookaholic 30. Mai 2014 um 09:01 #

    Hach, schöne Rezi zu einem tollen, tollen Buch/ Reihe!! War auch ganz hin und weg und fand es toll, wie es sich entwickelt hat, obwohl einiges vorher zu sehen war.. auch die Entwicklung der Charaktere durch die ganze Reihe war toll und hast du noch einmal schön wiedergegeben. Toll ❤
    Schöne Rezi – wie gesagt – und könnte ich glatt so unterschreiben *g*
    LG Tina

    PS: Du liest Fragzeichen? Was willst du uns da nicht verraten *häh*? 😉

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    • bookwives 30. Mai 2014 um 09:06 #

      Danke, liebe Tina!
      Ich bin echt traurig, dass es vorbei ist… *seufz* Hab die Reihe echt in mein Herz geschlossen. Die Bücher sind alle auf gleichem hohen Niveau!
      Schön, dass du meine Rezi so unterschreibst. :-*

      Das Fragezeichen ist noch sowas von geheim. 🙂 Musst einfach noch ein bisschen neugierig bleiben.

      LG, SaCre

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      • Martina Bookaholic 30. Mai 2014 um 17:41 #

        oh ja, geht mir genau so, das Ende war total mit Wehmut belastet, weil ich einfach nicht wollte, dass die Reise mit Aria und Perry und den anderen jetzt tatsächlich zu Ende sein wollte… aber zumindest war es ein Ende, mit dem ich zufrieden gestellt wurde 🙂

        hach, das ist ja gemein, ich bin eh sooo neugierig… aber gut, versuche mich dennoch zu gedulden, wie schwierig es auch sein mag. 😉

        LG Tina

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