{Im Gespräch mit…} Carine Bernard

22 Aug

Der Lavendelcoup

Salut Carine, Du bist Autorin des Kriminalromans „Der Lavendel-Coup“ der Anfang des Monats bei Droemer Knaur erschienen ist. Vielleicht möchtest Du Dich den Lesern unseres Blogs kurz vorstellen?


Hallo auch!
Ich bin Österreicherin, lebe aber seit nun bald 13 Jahren in Ratingen; das ist eine kleine Stadt in der Nähe von Düsseldorf. Letztes Jahr bin ich 50 geworden und habe mir quasi zum Geburtstag den Lebenswunsch erfüllt, ein Buch zu schreiben. Ich habe drei Kinder und einen Hund; mein Ältester fängt gerade an zu studieren.

Die Hauptfigur in Deiner Geschichte ist Molly Preston. Diese Protagonistin hat eine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte, da sie ursprünglich eine Gestalt aus einer Serie von Geocaches ist. Stelle uns Molly und ihre Entstehung doch bitte etwas näher vor.
Ich habe 2009 mit dem Geocachen begonnen und sehr schnell Blut geleckt. Besonders viel Spaß hatte ich von Anfang an beim Lösen von Rätseln, je schwieriger, umso besser. Am meisten mag ich dabei, wenn es versteckte Hinweise zu entschlüsseln gibt, die am besten noch in eine kleine Geschichte verpackt sind.
Irgendwann kamen dann die ersten Ideen für eine eigene Rätselgeschichte dieser Art: eine junge Frau verschwindet von der Bildfläche, hinterlässt aber unauffällige Spuren für ihren Freund, damit dieser sie finden kann. Molly Preston war geboren, die ständig verschwindet und ihr Freund Charles muss sie suchen.
Von diesen Mysterys gibt es inzwischen vier Stück: Molly Preston ist verschwunden (GC2QQKF), Molly Preston braucht Hilfe (GC2QQKF), Molly Preston wurde entführt (GC2VT2Q) und Molly Preston reist um die Welt (GC369VF). Irgendwann wurde es dem armen Charles zu dumm, er ist selbst verschwunden und Molly musste ihn suchen: Charles Muller macht Ferien (GC3TXW4).
Letztes Jahr hatte ich dann eine Idee für eine neue Molly-Geschichte: Molly findet in einer kleinen Kapelle mitten im Nirgendwo ein geheimnisvolles Zeichen an der Wand. Da sie nicht die Möglichkeit hat, diesem Geheimnis selbst auf den Grund zu gehen, schickt sie es Charles und dieser löst es für sie. Mit dieser Lösung findet Molly den nächsten Hinweis und so weiter und so fort. Doch dann verselbständigte sich die Idee irgendwie und immer mehr Personen kamen ins Spiel, bis in meinem Kopf ein ganzer Roman Gestalt annahm. Und als wir dann im Urlaub in der Provence diese alte Kapelle entdeckten (dort liegt natürlich auch ein Geocache, den wir aber leider nicht gefunden haben), hatte das ganze auf einmal einen Rahmen, der sich wie von alleine mit Personen und Handlung füllte.
Am Ende habe ich alles aufgeschrieben und heraus kam – der Lavendel-Coup.

Besonders schön finde ich, dass Dein Buch die Leser mit in die Provence nimmt. Du scheinst die Gegend gut zu kennen und zu mögen, weil Du sie sehr liebevoll und detailliert beschreibst.
Ist dieser Eindruck richtig?
Wir waren zum ersten Mal im Jahr 2005 in der Provence, damals noch mit Auto und Zelt. Schon damals haben wir uns in diesen Landstrich verliebt. Das Leben geht dort seinen eigenen Gang, alles ist ein wenig langsamer, ein bisschen weniger hektisch. Alle Läden schließen von 12 bis 16 Uhr und in der heißesten Zeit des Tages ist kein Mensch auf der Straße zu sehen. Das ist erstmal sehr ungewohnt, wenn man von Deutschland dahin kommt, und wir brauchen auch immer ein paar Tage, um uns diesem Rhythmus anzupassen.
Es ist ein wunderbares Land, voller Gerüche und Geräusche, die man hierzulande nicht findet. Das Essen ist hervorragend und der Wein auch. Ich hoffe, ich konnte das in meinem Buch ein wenig rüberbringen.

Dürfen wir uns auf weitere Geschichten mit Molly Preston freuen?
Die zweite Geschichte habe ich soeben fertig geschrieben. Sie spielt in Wien und das Geocachen wird diesmal eine etwas größere Rolle spielen. Es wird ziemlich technisch, das kann ich schon verraten, aber wieder sehr spannend.
Bis jetzt gibt es nur die Rohfassung, die noch gründlich überarbeitet werden muss, aber in ein bis zwei Monaten wird es wohl etwas Neues von Molly und Charles zu lesen geben.

Und nun hast Du das letzte Wort:
Ich freue mich ungemein, wie positiv die Reaktionen auf meinen Krimi sind. Ich habe das ja mehr für mich aufgeschrieben und hatte mir gar nicht viel Gedanken um eine Veröffentlichung gemacht. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht einmal, dass es so etwas wie Selfpublishing oder Amazon Direct Publishing gibt, um Bücher zu veröffentlichen. Als sich dann sogar ein Verlag dafür interessiert hat, war das schon eine große Überraschung.
Momentan durchforste ich jeden Tag das Internet nach neuen Rezensionen und lese begierig jede Reaktion. Das alles ist noch Neuland für mich, aber ich finde es super spannend und habe definitiv Lust auf mehr bekommen 🙂

Vielen Dank für dieses Interview.

Rana

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