{Gastrezension} Greenwash, Inc. | Karl Wolfgang Flender

4 Mrz

9783832197643

Autor: Karl Wolfgang Flender
Titel: Greenwash, Inc.
Seitenzahl: 392 Seiten
ISBN: 978-3-8321-9764-3
Verlag: DuMont
Veröffentlichung: 22. Juli 2015
Leseprobe
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Das Buch handelt von Thomas Hessel, der in einer Firma arbeitet, die veranlasst, dass moralisch inkompatible Firmen dennoch eine gute Presse und ökologische Auszeichnungen erhalten, alles nur, damit der Verbraucher ein ruhiges Gewissen hat. Dahinter stehen selbstverständlich Beziehungen, Manipulation und Korruption.

Meinung:

Da ich mich momentan in einer Phase befinde, die zu viel Chemie kritisiert und ich mich stark für das Thema Bio interessiere, habe ich mich sehr über dieses Buch gefreut. Ich finde, dass es wichtig ist, sich über die Verhältnisse im Gesamten klar zu werden. Ich habe daher auf einen actionreichen, jedoch gut recherchierten Roman gehofft, der einem die Augen öffnet, und zu Erkenntnis innerhalb des Romanverlaufes führt. Doch leider wurde ich in einigen, sehr wichtigen Punkten enttäuscht.

Zunächst, als ich den Klappentext und die ersten paar Seiten gelesen habe, war ich geschockt, dass man sich auf so manch ein Gütesiegel nicht verlassen kann und diese einzig dafür geschaffen wurden, um das Gewissen des Endverbrauchers zu beschwichtigen, diese Erkenntnis musste ich zunächst für mich sacken lassen. Leider war es das auch schon mit dem Input an neuen Informationen.

Der Protagonist, Thomas Hessel, ist ein manipulativer, unsympathischer Mensch, ohne Gewissen und mit der Moral eines Serienmörders. Die Shows und gekauften Schausteller, die er der Presse vorführt sind korrupt und intrigant, sodass jede Menge negative Gefühle aufkommen.
Leider konnte ich kein Quäntchen Sympathie mit dem gesamten Buch aufbringen, was durch das Thema bedingt wahrscheinlich auch nicht beabsichtigt war. Im gleichen Maß hätte eine informative Bereicherung stattfinden müssen, damit ich als Leser nicht ganz auf der Verliererstrecke dieses Buches lande; dies geschieht jedoch nicht.
Stattdessen ist das Buch die Akkumulation der Missetaten des Protagonisten. Ich hätte dieses Buch nicht gebraucht, um mich immer wieder mit einem soziopathischen, versnobbten, manipulativen Menschen abgeben zu müssen, der denkt, die Welt gehöre ihm, nur weil er Geld hat. Das zehrt an meiner Geduld. Bei solchen Worten wie „Mittelklassefigur“ hätte ich das Buch am liebsten aus dem Fenster geworfen. Insgesamt ein sehr interessantes Thema, mit einemunsympathischen Charakter und leider viel zu wenig Hintergrundinformation und Recherche.

Ich gebe dem Buch daher 2 Punkte.

Giulia

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