[Rezension] Dreh dich nicht um | Jennifer L. Armentrout

7 Jul

Dreh dich nicht um von Jennifer L Armentrout

Titel: Dreh dich nicht um
Autor: Jennifer L. Armentrout
Seitenzahl: 384 Seiten
Verlag: Heyne
Genre: Jugendbuch, ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-453-26939-2
Veröffentlichung: 12. Mai 2014
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Jennifer L. Armentrout über ihren Thriller „Dreh dich nicht um“ – »klick«

Zum Inhalt:

Als die 17jährige Samantha Jo Franco an einer verlassen Landstraße von einem Deputy aufgelesen wird, hat sie keine Ahnung, wo sie ist und wer sie ist. Sie weiß auch nicht, dass sie vier Tage lang verschwunden war, gemeinsam mit ihrer besten Freundin Cassie Winchester. Von ihr fehlt auch weiterhin jede Spur.
Sam kann der Polizei, ihren Eltern und Freunden, nicht erklären, was in den Tagen des Verschwindens geschehen ist. Sie kann ihnen auch nicht, wie es Cassie geht, denn sie hat ihr Gedächtnis verloren – sie erkennt nicht einmal mehr ihr eigenes Spiegelbild.
Mühsam versucht Samantha sich in ihrem alten, neuen Leben zurechtzufinden und muss erkennen, dass sie früher scheinbar ein echtes Miststück gewesen ist und zusammen mit Cassie ihren Mitmenschen das Leben schwer gemacht hat.
Was ist mit Cassie geschehen? Fiel sie einem Verbrechen zum Opfer? Und hat Samantha etwas damit zu tun?

Meine Meinung:

„Wie ich hieß? Jeder wusste doch, wie er hieß. Aber ich starrte den Deputy nur an. Ich konnte seine Frage nicht beantworten. Die Magenkrämpfe wurden stärker. »Ich … ich weiß nicht, wie ich heiße.«“ (Seite 7)

Kaum hatte ich das Buch aufgeschlagen und die ersten Seiten gelesen, hatte mich die Geschichte auch schon gepackt. Als Leser weiß man, abgesehen davon, dass Sam verschwunden und vorher ein Ekelpaket war, nämlich nicht viel mehr als die Protagonistin selbst. Und so beginnt bereits nach wenigen Seiten die Suche nach Antworten.

Während dieser Suche fühlte ich mich Samantha unglaublich nah; wollte wissen, was an Abend des Verschwindens wirklich passiert ist, wo Cassie ist und wie es ihr geht. Vor allem aber konnte ich verstehen, warum diese Situation alles andere als einfach für Sam ist. Nicht zu wissen, was man mag, mit wem man befreundet ist, in wen man verliebt ist, und, am allerschlimmsten, nicht zu wissen, wer man selbst ist, ist nicht bloß eine 17-jährige eine äußerst schwere Situation. Zudem plagen Sam auch immer wieder Visionen aus ihrem früheren Leben, die sie nicht wirklich einordnen kann, und sie muss sich ständig fragen, warum sie ausgerechnet mit ihren früheren Freunden befreundet war und sich so unmöglich anderen gegenüber verhalten hat. Dieser innere Zwiespalt von Samantha ist auf allen Seiten deutlich spürbar und wurde von Jennifer L. Armentrout sehr gut und nachvollziehbar dargestellt.

„Überhaupt nichts war gut, und es würde auch nicht gut werden. Ich steckte hier in einem Leben fest, an das ich mich nicht erinnern konnte, steckte in der Schale dieses Mädchens – dieser Samantha Jo Franco -, und je mehr ich über sie erfuhr, umso mehr begann ich sie zu hassen.“ (Seite 31)

Zum Schreibstil von Jennifer L. Armentrout kann ich gar nichts anderes sagen als hervorragend. Unnötiges Ausschmücken von Situationen, Gedanken und Äußerlichkeiten sucht man in „Dreh dich nicht um“ glücklicherweise vergeblich. Auf ein intensives Leseerlebnis muss man bei diesem Jugendthriller aber nicht verzichten. Selbst dann nicht, wenn man dem Teenageralter schon eine Weile entwachsen ist.

„Wahrscheinlich hatte ich einen so üblen Ruf weg, dass mir viele unterstellten, ich hätte Cassie etwas ganz Schreckliches angetan. Ich wollte darüber nicht nachdenken, spürte aber irgendwo tief in mir die Angst, dass es eventuell genau so gewesen sein könnte.“ (Seite 100)

Samanthas Suche nach Antworten und nach sich selbst ist die ganze Zeit über spannend zu verfolgen und hat mich mitgerissen. Schritt für Schritt erfährt Samantha mehr über ihr früheres Leben und muss sich dabei auf die Aussagen der Menschen in ihrer Umgebung verlassen, von denen nicht immer alle die Wahrheit sagen. Außerdem muss sie mit der ständigen Angst leben, was passieren könnte, wenn sie sich wieder erinnern kann.

Dank des guten Plots mit all seinen Überraschungen, der entstehenden Gefühle zwischen Samantha und Carson, ihrem besten Freund aus Kindertagen, und des etwas mysteriösen Touchs durch Sams Visionen fehlt es „Dreh dich nicht um“ an nichts. Am Ende, nachdem alle Fragen beantwortet und alle Ungereimtheiten aufgeklärt waren, klappte ich das Buch völlig zufrieden zu und hatte das Gefühl, einen rundherum gelungenen, wenn nicht sogar perfekten, Jugendthriller gelesen zu haben.

„Ich blieb stehen.
Er blieb stehen.
Ich machte einen Schritt. Er ebenfalls.
Das – war nicht gut. Bei mir schrillten sämtliche Alarmglocken. Dann rannte ich los. Neben meinen eigenen Schritten hörte ich, wie er durchs Unterholz brach und mir folgte, mich jagte …“ (Seite 179)

5

 SaFi

4 Antworten to “[Rezension] Dreh dich nicht um | Jennifer L. Armentrout”

  1. kleinbrina 7. Juli 2014 um 09:56 #

    Schöne Rezension. Ich fand das Buch genial, besonders die Auflösung. Ich hatte eher jemand anderes im Verdacht.

    LG
    Brina

    Gefällt mir

    • bookwives 11. Juli 2014 um 16:54 #

      Danke. :-*
      Ich hatte auch jemand anderes in Verdacht, aber das wäre zu einfach gewesen. Auf diese Auflösung wäre ich nie im Leben gekommen. 😀

      LG
      SaFi

      Gefällt mir

  2. Martina Bookaholic 8. Juli 2014 um 09:51 #

    Hey, tolle Rezi – obwohl mir das Buch auch gefallen hat, aber dann nicht soo gut wie euch *g* Trotzdem werde ich noch jedes einzelne Buch von Armentrout lesen, denn schreiben kann sie echt grandios! 🙂
    LG Tina

    Gefällt mir

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