{Rezension} Der Weg der gefallenen Sterne (Birthmarked #3) | Caragh O’Brien

10 Mrz

Der Weg der gefallenen Sterne von Caragh M OBrien

Autor: Caragh O’Brien
Titel: Der Weg der gefallenen Sterne (OT: Promised)
Seitenzahl: 352
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-53454-4
Veröffentlichung: 10. März 2014
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Gaia macht sich mit einem Trupp Bewohner aus Sylum auf den Weg zur Enklave. Dabei sind unter anderem Leon, die Chardo-Brüder Peter und Will, sowie ein Haufen Krims und einige Einwohner, die sich ihrem Vorhaben angeschlossen haben. Sie wollen gerne „New Sylum“ in der Nähe von Wharfton und der Enklave gründen, und dort auch Zugang zu lebensnotwendigen Dingen wie Wasser haben. Doch recht schnell müssen Gaia und ihre Begleiter erkennen, dass sich viel in der Enklave geändert hat. Und auch wenn sie frische DNA bringen – sie werden nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen…

„Gaia ließ den Blick über die Mauer und die winzigen Schatten der Wachen darauf schweifen, und ihr Puls beschleunigte sich. Die Enklave war bereit – und sie war bewaffnet.“ (Seite 56)

Der dritte Teil beginnt eine gewisse Zeit nach dem Ende des 2. Bandes. Zusammen mit Gaia, der Matrarch von Sylum, zog ich als Leserin mit ihrer Gruppe quer durch das Ödland, auf dem beschwerlichen Weg Richtung Enklave, um dort Hilfe zu erhalten. Im ganzen letzten Jahr ist in Sylum kein einziges Mädchen geboren worden.
Gaia hat sich zur unerschrockenen Anführerin des Klans entwickelt. Den Mut braucht sie allerdings auch, um dem Protektor gegenüber zu treten. Doch schnell muss sie erkennen, dass sich hier einiges geändert hat und ihr ihre Grenzen aufgezeigt werden. Der Protektor versteht es, ihr Angst einzuflößen. Und Gaia wehrt sich mit aller Macht. Dabei muss sie aber auch an die denken, für die sie die Verantwortung trägt. Und das fällt ihr nicht immer leicht. Schließlich kommt es irgendwann so weit, dass sie ihre geplante Zukunft aufgeben muss, um Leon zu retten.
Mit ihren Taten und Gedanken war ich nicht zu 100% einverstanden. Sie begann, an Leon zu zweifeln – glaubte eher dem Protektor, der sagte, Leon wäre ein Lügner. Spätestens da hatte sie mich als Freundin und Fürsprecherin zur Hälfte verloren. Immerhin war sie diejenige, die Leon zu den meisten seiner Taten angestachelt hat.
Ihr Gefühlsleben war teilweise so verwirrend, wie im zweiten Teil. Peter hat immer noch Gefühle für Gaia; diese zeigte er auch teilweise relativ offen. Ihr fiel es schwer, damit umzugehen. Schließlich gehörte ihr Herz Leon, mit dem sie sich eine Zukunft vorstellte. Doch tief in ihr hatte auch Peter seinen Platz. Dies führte weiterhin dazu, dass Leon Eifersucht verspürte. Doch Gaia zuliebe stellte er seinen Stolz zurück und stärkte ihr voll und ganz den Rücken. Schließlich hatten sie alle ein Ziel: New Sylum vor den Mauern der Enklave zu errichten, um hier ein besseres Leben führen zu können.

„Sie musste einen Schritt auf ihn zu machen, um es zu nehmen, und da stellte sie fest, dass sie zitterte, solche Angst hatte sie vor ihm. Das Zwischenspiel in Zelle V hatte sie all ihrer Reserven beraubt, und nun war binnen Minuten von der Matrarch New Sylums nicht mehr als ein verängstigtes Mädchen geblieben.“ (Seite 94)

Der Plot hat wieder spannende Wendungen. Die Grausamkeit und die kranken Ideen des Protektors konnten mich überraschen. Doch wenn man die zentralen Themen dieses Buches, wie zum Beispiel Geburtenkontrolle, mal ins wahre Leben transportiert, kommt man ganz schön ins Grübeln.
Das Setting ist durchgängig toll. Auch in diesem Buch befindet sich zu Anfang eine Landkarte. So lassen sich die Orte und Wege besser lokalisieren und vor dem geistigen Auge sehr gut visualisieren. Der Weltentwurf der Autorin konnte mich von Beginn an überzeugen.

Der Verlauf der Geschichte, die Dinge die passiert sind, erschienen mir alle logisch und führten auch zu einem stimmigen und guten Abschluss der Geschichte. Allerdings muss ich sagen, dass mir das Atemlose und der „Wow“ Effekt, die mich im ersten Teil gepackt hatten, auch hier wieder gefehlt haben. Trotzdem konnte das Buch mich überzeugen, Die Birthmarked-Trilogie kann ich allen Dystopie-Fans empfehlen, die Interesse an einer Geschichte mit einem spannenden Weltentwurf und Nähe zur Realität haben.

„Sie schaute hinüber zu den vielen Menschen, die geduldig anstanden, um ihre DNS registrieren zu lassen, und ihr wurde beinahe schlecht bei dem Anblick. Die bunten Eisbällchen waren der reine Hohn.“ (Seite 181)

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Reiheninfo:
1. Birthmarked // Die Stadt der verschwundenen Kinder
2. Prized // Das Land der verlorenen Träume
3. Promised // Der Weg der gefallenen Sterne
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4

SaCre

3 Antworten to “{Rezension} Der Weg der gefallenen Sterne (Birthmarked #3) | Caragh O’Brien”

  1. Martina Bookaholic 11. März 2014 um 08:50 #

    Schöne Rezi, obwohl ich ja befürchte, dass ich wieder ein wenig Probleme mit dem Buch haben werde. Will es nächste oder diese Woche dann lesen und bin schon neugierig, wie es dann im Endeffekt ausgeht 🙂
    LG

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    • bookwives 11. März 2014 um 08:52 #

      Danke, Martina!
      Ich bin sehr gespannt, was du dazu sagst! Warum glaubst du, du wirst Probleme haben?

      LG

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      • Martina Bookaholic 11. März 2014 um 09:18 #

        naja, ich hatte ja schon im ersten/ dann noch mehr im zweiten große Probleme mit Gaia, und auch wenn sie hier die mutige Anführerin ist, fürchte ich mich, dass ich wieder nicht mit ihr klar komme. Aber mal sehen….

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