{Rezension} Töchter des Mondes. Cate (The Cahill Witch Chronicles #1) | Jessica Spotswood

30 Jan

Töchter des Mondes 1

Autor: Jessica Spotswood
Titel: Töchter des Mondes. Cate
(OT: Born Wicked)
Seitenzahl: 368 Seiten
Verlag: Egmont Ink
ISBN: 978-3-86396-024-7
Veröffentlichung: 09. August 2012
Leseprobe
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„Mutter hat nicht geglaubt, dass Vater für uns kämpfen würde. Aber um ehrlich zu sein, hat sie es selbst auch nicht viel besser gemacht. Sie hat mich mit einem Tagebuch voller mysteriöser Warnungen zurückgelassen und mit einer Verantwortung, die eigentlich ihre gewesen wäre.“ (Seite 105)

Das Buch ist mir durch sein wunderschönes Cover schon vor knapp drei Jahren aufgefallen. Die guten Rezensionen sprachen für sich. Als dann auch Band 2 mir optisch richtig gut gefiel und die Bewertungen dazu entsprechend gut waren, mussten diese beiden Bücher einfach bei mir einziehen. Zudem konnte ich beim Lesen feststellen, dass die Bücher auch ohne Schutzumschlag ein absoluter Hingucker sind.
Ich habe mich jetzt natürlich gefragt, warum ich nicht schon früher mit der Reihe begonnen habe… Aber so konnte ich wenigstens die komplette Trilogie am Stück lesen.

Da ihre Mutter früh starb, hat Cate ihre Rolle übernommen. Als älteste Tochter kümmert sie sich um ihre Schwestern Maura (15 Jahre alt) und Tess (12 Jahre). Ihr Vater ist oft geschäftlich unterwegs, sodass die Mädchen mit dem Hauspersonal alleine sind. Teilweise ist es den Geschwistern recht. Denn in völlig unbeobachteten Momenten erlauben sie sich, zu hexen. Ihre Mutter hat ihnen strengstens untersagt, dies in Gegenwart anderer zu tun. Auch nicht vor ihrem Vater – denn der weiß nichts über das Schicksal der Mädchen. Es wäre einfach zu gefährlich. Für sie alle.

Cate als Älteste wirkt besonnen. Sie ist überhaupt nicht froh, mit magischen Kräften gesegnet zu sein; sieht sie diese doch eher als Fluch an.
Maura ist anders. Sie freut sich über ihre Fähigkeiten und gibt sich draufgängerisch. Natürlich möchte sie, dass sie die Hexe in der Familie mit den stärksten Kräften ist.
Tess ist noch jung, doch verhält sie sich für ihr Alter recht vernünftig.

Paul McLeod ist mit Cate zusammen aufgewachsen und war ihr bester Freund. Als er zurück nach Chatham kehrt ist allen klar, dass er Cate einen Antrag machen wird. Ansonsten müsste Cate mit 17 der Schwesternschaft beitreten, was sie nicht möchte. Generell findet sie, dass das Leben anders sein könnte. Denn auch wenn junge Frauen heiraten: sie sind dazu erzogen, dem Vater, dem Ehemann und der Bruderschaft gegenüber unterwürfig zu sein.
Als Finn Belastra der neue Gärtner im Hause der Cahills wird, bringt er Cates Gefühle gehörig durcheinander.
Für Cate ändert sich alles, als sie ein geheimes Tagebuch ihrer Mutter findet. Der Inhalt erschreckt sie zutiefst. Sie und ihre Schwestern sind in allergrößter Gefahr, denn eine dunkle Prophezeiung schwebt über der Familie.

„Ich dachte, wir müssten die Magie für die Gefahr, in die sie uns bringt, hassen. Aber vielleicht muss das gar nicht so sein. Vielleicht können wir die Magie auch nutzen, um uns zu schützen. Denn weiß Gott, wir brauchen jetzt mehr denn je jedes erdenkliche Mittel zu unserem Schutz.“ (Seite 218/219)

Die Bruderschaft ist natürlich Frauen, und erst recht Hexen, gegenüber feindlich eingestellt. Sie herrscht – angeführt durch den Rat – mit strenger Hand. Frauen haben so gut wie keine Rechte. Und auch Männer tun besser nichts, um ihnen gegenüber negativ aufzufallen. Alles was Spaß machen könnte, ist verboten.

Das Setting hat mir außerordentlich gut gefallen. Neuengland Ende des 19. Jahrhunderts. Die Gepflogenheiten der damaligen Zeiten, die uns aus Serien wie „Downton Abbey“ bekannt sind, begegnen den Lesern auch hier. Ich habe mich richtig in die Zeit zurück versetzt gefühlt und Kutschen und Pompadourfrisuren vor meinem geistigen Auge sehen können. Die Hexen, die eigentlich nicht existieren dürfen, in diese Zeit zu bringen, fand ich ganz wunderbar. Für mich hat das hervorragend zusammen gepasst.
Ebenso der Schreibstil der Autorin. Locker und leicht führt sie durch die Geschichte, schmückt an den richtigen Stellen etwas aus, ohne ausschweifend zu werden. Die Hauptpersonen hat sie sehr gut ausgearbeitet, und auch den „Nebendarstellern“ fehlt es an nichts. Cate war mir von Anfang an sehr sympathisch. Und ihre Zweifel und Kritik an der damaligen Zeit, in der Frauen ungebildet und einfach nur am Herd bleiben sollten, konnte ich natürlich gut nachvollziehen.
Ich konnte richtig schön in die Geschichte abtauchen und mich treiben lassen. Für mich ein Wohlfühlbuch.

„>>Ich bin eine Hexe,<< sage ich. Ich bin es leid, mich dafür zu schämen, wie ich geboren wurde – als Hexe, und als Frau. Ich habe versucht, das Beste daraus zu machen, sei es nun ein Segen oder ein Fluch.“ (Seite 316)

„Töchter des Mondes. Cate“ von Jessica Spotswood ist ein sehr guter Trilogie-Auftakt, der mit einer sowohl schönen als auch interessanten Geschichte und sehr sympathischen Charakteren punkten kann. Neben ein bisschen Romantik hat die Story auch spannende Elemente. Somit ist alles enthalten, was ich mir von einer solchen Geschichte wünsche. Wer sich gerne von Hexen ins Ende des 19. Jahrhunderts entführen lassen möchte, der sollte unbedingt zu diesem Buch greifen.

 

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The Cahill Witch Chronicles – Die Reihe:

1 || „Töchter des Mondes. Cate“ || „Born Wicked“
2 || „Töchter des Mondes. Sternenfluch“ || „Star Cursed“
3. „Töchter des Mondes. Schicksalsschwestern“ || „Sisters‘ Fate
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5

SaCre

5 Antworten to “{Rezension} Töchter des Mondes. Cate (The Cahill Witch Chronicles #1) | Jessica Spotswood”

  1. hisandherbooks 30. Januar 2015 um 05:50 #

    5 sogar? 😮
    Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich dich schon viel früher dazu überredet, es jetzt endlich zu lesen 🙂

    Freut mich, dass dich Charaktere und Setting so überzeugen konnten ❤

    Liebe Grüße

    Steffi

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  2. Damaris 30. Januar 2015 um 11:19 #

    Huhu, bin mir gerade nicht sicher, aber ich glaube ich habe damals 4 Sterne gegeben. Anfangs fand ich es so lala, aber mit der Zeit hat mich das Buch richtig begeistert. Warum habe ich eigentlich nie weitergelesen??? Ich befürchte sogar, dass es mit guttun würde, Teil 1 nochmal zu lesen, obwohl ich den Schluss und groben Inhalt noch weiss. Ach Mensch, zu wenig Zeit einfach …
    Grüss dich lieb,
    Damaris

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