Tag Archives: Ursula Poznanski

{Rezension} Aquila | Ursula Poznanski

15 Aug

Autor: Ursula Poznanski
Titel:
Aquila
ISBN: 978-3-7855-8613-6
Seitenanzahl: 432 Seiten
Verlag: Loewe Verlag
Veröffentlichung: 14. August 2017
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{Rezension} Layers | Ursula Poznanski

25 Sep

Layers

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Wir freuen uns auf… Neuerscheinungen August 2015

14 Jul

Der Sommer meint es doch bisher ganz gut mit uns, oder? Ich meine, lesetechnisch gesehen. 🙂 Aktuell regnet es bei uns seit Sonntag morgen durch. Pfui! Aber: wenn man nicht vor die Tür gehen kann, kann man es sich mit einem Buch zuhause gemütlich machen. Und der August bringt mehr als genug Lesestoff auf den Markt.

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{Waiting on Wednesday} #22 | Layers

17 Jun

New WoW

„Waiting on Wednesday“ ist eine Aktion, die von Jill vom Blog „Breaking the Spine“ initiiert wurde. Fast 300 teilnehmende Blogs sind dort registriert.

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{Autor empfiehlt Buch} Sommeredition 2014 | Ursula Poznanski

13 Aug

 

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Ich und die MenschenAutor: Matt Haig
Titel: Ich und die Menschen (OT: The Humans)
Seitenzahl: 352 Seiten
Verlag: dtv Premium
ISBN: 978-3-423-26014-5
Veröffentlichung: April 2014
Leseprobe
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Dieses Buch ist – man kann es nicht anders sagen – schön. Ich hatte immer schon eine Schwäche für Geschichten, in denen einem die eigene Welt aus völlig anderer Perspektive vorgeführt wird. (Ebenfalls aus der Kategorie und sehr empfehlenswert: „Briefe in die chinesische Vergangenheit“ von Herbert Rosendorfer).

Aber ich kann mich an kein anderes Buch dieser Art erinnern, bei dem ich so oft das Gefühl hatte, dass der Autor ins Schwarze trifft. Nein, nicht nur ins Schwarze – ins Herz. Gutes Stichwort übrigens, das ist nämlich noch so etwas Bestechendes an diesem Roman: Er hat unglaublich viel Herz. 

Dabei ist der Protagonist ein Außerirdischer, was für mich beim Überfliegen des Klappentextes erstmal abschreckend war, ich habe es nämlich nicht so mit Science Fiction. Ein Alien also wird nach England geschickt und eignet sich dort den Körper des  unsympathischen, aber genialen Mathematikprofessors Andrew Martin an, der eben eine Entdeckung gemacht hat, die die Menschheit in ihrer technischen Entwicklung einen Riesensprung weiter bringen wird. Nur, dass die Menschen für eben diesen Schritt bei Weitem noch nicht bereit sind. Sie sind zu unzivilisiert, zu emotional, zu unvernünftig, zu streitsüchtig. Nur in ihrer Isolation auf dem kleinen blauen Planeten sind sie tolerierbar.

Also wird der Außerirdische auf seine Mission geschickt, er soll die Entdeckung rückgängig machen, indem er alle beseitigt, die davon wissen. Oder wissen könnten. Dazu muss er aber nicht nur Andrew Martins Körper übernehmen, sondern auch seine Familie, seine Freunde – und seinen Hund.

Zu Beginn findet er all das Neue befremdlich, wenn nicht gar widerlich. „Die Erde war ein Planet der verpackten Dinge. Nahrung in Folie. Körper in Kleidung. Verachtung in Lächeln.“ Doch je mehr Zeit er auf dem fremden Planeten verbringt, desto häufiger macht er Entdeckungen, mit denen er nicht gerechnet hat: Erdnussbutter. Debussy. Pubs („Das Pub war eine Erfindung von Menschen, die in England lebten, gedacht als Kompensation dafür, dass sie Menschen waren, die in England lebten“). Die Gedichte von Emily Dickinson. Und am Ende die Liebe. 

Matt Haig beschreibt diese Reise seines Außerirdischen mit einer Kombination aus Leichtigkeit und Tiefe, die bemerkenswert ist. Ich habe nur ganz selten das Bedürfnis, mir Sätze in einem Buch anzustreichen – hier hätte ich es auf jeder Seite mehrmals tun können. Für die Liste „97 Ratschläge für einen Menschen“ gilt das der Einfachheit halber in ihrer Gesamtheit.

Ab und zu streift einen als Autor beim Lesen besonders toller Bücher der Gedanke „Hätte ich gern selbst geschrieben.“ Das ging mir bei „Ich und die Menschen“ auch so, aber ohne den geringsten Anflug von Neid und in dem vollen Bewusstsein, dass es mir nicht gelungen wäre. 

Der langen Rede kurzer Sinn: Wenn ihr das Buch noch nicht kennt, dann kauft es. Lest es. Kommt nicht auf die fatale Idee, es irgendwo illegal downzuloaden, denn das hat es nicht verdient. (Was, wenn wir schon dabei sind, auch für alle anderen Bücher gilt.)

Ich wünsche euch viel Spaß.

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Über Ursula Poznanski:

(c) Jeff Mangione

(c) Jeff Mangione

Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands und schreibt zudem Thriller-Bestseller im Erwachsenenbuch. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

Jugendbücher:

Ursula Poznanski - Erebos7028_JUB_U.Poznanski.indd

 

Die Verratenen - Ursula PoznanskiDie VerschworenenDie Vernichteten

Thriller:

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Anthologie:

Alle Morde wieder

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Sowie einige Kinderbücher.

Herzlichen Dank, liebe Ursula, dass du dir Zeit für unsere Aktion genommen hast!

{Rezension} Die Vernichteten (Eleria Trilogie #3) | Ursula Poznanski

20 Jul

Die VernichtetenAutor: Ursula Poznanski
Titel: Die Vernichteten
Seitenzahl: 528 Seiten
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-7548-2
Veröffentlichung: 21. Juli 2014
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Leseprobe

Ria und Tycho verstecken sich noch immer bei den Dornen, unterirdisch. In ständiger Gefahr, entdeckt zu werden. Kurz nachdem Quirin ein merkwürdiges Verhalten an den Tag legt und später verschwindet, entdeckt Yann die beiden. Umgehend wirft er ihnen den Mord am Bewahrer vor und fordert Rechtsprechung durch ein Tribunal. Sandor verbürgt sich für sie. Mit bösem Ende: alle drei müssen den Clan verlassen. Andris schließt sich ihnen an. Von nun an sind sie clanlos. Damit sinken die Überlebenschancen, den sie sind zum Abschuss durch Clans und Sentinel freigegeben.
Was mit Dantorian und Aureljo ist, weiß niemand. Sind beide noch in Vienna 2? Leben sie noch?
Und was hat es nun mit dem Dhalion Virus auf sich? Können Ria und die anderen dem Geheimnis auf die Spur kommen?

„Bevor wir in das Wäldchen eintauchen, in dem ich vor nicht allzu langer Zeit fast erdrosselt worden wäre, dreht Andris sich noch einmal um.
>>Heute ist ein Tag, an den ihr lange denken werdet<<, dröhnt seine Stimme durch die Nacht. >>Der Tag, als der Clan der Schwarzdorn in sein Verderben gelaufen ist.<<“ (Seite 70)

Ich bin froh, dass ich die Reihe relativ kurzfristig hintereinander gelesen habe. Das Ende des zweiten Bandes hat mich so neugierig gemacht, dass ich bis zum Erhalt dieses Buches schon die Tage gezählt habe. Ich musste unbedingt wissen, wie die Geschichte nun weiter geht.

Relativ schnell war ich auch schon wieder im Geschehen. Von Beginn an geht es rund. Tycho muss immunisiert werden und die Dornen stehen vor großen Problemen.
Als Ria, Sandor, Andris und Tycho den Clan verlassen müssen, hatte ich schon die größten Befürchtungen. Ria wirkte relativ schwach auf mich. Doch glücklicherweise konnte sie mich im Verlauf des Geschehens immer wieder vom Gegenteil überzeugen. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die sich im richtigen Moment auf ihre Stärken konzentrieren und diese abrufen kann. Das hat die Gruppe das eine oder andere Mal gerettet.

„Unter einem Vorwand verlasse ich das Haus und bleibe in ein paar Meter Entfernung unschlüssig stehen. Zu meinen Füßen leuchtet etwas Gelbes, hebt sich deutlich von Gras und Erde ab.
Eine Blume.

Ich bücke mich, streiche vorsichtig über ihre leuchtenden Blütenblätter. Hätte mir vor einem Jahr jemand erzählt, dass ich eines Tages eine wild wachsende Blume berühren würde, ich hätte es nicht geglaubt.“ (Seite 242)

Die große Frage war natürlich, wie es um Dantorian und Aureljo steht. Beide wissen nicht, dass sie das Virus in sich tragen. Dementsprechend sind sie eine Gefahr für alle und könnten eine Epidemie auslösen.

Die Geschichte ist absolut spannend! Ein ums andere Mal saß ich geradezu atemlos vor dem Buch und konnte nicht glauben, was alles auf die kleine Gruppe zukommt. Viele Probleme scheinen unüberwindbar, doch sie schaffen es immer wieder. Die Geschichte ist schon zu Beginn rasant, doch nimmt sie immer mehr Tempo auf. Und viel zu schnell nähert man sich dem Ende.
Die Auflösung der Geschichte ist schlüssig und gut – es bleiben keine Fragen offen. Der Showdown hat es dann noch einmal in sich. Für mich hat Ursula Poznanski alles richtig gemacht, und keine falsche Scheu bewiesen.

Die Eleria-Trilogie ist eine tolle Jugendbuch-Reihe, die mit einer durchdachten Geschichte und interessanten Charakteren punkten kann. Alle drei Bücher sind auf gleich hohem, sehr guten Niveau! Das ist wirklich bemerkenswert. Hut ab, Frau Poznanski!

„Ich muss endlich begreifen, dass es hier keine Reihung gibt, wie an der Akademie. Keine Punkte, die einen vorwärtsbringen, einem bessere Chance verschaffen. Es gilt zu überleben … oder eben nicht.“ (Seite 152)

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Reiheninfo:
1. Die Verratenen
2. Die Verschworenen
3. Die Vernichteten
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5

{Kurz-Rezension} Die Verschworenen (Eleria Trilogie #2) | Ursula Poznanski

22 Jun

Die Verschworenen

Autor: Ursula Poznanski
Titel: Die Verschworenen
Seitenzahl: 464 Seiten
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-7547-5
Veröffentlichung: 2013
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Leseprobe

Ria und ihre Freunde leben weiterhin versteckt bei Quirin, in der Stadt unter der Stadt. Leider sind sie auch hier alles andere als sicher. Aureljo bereitet seine Abreise in eine Sphäre vor, während Ria weiterhin verbissen nach Jordans Chronik sucht.
Nach einem schrecklichen Vorfall wird Sandor plötzlich Clanfürst – und für Ria ändert sich innerhalb von Sekunden alles. Sie hat keine andere Chance, als nun doch mit Aureljo in die Sphären zu gehen.

„Lieblinge des Schicksals, hat Melchart, der Mann, der die Sphären erdacht hat, uns Bewohner in seiner berühmtesten Rede genannt, und die Clans gebrauchen diesen Begriff mit ebenso viel Hohn wie wir Sphärenbewohner den Ausdruck Prim.“ (Seite 37)

Weiterhin müssen sich Ria und ihre Begleiter unter der Erde versteckt halten. Aus mehreren Gründen ist das gefährlich: sie wissen nicht, wem sie trauen können und die Chance ist groß, dass Clanmitglieder sie überraschend sehen könnten. Die Dunkelheit, die sie dort umgibt, drückt die Stimmung aller und die Gruppe beginnt, sich zu teilen. Auf der einen Seite Aureljo, der mit allen Mitteln in eine der nahegelegenen Sphären möchte. Auf der anderen Seite Ria, die unter allen Umständen bei Quirin bleiben möchte. Schuld hieran hat wohl auch Sandor, der Rias Sympathien gewonnen hat und dem sie mehr Bedeutung in ihrem Leben einräumt.

Als Leser merkt man, dass die Situation sich bei Ria bemerkbar macht – trotz des guten Trainings, durch das sie eine Maske aufsetzen und ihre wahren Gefühle verbergen kann.

„Vielleicht war er deshalb die Nummer 1 und ich nur die 7. Weil ich mich auch mit kleineren Zielen zufriedengebe als mit der Vereinigung von Sphären und Stämmen. Mit Pfeil und Bogen einen Kreidehasen auf einer Holzwand treffen, zum Beispiel.“ (Seite 157)

Bei Aureljo habe ich mich gefragt, ob er so überheblich ist, oder ob er es einfach wirklich nicht merkt, wie sehr Ria sich von ihm entfernt. In seinem Vorhaben ist er genauso kompromisslos, wie seine Freundin.
Auch die anderen Charaktere durchlaufen eine Entwicklung, die interessant ist und für den Verlauf der Geschichte logisch und gut.
Der Knackpunkt der Geschichte ist Sandors plötzliche Berufung zum Clanführer. Ab hier ändert sich alles. Ria muss ihre Pläne über den Haufen werfen und mit Aureljo zu den Sphären aufbrechen.

Wie schon beim ersten Teil führt Ursula Poznanski geschickt und mit treffender Sprache durch die Geschichte. Der Plot ist spannend und hat einige unvorhergesehene Wendungen parat. Als Leser wird man voll in der Geschichte gefangen genommen und fühlt sich zugehörig. Ich entwickelte Misstrauen Personen gegenüber, die ich vorher eigentlich mochte. Die Autorin hat mich also geschickt manipuliert.

„Aureljo verlässt sich auf sein Charisma und auf die Fairness der Obrigkeit. Er glaubt nicht, dass der Befehl, uns zu töten, von höchster Stelle gekommen ist, und wenn doch, dass es ein Irrtum war. Falls das stimmt, könnte er eine Chance haben. Falls nicht…“ (Seite 72)

„Die Verschworenen“ ist an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten. Atmosphärisch dicht erzählt, kann man diese beinahe Greifen. Der Sog lässt einen nicht mehr los. Für mich gehört diese Reihe bisher mit zu dem Besten, was ich in diesem Genre gelesen habe. Chapeau, Frau Poznanski! (Wie schön, dass der Abschluss in greifbarer Nähe ist.)

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Reiheninfo:
1. Die Verratenen
2. Die Verschworenen
3. Die Vernichteten
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5

SaCre

{Rezension} Die Verratenen (Eleria Trilogie #1) | Ursula Poznanski

21 Jun

Die Verratenen - Ursula Poznanski

Autor: Ursula Poznanski
Titel: Die Verratenen
Seitenzahl: 464 Seiten
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-7546-8 (TB: 3785579209)
Veröffentlichung: 2012
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Leseprobe

„Mein Name ist Eleria. Ich bin achtzehn Jahre alt, Vitro Klasse 1, gereiht auf die Nummer 7. Mein Schwerpunkt liegt auf Kommunikation und Rhetorik. Ich bin Opfer einer Intrige.“ (Seite 165)

Eleria ist jung und privilegiert. Als 7. hat sie eine große und glänzende Zukunft vor sich. In der Sphäre Hoffnung könnte es für sie und ihren Freund Aureljo, der die Reihung anführt, nicht besser laufen. Doch eines Tages hört Ria etwas, das nicht für ihre Ohren bestimmt war.
Und schon sieht sie sich gemeinsam mit fünf Freunden als Feind des Sphärenbundes und muss um ihr Leben kämpfen.

„Aus Eleonore von Aquitanien und Ariadne, Tochter des kretischen Königs Minos, habe meine Namensgeber Eleria gemacht. Eleonore war eine der mächtigsten Frauen des Mittelalters; Ariadne diejenige, die die Idee mit dem roten Faden hatte, der einem den Weg durchs Labyrinth zeigt. Soll ich später einmal an der Spitze einer Sphäre stehen? Oder im Hintergrund bleiben und die Fäden in der Hand halten?“ (Seite 27)

Als Leser wird man langsam in Rias Welt eingeführt und erlebt, wie das Leben innerhalb dieser Sphäre abläuft. Die Schüler, die jeden Tag ihren Rang öffentlich ausgeschrieben finden, sind mit je einem Salvator ausgestattet. Dieser kontrolliert nicht nur An- und Abwesenheit, sondern auch die Gesundheit und gibt Vorschläge für die Ernährung. Damit stehen die Bewohner unter ständiger Kontrolle. Papier ist antiquiert; jeder hat sein Datenterminal, das ich mir wie ein Tablet vorstelle.

Ria ist in Rhetorik und Kommunikation wirklich ein Ass. Sie hat ihre Mimik und Gesten voll unter Kontrolle. Egal, wie verfahren eine Situation auch sein mag. Dadurch kann sie die Körpersprache der anderen hervorragend lesen. Von Anfang an war sie mir sympathisch, ich mochte sie. Auch wenn sie in der Sphäre, lange nach der „Langen Nacht“ – die unser heutiges Leben ausgelöscht hat -, aufgewachsen ist; ihre Sehnsucht nach der Welt, wie sie in den antiken Büchern beschrieben ist, der Welt, wie wir sie jetzt kennen, ist unglaublich groß.
Aureljo ist ihr Freund. Er sieht nicht nur unglaublich gut aus, sondern führt auch die Rangliste an. Seine Chancen, später mal ein präsidiales Amt zu übernehmen, sind mehr als groß. Er hat eine positive Ausstrahlung und weiß diese einzusetzen. Ich hatte zu Beginn das Gefühl, dass er sich Ria irgendwie zu sicher ist…
Tomma, Fleming, Dantorian und Tycho sind weiter hinten gereiht. Doch auf ihren Gebieten Landwirtschaft, Medizin, Kunst und Physik sind sie richtige Aufsteiger.

In der Sphäre sind sie sicher und führen ein behütetes Leben. Dienstbotengänge und „niedere“ Arbeiten werden von Mitbürgern entsprechenden Ranges gemacht. Sentinel haben die Rolle von Security und Polizei inne.
Die Welt außerhalb der ganzen Sphären ist für die Bewohner gefährlich. Prims, die Primitiven, haben sich zu diversen Clans zusammengetan, die nicht nur sich gegenseitig bekämpfen, sondern auch den Sphärenbewohnern nicht gut gesonnen. Die Prims nennen diese scherzhaft „Lieblinge“.
Ria und ihre Freunde geraten in der freien Welt in die Hände der Schwarzdornen.  Und die sind ähnlich gefährlich, wie es ihr Name vermuten lässt.

„Wenn ich die Wahl zwischen kostbarem, bedrucktem Papier und einem Download auf mein Datenterminal habe, entscheide ich mich meistens für das Buch, auch wenn es unpraktischer ist. Besonders dann, wenn es um Geschichte geht. Die Seiten vermitteln den Eindruck, als hätten sie all das, was auf ihnen geschrieben steht, selbst miterlebt. Andere haben lange vor mir ihren Blick auf die gleichen Zeilen gerichtet und manchmal kommt es mir so vor, als könnte ich ihre Gedanken hören.“ (Seite 45)

Ich habe nun schon einige Dystopien gelesen und daher schon so einige Weltentwürfe erlebt. Mit dieser Welt hat Ursula Poznanski das Rad nicht neu erfunden, jedoch hat sie diese sehr gut und detailreich ausgearbeitet. Dadurch fiel es mir leicht, mich auf dieses Abenteuer einzulassen und lebhafte Bilder vor meinen Augen zu haben.
Die Geschichte ist spannend und der Plot enthält einige Überraschungen. Ich war mir nicht sicher, wem ich trauen konnte und wem nicht. Als Ria dann auch noch mysteriöse Botschaften erhielt, war das Verwirrspiel bei mir ganz ausgebrochen. Auch Sandor, der „Thronfolger“ des Clans, hat dazu beigetragen.
Mit passender Sprache führt die Autorin den Leser durch die Geschichte, ohne sich zuviel in Details oder Unwichtigem zu verlieren. Mehrfach habe ich mich gefragt, wie es uns heutzutage ergehen würde, wenn wir plötzlich ohne die gewohnte Technik und Hilfe auskommen müssten. Könnten wir Beete anlegen, um uns zu versorgen? Wären wir überhaupt in der Lage, giftige von ungiftigen Pflanzen zu unterscheiden? Und könnten wir einen Hasen erlegen, häuten und über offenem Feuer zubereiten? Ich wage das teilweise doch stark zu bezweifeln.

„Die Verratenen“ ist ein spannender Trilogieauftakt, der den Leser in eine gut ausgearbeitete Welt mitnimmt. Ein Start, der begeistert und richtig Lust auf die nächsten Bücher macht. Wie gut, dass ich direkt zum zweiten Band greifen konnte. 🙂
Jedem Jugendbuchfan und Fan dieses Genres kann ich diese Trilogie guten Gewissens ans Herz legen.

„Wieder regt sich eine alte Sehnsucht in meinem Innern. Ich hatte mich so darauf gefreut, dass wir, die besten Absolventen der Akademie, die Welt in unsere Hände nehmen und für alle lebenswerter machen würden. Für die Prims, für uns. Aber das ist nun nicht mehr möglich. Keiner von uns wird an den Schalthebeln sitzen, wir müssen uns schon glücklich schätzen, wenn wir die nächsten Tage überleben.“ (Seite 303)

 

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Reiheninfo:
1. Die Verratenen
2. Die Verschworenen
3. Die Vernichteten (VÖ Juli 2014)
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Sacre

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